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Donnerstag, August 13, 2020
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Generelle Maskenpflicht. Qualitäts-Strände. Wege. Schlangen

Maskenpflicht auf den Balearen wird verschärft

Die Balearen haben sich Katalonien angeschlossen und werden die Maskenpflicht verschärfen: Voraussichtlich ab dem kommenden Montag ist der Mund- und Nasenschutz nicht nur in Geschäften und öffentlichen Innenräumen obligatorisch, sondern auch im Freien. Die neue Verordnung soll am morgigen Freitag oder am Samstag offiziell im Amtsblatt veröffentlicht – und damit rechtskräftig – werden. Dann steht auch endgültig fest, ab wann die Pflicht beginnt.

Bislang brauchte man beispielsweise beim Spazieren durch die Stadt keine Maske zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen eingehalten werden konnte. Nun gilt: generell Mindestabstand UND Maske in der Öffentlichkeit.

Ausnahmen gelten nur an den Stränden und in Schwimm-Bädern, für das Konsumieren von Speisen und Getränken sowie während sportlicher Aktivitäten. Auch das Spielen von Blasinstrumenten ist natürlich ohne Maske erlaubt.

Befreit sind Kinder unter sechs Jahren und Personen mit Atembeschwerden oder Krankheiten, die – ärztlich attestiert – kein Tragen von Masken erlauben. Auch für Besucher von Außen-Gastronomie wird es Ausnahmen geben.

Die Missachtung wird mit 100 Euro sanktioniert.

Die Gesundheitsministerin der Balearen, Patricia Gómez, verteidigt die Maßnahme: Allen, Einheimischen und Menschen im Urlaub, muss höchste Sicherheit vor Ansteckung mit dem Corona-Virus garantiert werden. Weltweit beginnen die Zahlen zu steigen, auch durch die wiedererlangte Reisefreiheit und das Vernachlässigen der Schutz-Regeln. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte bereits vor einigen Tagen, dass es zunehmend Indizien dafür gebe, dass das Virus sich auch über mehrere Meter hinweg durch die Luft verbreiten kann.

Der Stadtstrand von Santa Eulària ist nicht nur mit der „Blauen Flagge 2020“ ausgezeichnet, sondern auch mit dem EU-Siegel für die Bademöglichkeit für Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten. Foto: Thomas Abholte

Qualitäts-Auszeichnungen auf Ibiza

Zu einem schönen Urlaub gehören gepflegte Strände. Seit dieser Woche weht die „Blaue Flaggezehn Mal auf Ibiza. Gemeinden und Betriebe, wie Yacht-Häfen, können sich für die internationale Auszeichnung bewerben. Sie bescheinigt Sauberkeit der Strände, hohe Wasserqualität, umweltbewusstes Vorgehen und eine Reihe von Dienstleistungen.

Die Gemeinden Santa Eulària und Sant Joan haben ihre Bewerbungen für 2020 eingereicht. Ausgezeichnet wurden die Cala Llenya, Cala Llonga, Es Figueral, Es Canar, der Stadtstrand Santa Eulària, die Cala de Sant Vicent, Arenal Grand de Portinatx und Benirràs. Auch die beiden Yacht-Häfen Marina Ibiza und Club Nàutic Sant Antoni bewarben sich und bekamen die Flagge. Der Stadtstrand von Santa Eulària ist außerdem per EU-Siegel ausgezeichnet für Barrierefreiheit und Bademöglichkeit für Menschen mit verschiedenen körperlichen Einschränkungen.

Neben der internationalen Flagge gibt es auch die spanische Qualitätsauszeichnung „Q de Calidad“. Sie wird vom Institut für Spanischen Qualitäts-Tourismus (ICTE) vergeben. Alle 24 Strände der Balearen, an denen in diesem Sommer die Q-Flagge weht, befinden sich jedoch auf Mallorca. In der Kategorie Sporthäfen wurde allerdings Ibizas Marina von Sant Antoni ausgezeichnet.

Formenteras Feldwege werden entschlüsselt

Rund 300 romantische und naturbelassene Feldwege gehören auf Formentera zum Kulturerbe. Der Inselrat hat nun ein ehrgeiziges Projekt ausgeschrieben, um dieses Wege-Netz zu katalogisieren.

Ein fünfköpfiges Team, zu dem Juristen und Historiker gehören, soll innerhalb von drei Jahren die Besonderheiten, Geschichte und Besitzverhältnisse dokumentieren.

Für den Feldweg-Katalog stehen 170.000 Euro zur Verfügung. Ein erster Versuch 2012 scheiterte an Personalmangel. Das Team, das nun die Ausschreibung gewinnt, kann aber die damals bereits zusammengetragenen Informationen weiter nutzen.

Madrid soll sich um Ibizas und Formenteras Schlangen kümmern

Die Eindämmung der Schlangenplage auf Ibiza und Formentera gehört zu einem Nationalen Strategie-Plan zur Kontrolle und Ausrottung der eingeschleppten Tiere, vor allem der Hufeisennatter auf Ibiza und der Treppennatter auf Formentera.

Die Regionalregierung der Balearen erinnert die Zentralregierung in Madrid daran, dass der Plan vor zwei Jahren verabschiedet wurde, die Zahl der Schlangen aber weiterhin unkontrollierbar zunimmt.

In vier Jahren sind auf Ibiza über 5000 Exemplare gefangen worden. Der Staat führt aber nicht die vorgesehenen Kontrollen des Im- und Exports von Pflanzen in den Häfen und am Flughafen durch.

Auf Ibiza sind Schlangen durch den Import von Pflanzen eingeschleppt worden. Seitdem vermehren sie sich rapide und gefährden die heimische Fauna.

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