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Donnerstag, August 13, 2020
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Reinigungen. Hitze. Offene Hotels. Party-Dekret

Die Boote, die den Müll aus dem Meer fischen, sollen Ende des Monats wieder ihren Dienst aufnehmen. Foto: Karl-Heinz Eiferle

Ibizas Flugplatz sauber – Reinigung der Küstengewässer Ende Juli

Die Flughafen-Gesellschaft AENA hat schnell reagiert und eine Großreinigung auf dem Airport Ibiza durchführen lassen (IbizaHEUTE berichtete online).

Noch nicht zufriedenstellend gelöst ist hingegen das Thema des Reinigungsservices vor der Küste. Denn die Sauberkeit der Strände leidet nicht nur durch deren Besucher, es wird auch Unrat angespült. Das sollen die kleinen Service-Boote verhindern, die in Strandnähe Treibgut aufnehmen. Doch sie werden wohl erst Ende Juli oder spätestens Anfang August einsatzbereit sein.

Kritisiert für diese Verzögerung wird die Balearen-Regierung. Denn das Umweltministerium in Palma verantwortet seit 2004 die Reinigung der Küsten von Ibiza und Formentera, auch wenn eigentlich die Rathäuser dafür zuständig wären.

Im vergangenen Jahr haben die Sammel-Schiffe rund 433 Kilo Müll aus dem Meer gefischt, hauptsächlich handelte es sich um Plastik. Neben den festen Patrouillen werden die Boote und ihre Besatzung auch gezielt in Buchten gerufen, wenn dort Bedarf besteht. 27 Mal war dies 2019 der Fall. Außerdem helfen sie bei Havarien von Yachten, grenzen ins Meer fließenden Treibstoff ein oder retten Personen.

Dass sie nicht schon längst tätig sind, liegt am Einspruch einer Firma aus Ibiza gegen die Grundlagen der Ausschreibung des Reinigungs-Services. Das balearische Umweltministerium will die Entscheidung über den Einspruch nicht abwarten und den Auftrag nun vorläufig vergeben, um weitere Verzögerungen zu verhindern.

Schatten bietet in den kommenden Tagen wichtigen Schutz vor der Hitze – egal ob unter Sonnenschirmen oder Pinien – wie hier, in der Cala Llenya. Foto: Rüdiger Eichhorn

Hitzewelle auf den Pityusen

Ein Hoch aus dem nahegelegenen afrikanischen Kontinent beschert Ibiza und Formentera eine Hitzewelle. Bis Montag rechnet der Nationale Wetterdienst Aemet mit Temperaturen über 30 Grad Celsius. Höhepunkt sollen 35 Grad am Samstag sein.

Schwimmbecken und Strände werden an diesem Wochenende also gut besucht sein. Dennoch muss Abstand eingehalten werden, mahnt die Gesundheitsbehörde.

Sie bittet darauf zu achten, dass alle Menschen – besonders Senioren und Kinder – regelmäßig Flüssigkeit (vorzugsweise Wasser) zu sich nehmen und nicht erst warten, bis sie Durst verspüren. Auch Tierbesitzer sollten darauf achten, den Tieren Schatten und Wasser zu bieten.

Viele Hotels öffnen auf Ibiza und Formentera

Bis Ende Juli werden zwischen 30 und 40 Prozent der Hotels öffnen, im August erwartet der Verband der Hoteliers von Ibiza und Formentera sogar, dass 50 Prozent der Unterkünfte ihren Betrieb für Urlauber und Ferien-Gäste aufgenommen haben.

Ausgebucht werden sie vermutlich aber nicht sein. Der Verband rechnet bei vielen mit einer Auslastung von nur 40 Prozent. Das gilt als Minimum, um rentabel zu sein.

Beliebt sind die kleinen Landhotels. Sie öffnen wohl alle, weil viele Urlauber den Erholungswert in den sorgsam gestalteten Unterkünften, die ruhige Atmosphäre und nicht zuletzt die gute Küche in ländlicher Umgebung schätzen. Man geht davon aus, dass diesmal längere Aufenthalte statt mehrerer Kurzreisen gebucht werden. Die Landhotels auf Ibiza können 721 Gäste aufnehmen.

Ibiza hat normalerweise eine Kapazität von 80.000 Betten in Hotels aller Kategorien und Touristen-Apartments. Hinzu kommen 1600 Campingplatz-Übernachtungs-Möglichkeiten und 12.000 Betten privater Ferien-Unterkünfte.

Ibizas Ferien-Vermieter für „Party-Dekret“

Der Verband der Ferienhaus-Vermieter Ibizas (Avat) unterstützt das Dekret, das die private Vermietung von Ferien-Immobilien als gewerbliche Unternehmen einstuft. Damit hätten die Behörden mehr Möglichkeiten, illegale Partys in gemieteten Objekten zu unterbinden (IbizaHEUTE berichtete online).

Einen entsprechenden Antrag stellte der Inselrat (Consell) an die Balearen-Regierung in Palma. Die gibt dem Kampf gegen private Feste derzeit absolute Priorität, da sie ein unkalkulierbares Corona-Verbreitungsrisiko bergen.

Diese Partys sind generell nicht neu. Sie nerven jeden Sommer Anwohner und Touristen, die in ihrer Nachtruhe gestört werden. In diesem Jahr werden allerdings noch mehr erwartet, weil die Diskotheken und Clubs wohl geschlossen bleiben. Gleichzeitig gelten sie als besonderer Gefahrenherd.

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