Bau-Stopp. Gewerbe-Ausbau. Meeres-Heu. Formentera-Korn

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Formentera bekommt Getreide-Mühle

Die fruchtbaren Felder auf den Inseln werden wieder vermehrt bewirtschaftet. Formentera schafft nun eine eigene Getreide-Mühle an. Foto: Thomas Abholte

Formentera hat viel mehr zu bieten als Strände und Tourismus. Es wird auch weiterhin – und zum Glück wieder zunehmend – Landwirtschaft betrieben. Allerdings muss für die Weiterverarbeitung von Getreide und Oliven die Fähre bemüht werden…

Die landwirtschaftliche Genossenschaft der kleinen Pityuse hat nun für 81.000 Euro eine Getreidemühle gekauft. Damit soll ab Dezember der heimische Weichweizen (Xeixa) für Bäcker und den Haugebrauch gemahlen werden. Zunächst muss die Mühle jedoch aufgebaut werden, der Standort ist bereits festgelegt und erfüllt alle Auflagen. Müllerin wird die Mitarbeiterin der Kooperative, María Pérez Rodríguez. Zusätzlich gibt es für alle Mitglieder einen Kurs über die Mehlherstellung auf Formentera. Nächstes Ziel ist die Anschaffung einer Öl-Mühle.

Die Genossenschaft spielt eine wichtige Rolle auf Formentera. Sie versucht, die lang vernachlässigte Landwirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen und attraktiv zu machen.

 

Bau-Stopp für das neue Klärwerk der Insel-Hauptstadt von Ibiza

Das neue Klärwerk von Eivissa soll auf dem ehemaligen Schießstand des Ex-Kasernengeländes in Sa Coma entstehen, links im Bild. Doch Funde erfordern einen Bau-Stopp. Bild: Ayuntamiento Santa Eulària

Beim Bau des neuen Klärwerkes von der Insel-Hauptstadt Eivissa fühlt man sich manchmal an den Berliner Flughafen BER erinnert: Die Planung wird jahrelang geändert und verzögert, Fehler müssen ausgebügelt werden und derweil fangen die alten Installationen Mehrbelastungen auf, für die sie längst nicht mehr gerüstet sind.

Das Klärwerk-Projekt hat nun einen neuen Bau-Stopp erfahren, weil

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Mittelmeerländer-Treffen für das Seegras

Ein Meer aus Heu… Das abgestorbene Seegras schützt die Strände und bietet der küsten-festigenden Flora Nährstoffe. So spülen Stürme möglicherweise Schiffe aufs Land – nehmen aber keinen Sand mit sich. Foto: Thomas Abholte

Auf Mallorca findet in diesen Tagen das internationale Forum der Welt-Naturschutz-Union (IUCN) statt. Zentrales Thema sind Strategien für Strände und Dünen mit Segras-Anlandungen. Die abgestorbenen Halme der Posidonia bilden teilweise ganze Berge. Für Menschen sind sie meist stinkender Unrat. Doch für die Natur ist das „Heu des Meeres“ sehr wertvoll.

65 Teilnehmer aus acht Mittelmeer-Ländern treffen sich zum Austausch. Die Balearen stellen dabei ihren beispielhaften Umgang mit dem Neptungras vor. Nicht nur beim Schutz der Seegraswiesen im Meer sind die Inseln Vorreiter: Seit 2018, mit Verabschiedung des Posidonia-Gesetzes, wird auch versucht, die Touristen an natürliche Strände und gesunde Ökosysteme zu gewöhnen.

Denn das abgestorbene Neptungras ist ein Schutz und kein Schmutz. Zum Sommer wird es zwar in den meisten Buchten entweder am Rand gelagert oder abtransportiert, im Herbst dann aber liegen gelassen oder sogar wieder angeschüttet, um Strand und Dünen vor den Stürmen zu schützen. Das Seegras bietet dem Sand Halt. Ohne wird er schnell weggespült. Außerdem liefern verrottende Halme wichtige Nährstoffe für die dünen-stärkende Flora. Bei dem Forum geht es um langfristige Strategien für die Verbindung von Naturschutz und Tourismus-Management.

Ein Projekt des Mittelmeer-Instituts in Palma, Imedea, kümmert sich derzeit um die Entschlüsselung des Genoms der Posidonia. Bis 2024 wollen die Forscher die verschiedenen Seegraswiesen im westlichen Mittelmeer untersuchen und entschlüsseln. „Posigenome“ wird finanziert von der Stiftung Iberostar, einer im Hotel- und Ressortbereich tätigen Unternehmensgruppe.

 

Mehr Flächen für Gewerbegebiete auf Ibiza

Die Bürgermeister von Eivissa, Sant Antoni, Sant Josep und Sant Joan, die Bürgermeisterin von Santa Eulària und der Inselrat trafen sich, um gemeinsam die Ibiza-Herausforderungen anzugehen. Foto: Consell d’Eivissa

Die Bürgermeister der fünf Gemeinden von Ibiza und der Inselrats-Präsident haben am gestrigen Montag getagt und eine Reihe von Maßnahmen für die Insel beschlossen. Abgesehen von der Verteilung der Gelder für kommunale Verbesserungen wie Straßenbeleuchtung, Asphaltierung, Reparaturen und Entsorgung ist die wohl einschneidendste Neuigkeit die Ausweitung der Gewerbegebiete auf der Insel: Zu den bestehenden oder schon ausgewiesenen 190 Hektar sollen weitere 84 hinzukommen. Der Großteil, mit 67 Hektar, auf dem Gemeinde-Gebiet von Santa Eulària.

Inselrats-Präsident Vicent Marí erklärte diese „wichtige Zunahme“ damit, dass die Gewerbe- und Industriezonen (polígonos industriales) seit Jahren ausgelastet sind und die Firmen bereits auf landwirtschaftliche Nutzflächen ausweichen. Das

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