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Dienstag, Juli 7, 2020
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Sicherheit, volle Strände, Alarm-Verlängerung

Sommerbesucher, Insulaner, Sicherheit…

Wie sieht aktuell die Vorbereitung der Inseln auf den Sommer aus? Dazu befragte der Diario de Ibiza Patricia Gómez, die Regierungsbeauftragte für Gesundheit der Balearen-Regierung.

Bedenklich sei dabei, dass nach aktuellen Studien bislang nur rund 2,5 Prozent der Inselbewohner mit dem Corona Virus in Kontakt gekommen sei und Immunitäten entwickeln konnte. Auch nach dem Abebben der Infektionswellewerde eine Kapazität von 1000 Krankenhausbetten auf den Balearen für Corona Patienten bereitgestellt, um einer möglichen neuen Welle gewachsen zu sein, wenn der Tourismus die Situation verschlechtert. Notfalls könnten die Inseln auch wieder für Einreisende geschlossen werden.

Bei entdeckten Corona-Fällen sollen die Betroffenen und Kontaktpersonen in eine 14-täghige Quarantäne gehen. Dafür sollen vornehmlich Ferienunterkünfte und Hotels gewählt werden, die nicht für Besucher öffnen. Die Patientenbehandlung erfolge über die normalen EU- und internationalen Krankenversicherungsabkommen. Die Bezahlung von Quarantäne-Unterkünften sei dagegen noch nicht geklärt.

Gómez wünscht sich eine baldige Freigabe für Freizeitreisen innerhalb der Balearen, die bislang abgelehnt wurde. So könne man einen archipel-internen Testlauf machen, der wichtige Erkenntnisse bringen kann.

Volle Strände

Auch ohne Touristen sind Ibizas Strände schon wieder sehr belebt. So belebt, dass am gestrigen Samstag die Lokalpolizei von Sant Josep die Cala Bassa sperren musste. Der Strand war extrem voll, die Sicherheitsabständewurden nicht mehr eingehalten, es bildeten sich Menschengruppen von mehr als den in der aktuellen Phase 2 zugelassenen 15 Personen. Gegen 16 Uhr wurde die Zufahrt zur Bucht dicht gemacht.

Auch der Strand von Ses Salines stand unter Beobachtung. Hier gab es jedoch keinen Handlungsbedarf. Zum Sonnenuntergang schlussendlich bat die Polizei, nicht in die Cala Comte zu fahren, da sich dort bereits eine große Menge von Besuchern zum Genießen des Abends eingefunden hatte.

Um die Lagen einschätzen zu können, wurden von den Behörden Drohnen eingesetzt.

Die Cala Bassa ist, neben der Cala Tarida, der erste Strand der Gemeinde Sant Josep, an dem wieder Liegen-Konzessionäre Sonnenbetten und -schirme vermieten.

Sechste Verlängerung so gut wie sicher

Die sechste Verlängerung des Alarmzustandes ist so gut wie sicher. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wird die nötige Mehrheit für eine erneute 15-tägige Ausweitung wohl bekommen. Diese endet dann am 21. Juni.

Dafür soll es nun wirklich die letzte Verlängerung werden. Außerdem soll die Entscheidungsgewalt über fast alle Regeln mit der bevorstehenden Phase 3 von der Zentralregierung in Madrid an die autonomen Regionen übergehen – in unserem Fall also an die Balearen-Regierung. Einzige Ausnahme stellt die Reise-/Bewegungsfreiheit dar. Diese Kontrolle behält Madrid bei sich.

Formentera tritt bereits am morgigen Montag in die Phase 3 ein. Ibiza, Mallorca und Menorca sollen am darauffolgenden Montag folgen.

645 in Einreise-Quarantäne

Die 14-tägige Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland sieht in Zahlen derzeit so aus: Seit der Einführung am 15. Mai sind auf den Balearen 645 internationale Passagiere eingereist, die dann in die Zwangsisolierung gingen. 635 landeten auf Mallorca, zehn mit dem Düsseldorf-Flieger auf Ibiza. Es ist derzeit der einzige reguläre internationale Ibiza-Direktflug.

Die Quarantäne wird von den Behörden durch Besuche und Telefonanrufe überwacht.

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