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Montag, August 10, 2020
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Corona-Nasen. Salz-Plus. Corona-Ignorant. Zahlen

Spürnasen gegen Corona

Im Bezug auf Hunde als Corona-Detektoren wurde ein weiterer Erfolg erzielt. Wie IbizaHEUTE bereits online berichtete, gibt es wissenschaftliche Tests, in denen Hunde corona-bedingte Stoffwechsel-Veränderungen im Urin feststellen. Eine Hundetrainerin auf Mallorca sensibilisiert ihre Tiere bereits darauf und sagt, dass sie bei entsprechender Ausbildung COVID-19 zuverlässig schneller erkennen als PCR-Tests.

Auch mit menschlichem Schweiß werden Hunde-Tests durchgeführt.

Nun hat die deutsche Bundeswehr eine Meldung herausgebracht. Sie arbeitet zusammen mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover in einem Forschungsprojekt, bei dem Schäferhunde darauf trainiert werden, eine Infektion mit dem Corona-Virus in Speichelproben zu erkennen. Die Trefferquote liegt demnach momentan bei 80 Prozent. Eine intensive Schulung der Hunde soll diese erhöhen.

Ibizas Salz ist begehrt. Das weiße für die Konservierung und Verfeinerung von Speisen, das dunklere als Streumittel für die Enteisung von Straßen. Foto: Thomas Abholte

Ibizas Salz-Produzenten im Plus

Während Corona vielerorts für Krisen sorgt, verzeichnet der Betreiber der Salinen von Ibiza, Salinera Española, ein gutes Plus. Durch die erhöhte Nachfrage nach Lebensmitteln, vor allem in der Start-Phase der Pandemie mit den Hamsterkäufen, stieg der Absatz bis zum Sommerbeginn bereits um 10.000 Tonnen.

Großer Abnehmer sind nach wie vor die Färöer, die Ibiza-Salz zum Pökeln ihres Kabeljaus nutzen.

Auch der Absatz des Streu-Salzes ist wichtig. Streu-Salz wird in erster Linie aus dem schmutzigeren Bodenbereich der Salinen gewonnen. Es ist an der dunkleren Farbe der Salzberge zu erkennen, die auf dem Weg zum Strand Ses Salines aufgehäuft werden. Für Streu-Salz konnten bereits im vergangenen Jahr England und Schottland als Kunden wiedergewonnen werden. Die Geschäftsbeziehung war 15 Jahre lang unterbrochen. Aufgrund der Schließung der Häfen ist die diesjährige Lieferung jedoch noch nicht erfolgt.

Trotzdem sind die Ibiza-Salzhersteller zufrieden. Dabei sah es für die Ernte dieses Jahres anfangs nicht gut aus. Die Stürme des vergangenen Jahres und schlechtes Wetter zum Jahresbeginn hatten die Becken belastet. Aber inzwischen hat sich das gedreht. Es wird mit einer Ernte von rund 50.000 Tonnen gerechnet.

Unverfroren mit Corona

Der an COVID-19 erkrankte junge Mann, der am 29. Juni von Barcelona nach Ibiza zu einem Junggesellen-Abschied reiste (IbizaHEUTE berichtete online), hat am Sonntag das Hospital Can Misses in Eivissa verlassen. Dort war er zwangsweise in eine bewachte Isolationsstation eingewiesen worden, nachdem die Polizei ihn auf Ibiza ausfindig machte.

Der Mann war am 26. Juni in Barcelona positiv auf Corona getestet worden. Er ignorierte die auferlegte Quarantäne und reiste zum Urlaub auf die Insel. Ein dort am Wochenende durchgeführter zweiter PCR-Test, zehn Tage nach dem ersten, fiel negativ aus. Auch Fünf Personen, die mit dem Mann gereist waren, sind nach erstem Test corona-frei. Sie stehen jedoch weiter unter Beobachtung. Erst wenn ein zweiter Test ergibt, dass sie nicht an COVID-19 erkrankt sind, dürfen sie zurück nach Barcelona.

Gegen den jungen Mann läuft ein Verfahren wegen einer mutmaßlichen Straftat gegen die öffentliche Gesundheit. Die Strafen gehen bei leichten Vergehen bis 3000 Euro und enden, bei sehr schweren Fällen, bei 600.000 Euro.

Corona-Zahlen für Ibiza und Formentera

Auf den Pityusen sind die Zahlen laut Gesundheitsbehörde unverändert. Es bleibt bei 22 aktiv Erkrankten auf Ibiza, Formentera hat keinen erkannten COVID-19-Fall.

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