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Samstag, September 19, 2020
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Hippie-Markt. Ibiza-Party Ärger. Raucher-Sorge. Drei Fakten

Ibiza-Hippie-Markt in Es Canar eröffnet

Jetzt hat auch die zweite Hippie-Markt-Legende der Insel wieder auf: Las Dalias begrüßt seine Gäste schon eine ganze Weile am gewohnten Samstag. Jetzt können Insulaner und Urlauber auch wieder den Punta Arabí-Hippiemarkt in Es Canar besuchen – immer mittwochs, so wie es Tradition ist. Mit Live-Musik, Kunsthandwerks-Ständen und gastronomischen Angeboten erfreute sich der Markt bei der gestrigen Wiedereröffnung großen Zulaufs.

Rund 500 Stände boten in den vergangenen Jahren ihre Waren an. In diesem Sommer sind es weniger. Die Corona-Krise macht sich natürlich auch hier bemerkbar. Viele Verkäufer haben diesmal abgesagt. Das Angebot ist aber immer noch groß.

Trotz Mund- und Nasenschutz, Gel und Anprobe-Verboten war die Atmosphäre super, hieß es an den Ständen, die Kleidung, handgenähte Gesichtsmasken, Schmuck, Lederwaren, Tücher und alles, was das Herz begehrt, anbieten. Nach 47 Jahren lässt sich diese Institution so schnell nicht aus der Bahn werfen.

Eine kleine Zauber-Welt für sich – das ist der Hippie-Markt Punta Arabí in Es Canar. Foto: Jon Izeta

Hartnäckiger Ärger um Casa Lola

Kurz nachdem am Montagmorgen ein illegales Fest mit rund 100 Personen in der Casa Lola in Es Cubells von der Polizei aufgelöst wurde, gab es wieder Ärger. Anwohner verständigten die Polizei erneut wegen Lärmbelästigung.

Der Gebäude-Komplex ist seit 2010 ein Wespennest an Problemen. Teile, die ohne Genehmigungen erbaut wurden, müssen abgerissen werden. Die Besitzerin ist wegen Lärmbelästigung, illegaler Vermietung und „heimlicher“ Partys mehrfach angezeigt worden. Ihr drohen laut öffentlichen Informationen Strafen in Höhe von einer halben Million Euro. Prozesse sind anhängig. Dessen ungeachtet gehen die Aktivitäten weiter.

Die Behauptung, das Fest am Montag, wie auch andere, wären nur private Feiern der Familie gewesen, widerlegt ein Video, das ein Polizist nach der Razzia am Montag aufnahm. Ausstattung, Beleuchtung, Lautsprecher, Musikanlage, Bar und Anzahl der Toiletten sind demnach die eines professionellen Clubs. Zwei Türen, die im Ernstfall als Notausgänge dienen müssten, waren hingegen zugeschlossen, erläutert der Beamte, sodass eine Flucht bei den wiederholten und umfangreichen Veranstaltungen hier nicht möglich gewesen wäre.

Das Duell zwischen Eigner und Behörde geht weiter.

Rauchen in der Öffentlichkeit doppelt ungesund

Die Bemühungen um mehr rauchfreie Strände auf Ibiza (IbizaHEUTE berichtete online), sowie die Maskenpflicht in vielen Bereichen der Öffentlichkeit auf den Balearen, machen es den Freunden des Tabaks immer schwerer.

Nun hat die Spanische Gesellschaft für Epidemiologie (SEE) noch einmal dringend gewarnt vor dem Rauchen in Straßenlokalen, Restaurants, an Stränden, bei Open-Air-Veranstaltungen und in Autos.

Der Rauch, der mit der Atemluft ausgestoßen wird, reicht deutlich weiter als der normale Atem und kann Nano-Tröpfchen enthalten. Sollte der Raucher unwissentlich mit dem Corona-Virus infiziert sein, könnte er mehr andere Personen anstecken.

Umgekehrt sind auch die Raucher gefährdet, weil sie häufiger die Maske abnehmen.

Generell arbeitet spanische Regierung derzeit an der Verschärfung des Tabak-Gesetzes und will die Tabaksteuer erhöhen.

Drei Corona-Fakten des Tages

Die Balearen haben ein sehr gutes Recherche-Team, wenn es um Covid-19 Kontakte geht: 162 Corona-Detektive sind derzeit auf den Inseln im Einsatz.  Sie ermitteln durchschnittlich sechs Kontaktpersonen aktiv erkrankter Patienten, damit diese isoliert und einem Test unterzogen werden, um die Kette möglicher Ansteckungen zu unterbrechen. Das sind doppelt so viele Kontakte wie im spanischen Durchschnitt, freut sich die Gesundheitsministerin der Balearen, Patricia Gómez. Weitere sogenannte Corona-Tracer werden derzeit ausgebildet.

Auf Ibiza findet am Freitag, um 20 Uhr, in der Kathedrale Eivissas ein Gedenkgottesdienst für die Corona-Opfer statt. Die Inselhauptstadt schließt sich der Initiative an, die in ganz Spanien am 24. Juli der über 28.000 Toten gedenkt. Auf Ibiza und Formentera sind 13 Todesopfer im Zusammenhang mit dem Virus zu beklagen.

Allerdings ist es im Moment erfreulich ruhig auf unseren Inseln: Auch bis heute Mittag sind keine weiteren Ansteckungen auf den Pityusen verzeichnet. Jedoch auch keine Gesundschreibungen. Somit bleibt es derzeit bei 17 erkannt aktiv Erkrankten.

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