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IBIZA Premium Berufsverbot für Arzt. Riesen-Partys. Strafe für Polizist

Formentera: Arzt als „Corona-Leugner“ zu sechs Jahren Berufsverbot verurteilt!

Wer gegen Maskenpflicht verstößt, muss mit Strafen rechnen. Einem Arzt, der rät, Maskenpflicht und Abstandsregel nicht einzuhalten, droht Berufsverbot… Foto: Pixabay


Ärzte, die offen als „Corona-Leugner“ auftreten, müssen mit dem Ausschluss aus der „Ärztekammer der Balearen“ rechnen – was praktisch einem Berufsverbot in Spanien gleichkommt. Das bekam jetzt ein Arzt zu spüren, der bis Sommer 2020 noch im Krankenhaus auf Formentera praktiziert hat. Sie müssen sich anmelden, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte anmelden. Noch kein Zugang vorhanden, dann hier kostenpflichtig bestellen.
 

Balearen und ganz Spanien: Party-Chaos nach dem Ende des Alarmzustands

Nachtleben auf Ibiza
In Madrid, Palma und anderen Orten Spaniens stürmten junge Menschen die Innenstädte und verwandelten die Nächte in eine Riesen-Party, um das Ende des Alarmzustands zu feiern. „Sie verwechseln das Ende des Alarmzustands mit dem Ende der Pandemie!“, warnte ein Virologe vor dem, was viele Menschen befürchten und fügte hinzu: „Das unverantwortliche Verhalten feierlustiger junger Menschen setzt monatelange Vorsichtsmaßnahmen – und damit auch den Tourismus – aufs Spiel.
Die Zentralregierung in Madrid hat den im vergangenen Oktober verhängten Alarmzustand nicht verlängert und überlässt den einzelnen spanischen Regionen die Schutzmaßnahmen, die vom jeweiligen Oberlandesgericht bestätigt werden müssen. Im Prinzip sind Versammlungsverbot, Sperrstunde und Reisebeschränkungen nun aufgehoben, wenn nicht schon Regionen wie die Balearen die Verlängerung der Corona-Maßnahmen beschlossen haben.
Das hat am Wochenende dazu geführt, dass viele Menschen nach langen Wochen ihre Familien oder Zweitwohnsitze in den Bergen oder an der Küste aufsuchen konnten – und eben andere sich zu improvisierten Riesen-Partys trafen.
In Palma haben sich Samstagnacht auf der „Plaça d’Espanya“ rund 300 Menschen versammelt, um gegen die nächtliche Ausgangssperre zu protestieren, die auf den Balearen zumindest noch 14 Tage lang bestehen bleibt. Von 23 bis 6 Uhr braucht man weiterhin einen triftigen Grund, wenn man auf der Straße angetroffen wird. Eine unangemeldete Kundgebung gehört nicht dazu. Demonstranten, Querdenker inklusive, warfen mit Pflastersteinen und Flaschen und verletzten vier Polizisten. Die Polizei löste die Demo schließlich auf und nahm 16 Randalierer fest.
 

Ibiza und Formentera: Bars, Clubs und Discos wollen öffnen

Party im „Pacha“ auf Ibiza vor der Corona-Schließung. Bis solche Enge wieder herrschen kann, wird es wohl noch etwas dauern… Foto: Pacha


Der Verband „España de Noche“, der fast 10.000 Clubs, Discos und Nachtbars in ganz Spanien vereinigt, Sie müssen sich anmelden, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte anmelden. Noch kein Zugang vorhanden, dann hier kostenpflichtig bestellen.
 

Formentera: Zu „nachsichtiger Polizist“ mit fünf Tagen ohne Lohn bestraft

Cala-Saona, Formentera

Motorroller sind beliebt auf Formentera – besonders bei jungen Italienern… Foto: Rüdiger Eichhorn


Drei Jahre nach der „Tat“ hat ein Militärgericht einen Guardia-Civil-Beamten zu fünf Tagen ohne Lohn verurteilt. Der Verkehrspolizist der kasernierten Polizei (deshalb ist das Militärgericht zuständig) hatte auf Formentera Dienst und einen Motorradfahrer angehalten, aber nicht festgenommen, obwohl er offensichtlich angetrunken war und sich weigerte, den Alkoholtest zu machen.
Einer Streife fiel der Motorradfahrer auf, weil er Schlangenlinien fuhr. Ein Polizist kontrollierte die Papiere des Fahrers (italienischer Tourist) und wollte einen Alkoholtest machen. Der junge Italiener weigerte sich. Daraufhin stellte der Polizist zwei Strafen aus: eine wegen Trunkenheit, die andere wegen Weigerung des Alkoholtests – und nahm die Schlüssel des Motorrads in Gewahrsam. Zwei Tage später löste der Tourist sein Motorrad aus.
Streng nach dem Gesetz hätte der Fahrer wegen Trunkenheit und Verweigerung des Alkoholtests in die Zelle gehört. Was ja nicht passierte – und zur Klage gegen den Polizisten führte.  Der rechtfertigte sein Vorgehen, weil es sich um einen ausländischen Touristen handelte, der die Strafen zahlen und in seine Heimat zurückkehren wollte…
Dieses Argument ließ das Gericht nicht gelten: Dass er ihn nicht verhaftet habe, sei ein schweres Vergehen, befand das Gericht – und der Guardia-Civil-Mann muss nun fünf Tage ohne Lohn arbeiten…

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