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Montag, September 21, 2020
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Hochklassige Ibiza-Hotels. Wach-Schiff. TÜV-Betrug. Corona

Mehr hochklassige Hotels auf Ibiza

Die Touristen-Unterkünfte auf den Balearen haben in den vergangenen 15 Jahren um 20.000 Betten zugenommen. Das geht aus Statistiken der vier Inselräte hervor. Private Ferien-Vermietungen wurden dabei nicht berücksichtigt.

Während Ibiza zwischen 2004 und 2019 1855 Übernachtungsmöglichkeiten einbüßte (80.746 auf 78.891), legte Formentera um 400 zu (7696 auf 8096). Auf der kleinen Pityuse ist die Zahl neuer Ferien-Hotels, auch preisgünstiger, um 75 Prozent gestiegen, viele Apartments und Pensionen schlossen hingegen.

Auf Ibiza verschob sich vor allem die Qualität Richtung Luxus: Die Zahl der 5-Sterne Betten stieg geradezu in den Himmel, von 116 auf 3354. Auch die 4-Sterne Kategorie legte um über 3000 zu, von 34.853 auf 38.042. Die Zahl der Landhotel-Betten (Rural und Agroturismo) hat sich von 241 auf 725 etwa verdreifacht. Deutlich rückgängig ist dagegen das Betten-Angebot der 2-Sterne-Hotels, auch 3-Sterne nahmen ab, ebenso wie Hostals und Apartments für den Urlaub. Camping-Übernachtungsmöglichkeiten verzeichnen im Kontrast dazu ein leichtes Plus von 300 (1298 auf 1598).

Das Tourismus-Gesetz von 2012 hat die Renovierungen von Hotels und anderen Urlaubs-Unterkünften finanziell gefördert. Die Zunahme von hochkarätigen Hotels entspricht dem Wunsch des Inselrats, Ibiza zum stärkeren Ziel für Qualitäts-Tourismus zu machen.

Die „Río Segura“ kreuzt derzeit in den Gewässern der Pityusen. Foto: Guardia Civil

Guardia Civil-Schiff vor Ibiza und Formentera

Das Patrouillen-Schiff „Río Segura“ der Guardia Civil kreuzt seit Montag im Dauereinsatz in den Gewässern von Ibiza und Formentera. Besonders im Bezug auf die erwartete Welle von Flüchtlings-Booten aus Nord-Afrika (IbizaHEUTE berichtete online) soll es das Gebiet überwachen und Immigranten möglichst abfangen, bevor sie die Inseln erreichen. Mehrere hundert kleine Boote, so die spanische Regierung, könnten in den kommenden Tagen aufgrund des ruhigen und klaren Wetters Kurs Richtung Spanien nehmen. Die gesamte spanische Mittelmeer-Küste wird derzeit strenger überwacht. Darüber hinaus gehört der Kampf gegen den Drogenschmuggel über das Meer zu den Primär-Aufgaben des Polizei-Schiffs.

Die „Río Segura“ hat ihren Heimathafen eigentlich auf Gran Canaria, war aber im vergangenen Jahr ebenfalls in den Gewässern der Pityusen stationiert. Sie ist 73 Meter lang und zwölf Meter breit. Ohne nachzutanken kann sie einen Monat auf See bleiben.

Zwei Schlauchboote an Bord dienen dem schnellen Einsatz, etwa beim Abfangen von Flüchtlings-Booten, bei Aktionen in Küstennähe oder dem Verfolgen von Drogen-Schiffen.

Betrug mit ITV-Terminen auf Ibiza

Der Inselrat Ibizas hat einen mutmaßlichen großangelegten Betrug mit ITV-Terminen (spanischer TÜV) bei der Guardia Civil angezeigt. Offensichtlich hat eine Werkstatt in Eivissa hunderte Termine gebucht, die sie dann weiterverkauft hat.

Die monatelange Voranmeldung für einen ITV-Termin ist auf der Insel für normale Kunden gewohntes Leid. Werkstätten können hingegen Sonderkontingente buchen, um die Wagen ihrer Klienten zügig durch die Prüfung zu bringen. Viele lehnen dies aber inzwischen ab, „weil es zu viel Ärger gab“, wie es heißt.

Vier Personen einer Werkstatt, so die Angaben des Inselrats, haben jedoch ein eigenes Geschäftsmodell daraus entwickelt und sich, so der Vorwurf, zahlreiche Termine gesichert, die sie dann illegal anderen Menschen anboten. Überschuss wurde verfallen gelassen. Der Schaden sei immens, denn an manchen Tagen wurden bis zu 100 Termine nicht wahrgenommen, so der Inselrat, ohne dass sie vorher abgesagt wurden und andere hätten einspringen können. Dies sei ein Grund, weshalb die Termine sich so verzögern.

Die mobile ITV-Station, auf dem Messegelände der Insel, schafft in diesem Jahr ein wenig Abhilfe. Aber generell werden alle Kfz-Halter dringend gebeten, Termine, die sie nicht nutzen, abzusagen, damit andere Personen die Lücke wahrnehmen können.

Corona-Nachrichten

Ein Kind, das die Sommerschule Can Raspalls in Sant Josep besuchte, ist am Mittwoch positiv getestet worden. Die Schule wurde bereits vor Tagen desinfiziert, die engsten Mitschüler werden PCR-Tests unterzogen. Die Mutter des Kindes hat sich bereits am Montag als positiv erwiesen, weitere Geschwister und Familienmitglieder sind negativ getestet.

Zusätzlich zu dem Kind sind in den vergangenen 24 Stunden zwei weitere Personen mit leichten Symptomen positiv auf COVID-19 getestet worden. Es gab derweil keine offiziellen Genesungen. Damit steigt die derzeitige Zahl der erkannt aktiv am Corona-Virus Erkrankten auf Ibiza und Formentera auf 27.

Der Bürgermeister von Eivissa, Rafa Ruiz, hat am Mittwoch acht Repräsentanten des Gesundheitswesens auf Ibiza und Formentera Goldmedaillen der Stadt überreicht. Die höchste Auszeichnung gelte den 2137 Angestellten in Krankenhäusern und Gesundheitszentren und ihrem unermüdlichen Einsatz während der Corona-Krise.

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