Erinnerungen einer Schriftstellerin an das Ibiza von 1958

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Ginny G. von Bülow auf der Straßen-Terrasse des alten „Montesol“ bei ihrem Besuch auf Ibiza und bei IbizaHEUTE. Foto: Rüdiger Eichhorn
Unser Chefredakteur Dieter Abholte hat seine Erinnerungen aus den 1968ern an sein Ibiza über vier Folgen geschrieben. Genau zehn Jahre vor ihm war Ginny G. von Bülow zum ersten Mal auf der Insel. Sie wechselte vom Vorzimmer einer konservativen Vorstands-Etage auf das bunte Ibiza. Hier lernte Ginny sie kennen, die Reichen und Schönen, die Künstler und Bilderfälscher, die Hochstapler und Industriebosse. Ibiza veränderte ihr Leben: Ginny von Bülow wurde zur Schriftstellerin. Auf Ibiza entstand das erste Kapitel ihres Buches „Aus dem Leben einer Tagediebin – oder Wen der Hafer sticht“.  Hier ihr Bericht, als sie Ibiza sah – und sich in die Insel verliebte.

Ibiza: Ich komme!

Ibiza 1958 war farbfilmblauer Himmel, war farbfilmblaues Mittelmeer. Jedenfalls aus dem Kabinenfenster der aus Barcelona ankommenden Maschine, die uns während des Fluges mehrfach daran erinnert hatte, dass böse Zungen behaupteten: Jede dritte Maschine würde abstürzen – auch an einem klaren Septembertag über den Balearen.

Das war der Ibiza Flughafen 1958: eine Graspiste, vor der oft bei der Landung die Ziegen vertrieben wurden – und der Pfarrer die Maschinen segnete. Foto: Ginny G. von Bülow

Die Fremde, die es nicht unbedingt gewöhnt ist, auf einem abgegrasten Weideplatz, von dem noch ein paar Ziegen vertrieben werden mussten, zu landen (worunter man heute den Flughafen von Ibiza versteht) entstieg erleichtert, wenn auch schweißgebadet der klapprigen „Aviaco“-Maschine.

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