Ibiza: Anwohner bei Es Vedrà ratlos und verzweifelt
So sieht es auf der Straße zur Cala d’Hort und den Nebenwegen im Sommer aus. Foto: MBA
Über das Problem haben wir in IbizaHEUTE mehrfach berichtet: Beim Sonnenuntergang herrscht im Naturschutzgebiet an der Steilküste gegenüber der magischen Felseninsel Es Vedrà Jahrmarktsrummel, Chaos und Rücksichtslosigkeit: Hunderte oder auch über 1000 Menschen feiern den Sonnenuntergang. Mehr als genervte Anwohner kommen nicht mehr zu ihren Häusern, weil die Zufahret rücksichtslos zugeparkt sind. Tore und Zäune werden gewaltsam geöffnet oder niedergetrampelt. Straßen sind von parkenden Autos so dicht, dass selbst Feuerwehr und Krankenwagen nicht mehr durchkämen. Wenn dann die Sonne im Meer versunken ist bleibt der Müll zurück. Die Polizei scheint machtlos zu sein. Die Anwohner wenden sich mit diesem Hilferuf an die spanische Tagespresse und an IbizaHEUTE:

Gedränge und Verkauf von Cocktails, Masse als Geschäft
Es Vedrà, es bleiben Fragen
Die erste Aufregung ist vorbei, die große Welle hat sich gelegt und das Chaos geht in die nächste Runde.
Stand 30.03.2025
Ein paar Schritte wurden vom Ayuntamiento unternommen – aber leider nichts zu Ende gebracht. So gibt es keine Parkplätze mehr, wie bereits berichtet. Aber die Leute werden jetzt schon jeden Tag mehr, die an es Vedrà wollen. Die Saison steht vor der Tür. Wieder werden Zufahrten blockiert und wild auf Ackerland geparkt. Wo sollen sie auch hin?
Es gibt zur Zeit 30 legale Parkplätze auf der unteren Straße zum Strand. Aber diese Parkplätze werden von den meisten ignoriert, obwohl Schilder den Weg weisen. Die obere Zufahrt zum „Mirador“ hat nun zwar ein sicheres Tor, aber kein Hinweis für ein Halteverbot welches zu beachten ist. Diese Zufahrt ist täglich mit parkenden Autos blockiert und für Anwohner nicht zu benutzen.
Motorradfahrer fühlen sich von einem fehlenden Teil der Absperrung am unteren Tor eingeladen und fahren ohne Rücksicht auf Tier und Natur kreuz und quer durch das Gebiet. Es ist die Brutzeit diverser Vögel und geschützter Arten wie dem Virot Petit oder dem Eleonoren Falke.
Der Zaun um das Privatgrundstück es Mataret/Mirador ist mittlerweile an vielen Stellen zerstört. Die Schilder mit Bitte um Respekt werden mit Fleiß ignoriert und Leute klettern ohne Scham oder Hemmungen am hellen Tag über den Zaun. Wir sollten nicht vergessen, es ist nicht nur ein Privatgrundstück es ist vor allem ein Naturschutzgebiet – ein Naturschutzgebiet ohne Schutz…
Die hauptsächlich benutzte Einfahrt der Anwohner wird weiterhin durch parkende Autos blockiert. Das Tor wurde final bis heute nicht installiert. Aber es wurde sehr amtlich jeweils 1 Schlüssel pro Haus für das nicht vorhandene Tor vor Wochen vergeben. Und wieder können weder Feuerwehr noch Emergencia im Notfall in das Gebiet fahren. Die Anwohner können zeitweise nicht raus- oder reinfahren.
Wie lange will man diesen Zustand den Anwohnern, den Restaurants und den umliegenden Orten noch zumuten? Was ist aus all den Versprechen geworden? Wie sollen die Restaurants am Strand ihre Gäste empfangen? Man fühlt sich schon wieder vergessen.
Denn was am meisten fehlt, ist Kommunikation. Niemand weiß, wie es weitergehen soll, weiß nicht ob etwas oder was geplant ist. Das Ayuntamiento (Rathaus) hüllt sich in Schweigen. Wurde nicht zugesichert, die Polizei käme um zu kontrollieren, Multas in Höhe von 3000,-€ an Falschparker zu verteilen oder den Abschleppdienst zu alarmieren?
Es ist schwer zu glauben, dass dies jemals stattfinden wird, da die Polizei nicht mal kommt wenn man sie um Hilfe bittet…
Die Saison hat begonnen und es gibt wieder keine Lösungen! Nein, es ist sogar viel schlimmer: Es gibt ja jetzt keine Parkplätze mehr! Wo werden die Menschen parken? Ja klar, ja auf unseren Zufahrten und mehr als gefährlich auf den öffentlichen Straßen…
Wenn etwas passiert, wird das Jammern groß sein, lasst uns hoffen, dass keine Menschen zu Schaden kommen!
Soweit der Hilferuf der Anwohner des Gebietes gegenüber von Es Vedrà. Sie werden Abend für Abend mit dem Chaos konfrontiert. Was für die Anwohner übrig bleibt: Ihre rücksichtslos zerstörten Tore zu reparieren und den Müll der Sonnenuntergangs-Gäste wegzuräumen – bis zum nächsten Tag.