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Donnerstag, Juli 9, 2020
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Rabatte. Anti-Party-Einheit. Flüchtlinge. Familie infiziert

Blick auf die Cala Tarida. Foto: Eichhorn

Tourismus-Rabatte auf den Balearen

Viele Fluggesellschaften müssen die Zahl ihrer Flüge reduzieren und Personal sparen, manche Urlaubsangebote werden wegen der zusätzlichen hygienischen Maßnahmen teurer, andere locken mit Rabatten.

TUIfly beispielsweise startet die Kampagne „Code Welcome 250“, bei der jeder Kunde 250 Euro Nachlass erhält und die Möglichkeit, bis 14 Tage vor Start in den Urlaub kostenlos zu stornieren.

Ende Juli sollen auf Ibiza 57 Prozent Preisnachlass im TUI-Hotel in Portinatx und 53 Prozent in der Cala Tarida locken. Viele Deutsche bleiben, nach einem Bericht der spanischen Tourismusbehörde Turespaña, allerdings in diesem Jahr trotzdem lieber im eigenen Land.

Auch für die Schweizer gilt ein TUI-Bonus – mit bis zu 40-prozentigem Rabatt für die Balearen bis August. Darunter 30% für Hotels in Platja d’en Bossa, Sant Josep oder Santa Eulària.

Die Fluggesellschaft Edelweiss wird die Verbindung mit Ibiza verstärken und bietet kurzfristige Stornierungsmöglichkeiten, bei denen es jedoch nicht das Geld zurückgibt, sondern Gutscheine, um gegebenenfalls das Urlaubsziel zu ändern. Die Flugpreise seien günstiger als im Sommer 2019.

Sondereinheit gegen Partys auf Ibiza

Trotz Corona-Regeln und dem Appell an die Vernunft werden im Sommer Partys gefeiert, die nicht erlaubt sind und die Gefahr einer erneuten Ausbreitung von COVID-19 unkalkulierbar steigern. Auch auf Ibiza.

Die angebliche Geburtstagsfeier in der eigentlich geschlossenen Diskothek Amnesia (IbizaHEUTE berichtete online) ist das jüngste Beispiel. Um dem Einhalt zu gebieten hat die Guardia Civil eine Sondereinheit auf die Insel geschickt.

Die 42 Beamten sind speziell für die Durchsetzung der Einhaltung der öffentlichen Ordnung ausgebildet und arbeiten mit der Ortspolizei zusammen. Der Inselrat beteiligt sich an der Unterbringung und Versorgung.

Die meisten Vertreter aus Tourismus und Vergnügungsunternehmen sorgen sich um den Ruf der Insel als verantwortungsbewusstem Urlaubsziel, wenn auch der Inselrat eine Zunahme illegaler Partys nicht befürchtet.

Allerdings wird auch die Vermietung privater Ferienhäuser zunehmen, weil die Gäste sich dort sicherer fühlen als in Hotels mit anderen Touristen. Einige nutzen diese auch, so die Mutmaßung, weil sie schwieriger zu kontrollieren sind und es sich dort besser feiern lässt.

Flüchtlingsboote landen auf Formentera

Am Sonntagmorgen sind insgesamt 17 Flüchtlinge von der algerischen Küste bei La Mola auf Formentera festgenommen worden. Sie waren in zwei Booten angelandet. Bei einem Mann wird derzeit überprüft, ob er noch minderjährig ist. Sie erhielten Gesichtsmasken, die Temperatur wurde gemessen. Außerdem wurden, dem Covid-19-Protokoll folgend, PCR-Tests durchgeführt. Die Guardia-Civil-Beamten waren von der Küstenwache (SIVE) auf mehrere Boote bei den Balearen aufmerksam gemacht worden.

Bereits vor einer Woche sind auf Ibiza, zwischen Niu Blau und Cala Pada, elf Flüchtlinge angelandet und von der Guardia Civil aufgegriffen worden.

Da die Auffanglager für Immigranten (CIE) wegen der Corona-Krise geschlossen wurden, befinden sich die Flüchtlinge in Obhut sozialer Organisationen, die sich um sie kümmern. Parallel werden Abschiebungsanträge in ihre Heimatländer gestellt.

Corona-Zahlen

Wie erst Montagabend bekannt wurde, sind Freitag und Samstag vier Mitglieder einer Familie auf Ibiza als aktiv erkrankt diagnostiziert worden. Die Symptome sind allerdings leicht, die Familie wird zu Hause behandelt und weitere Personen wurden, nach bisherigen Erkenntnissen, nicht angesteckt.

Laut des amtlichen Gesundheitsdiensts sind auf den Balearen damit sieben neue Fälle entdeckt worden. Formentera wird weiterhin als Covid-19-frei geführt.

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