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Boote mit 174 Immigranten angelandet

Generelle Informationen

Mit solch kleinen Booten wagen die Immigranten den gefährlichen und weiten Weg über das Meer, der rund 20 Stunden dauert. Die Immigranten hoffen auf eine bessere Zukunft in Europa. Foto: Spanisches Innenministerium

Die hellen Vollmond-Nächte und ruhige See führten zu einer Welle von Bootsflüchtlingen auf die Balearen. Zehn Boote mit 174 Immigranten sind seit Freitag in Gewässern Formenteras und Ibizas gesichtet worden oder angelandet. Unter ihnen waren auch zehn Frauen und ein Mann, der einen Rollstuhl benötigte. Die Entfernung zwischen der nordafrikanischen Küste und Ibiza beträgt rund 300 Kilometer. Die Flüchtlinge sind mit ihren kleinen Booten rund 20 Stunden unterwegs. Es ist eine gefährliche Fahrt, weil die Botte oft überladen und in schlechtem Zustand sind. Und die Immigranten müssen dafür viel Geld zahlen, oft 1000 Euro pro Person.

Die meisten Boote werden vom Küsten-Radar gesichtet das sich auf Ibiza befindet und weit aufs Meer schauen kann, und von Booten der Guardia Civil (GEAS) abgefangen. Andere Boote erreichen die Buchten der Inseln und werden dort von der alarmierten Polizei in Empfang genommen.

Diesmal stammte die Mehrheit der Immigranten nicht aus Algerien, sondern aus dem Maghreb, der südlichen Sahara. Dazu landete auf Formentera eine algerische Großfamilie.

Formenteras Insel-Regierung (Consell) hat den Sozialdienst und die Ortspolizei eingeschaltet. Sie kümmerten sich um die Immigranten und versorgten sie mit Nahrungsmitteln und Wasser. Probleme gibt es nachts, denn Formenteras Guardia-Civil-Kaserne hat Platzprobleme. Tagsüber bringt die Guardia Civil die Immigranten nach Ibiza, dort werden sie der National-Polizei unterstellt. Diese will sie in ihre Herkunftsländer zurückbringen.Boots-Flüchtlinge werden in der Regel von Spanien zurück in ihre Heimatländer gebracht.

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