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Sonntag, September 20, 2020
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Hitze. Maas in Spanien. Neue Sozialhilfe. 18.000 Jobs weg

Es wird heiß

Die Temperaturen klettern. Morgen können laut Wettervorhersage auf Ibiza und Formenteraerstmals die 30 Grad Celsius auf dem Thermometer stehen. Eine perfekte Gelegenheit zum Besuch einer der herrlichen und noch recht leeren Buchten.

Maas lobt Spanien

Deutschlands Bundesaußenminister Heiko Maas ist gestern zu einem Kurztreffen in Valenciaeingetroffen. Er ist der erste ausländische Politiker, der Spanien seit Beginn des Alarmzustandes besucht hat.

Im Gespräch mit Spaniens Außenministerin Arancha González Laya lobte er die Maßnahmen, die Spanien im Kampf gegen COVID-19 umgesetzt hat. Er äußerte sich zuversichtlich, dass Urlaube in Spanien unter den bestmöglichen Rahmenbedingungen stattfinden können.

Gleichzeitig appellierte er an die Deutschen, die nach Spanien kommen oder schon hier sind, sich an die strikten Corona-Regeln im Land zu halten, um ihren Teil dazu beizutragen, dass alle entspannt ihre Zeit hier verbringen können und in Europa eine zweite Welle vermieden wird. Tourismus ist in allen Ländern wichtig, aber er birgt auch Risiken.

Über 18.000 Arbeitsplätze bereits verloren

Die Corona-Pandemie hat auf Ibiza und Formentera bereits mehr als 18.000 Arbeitsplätze vernichtet – trotz der Kurzarbeits-Regelung und Arbeitsplatz-Sicherung ERTE.

Nach offiziellen Zahlen waren im Mai 2019 Auf Ibiza 79.187 Menschen als Angestellte beschäftigt. Mai 2020 waren es 61.139 – ein Rückgang um annähernd 23 Prozent. Auf Formentera ist die Zahl noch höher, dort ging die Zahl der Beschäftigten um fast 30 Prozent zurück.

Die Selbstständigen auf den Pityusen reduzierten sich im Mai um zwölf Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Spanisches Mindesteinkommen auch für ausländische Residente

Spanien hat ein Mindesteinkommen eingeführt. Über das Ingreso Mínimo Vital (IMV) können Geringverdiener zwischen 462 und 1015 Euro monatliche Unterstützung vom Staat erhalten. Die Höhe hängt von der im Haushalt lebenden Personenzahl ab.

Empfangs-Berechtigt sind Menschen zwischen 23 und 65 Jahren, die mindestens ein Jahr in Spanien gemeldet wohnen. Für Jüngere oder Ältere werden Ausnahmen gemacht, wenn sie Minderjährige betreuen.

Weitere Voraussetzungen für eine Bewilligung sind unter anderem, dass das aktuelle Einkommen des Haushalts nicht höher als das beantragte Mindesteinkommen sein darf. Das Privatvermögen (wie Ersparnisse und Immobilien) darf das Dreifache des Jahreswertes der Sozialhilfe nicht überschreiten.

Anträge können über die Internetseite der Seguridad Social (www.seg-social.es) gestellt werden. Dort finden Sie auch, direkt auf der Startseite, einen Antrags-Simulator, mit dem Sie klären können, ob Sie berechtigt sind. Der Test erfolgt per Fragebogen und kann beliebig oft wiederholt werden. Fragen sind:

  1. Sind Sie legal seit mindestens einem Jahr in Spanien wohnhaft?
  2. Ob die regionalen und kommunalen Sozialhilfen bereits beantragt wurden.
  3. Sind Mitglieder des Haushaltes arbeitslos?
  4. Wie viele Personen leben im Haushalt?
  5. Ihr Familienstand.
  6. Ob Sie die vergangenen drei Jahre alleine gewohnt haben.
  7. Ihr Alter.
  8. Ihre Vermögenswerte.
  9. Ob Sie Unternehmens-Inhaber sind.

Der Antrag erfolgt mit beidseitig abfotografiertem Ausweis, sowie einer unterschriebenen Erklärung, dass Sie den IMV beantragen möchten. Ausländer müssen den spanischen Registrierungs-Nachweis anhängen. Für den Haushalt die Meldebescheinigung und das Familienbuch. Außerdem die Erklärung der Vermögenswerte. Darüber hinaus können weitere Dokumente wichtig sein, beispielsweise Scheidungsunterlagen.

Das IMV soll bei Anträgen bis zum 15. September gegebenenfalls rückwirkend ab 1. Juni gezahlt werden.

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