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Freitag, September 25, 2020
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Ibiza-Immobilien begehrt. Überschuss. Mehr Tests. Zahlen

Ibiza bleibt Immobilien-Schatzkiste

Die Verbreitung von Home-Office durch die Corona-Krise wirkt sich auf den Immobilien-Marktaus. Laut einiger Experten suchen mehr Wohnungskäufer in Zonen außerhalb von Ballungsräumen. Sie bevorzugen größere Wohnungen mit mehr Grün, da der Weg zum Arbeitsplatz nicht mehr bestimmend ist.

Das stimmt aber nur zum Teil, denn auf den Balearen sei der Bereich der Insel-Hauptstadt von Ibiza unangefochten Preis-Anführer im Bereich der Gebraucht-Immobilien.

Die Preise für Wohnungen aus zweiter Hand sind auf den Balearen im Juli um 0,7 % (Fotocasa) beziehungsweise 0,8 % (Idealista) gestiegen. Laut Fotocasa sind die Balearen mit durchschnittlich 2748 Euro pro Quadratmeter das teuerste Pflaster in ganz Spanien. Die Preise liegen demnach 47 % über dem nationalen Mittel von 1888 Euro.

In der Hauptstadt-Gemeinde von Ibiza, Eivissa, sprengt der Quadratmeter-Preis sogar die 5000-Euro-Hürde und lag im Juli bei 5071 Euro. Auf unserer Insel Gefolgt von Santa Eulàra mit 4416 Euro und Sant Josep mit 4064. Für Sant Antoni wurden 3519 Euro pro Quadratmeter gemeldet – fast schon ein Schnäppchen für Ibiza – aber immer noch weit über dem Mittelwert der Gesamt-Balearen.

Garten oder großer grüner Balkon – das ist bei Immobilien in Zeiten der Lock-Down Gefahr angesagt. Besonders im Bereich der Gemeinde der Inselhauptstadt von Ibiza, wie Talamanca. Foto: Thomas Abholte

Überschuss-Regelung akzeptiert – unter weitem Protest auf Ibiza

Der Staat braucht Geld – auch um die Corona-Krise finanzieren zu können. Die Kommunen und Provinzen Spaniens haben 14 Milliarden Euro Überschuss angespart, an die sie jedoch nicht ohne den Segen der Zentralregierung in Madrid herankommen.

Statt das Gesetz zu ändern, das ihnen den Zugriff auf die Überschüsse verbietet, zeigt sich der Staat kreativ (IbizaHEUTE berichtete online). Er möchte, dass die Rathäuser, Inselräte und Provinzverwaltungen ihm das Geld leihen, damit er es zentral kontrolliert verteilen kann. Im Gegenzug zahlt er in diesem Jahr sowie 2021 fünf Milliarden Euro zurück, den Rest innerhalb von zehn Jahren. Als Schmankerl legt er fünf Milliarden Euro drauf, die aus dem Staatshaushalt kommen sollen. Wer nicht mitmacht, kann das Geld nie verwenden.

Nach vielen gescheiterten Verhandlungen und Protesten – Ibizas Inselratspräsident Vicent Marí sprach im Vorfeld von Erpressung – ist dieser neue Vorschlag am Montag tatsächlich angenommen worden. Auf den letzten Drücker, denn eigentlich war nur bis Ende Juli Zeit.

Der Spanische Verband der Gemeinden und Provinzen (Femp) setzt sich aus 12 Sozialisten (PSOE), 12 Konservativen (PP, Junts per Catalunya und Ciudadanos) und einer Podemos-Stimme zusammen. Podemos enthielt sich, die Konservativen lehnten ab und die PSOE stimmte zu, wobei sie den Vorsitz führt und die Stimme des Vorsitzenden doppelt zählt. Somit gab es knappes grünes Licht für das Finanzierungsmodell des Staates und der Kommunen.

„Für Ibiza bedeutet das in dieser Legislaturperiode 270 Millionen Euro mehr, die die Gemeinden für Nachbarschafts-Politik und nachhaltige Projekte ausgeben können”, sagte der Bürgermister von Eivissa, der Sozialist Rafa Ruiz.

Sein Parteikollege aus Sant Josep, Josep Marí Ribas, bedauert, dass sie sich auf diesen Kompromiss einlassen mussten, um die Ersparnisse verwenden zu können, und nicht das Gesetz zur Haushaltsstabilität geändert wurde. Beide Sozialisten waren anfangs gegen den Vorschlag.

Proteste hagelt es von den konservativen Bürgermeistern und dem Inselrat: „Nicht tolerierbar“, „Raub bleibt Raub“ und „Attacke auf die Autonomie der lokalen Verwaltungen“ lauten einige ihrer Kommentare in Sozialen Netzwerken.

Die Sozialisten erinnern daran, dass das Haushalts-Stabilitäts-Gesetz 2012 von der PP verabschiedet wurde. Nach dem damaligen Finanzminister wird es auch Montoro-Gesetz genannt. Voraus ging allerdings eine Express-Reform des Artikels 135 der Spanischen Verfassung unter dem sozialistischen  Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero 2011.

Beides zielte nach der horrenden Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 darauf ab, gegenüber der EU die Verschuldung der öffentlichen Verwaltung zu bremsen.

Immer mehr Corona-Tests auf den Balearen

Die öffentlichen Krankenhäuser auf den Balearen haben im Juli 35.600 PCR-Test durchgeführt. Das sind 11,6 Prozent mehr als im Juni.

Zusammen mit Blut-Analysen und Antikörper-Schnelltests kamen sie sogar auf rund 40.000 Tests, um COVID-19 aufzuspüren, so das Balearische Ministerium für Gesundheit und Konsum.

Seit Beginn der Pandemie sind 195.117 Tests auf den Balearen analysiert worden.

Corona-Zahlen

In den vergangenen 24 Stunden wurde auf den Pityusen ein weiterer Corona-Fall diagnostiziert. Da es keine Genesung gab, steigt die Zahl der erkannt aktiven Fälle für Ibiza und Formentera heute auf 23.

Auch der Neu-Fall hat nur leichte Symptome. Nach wie vor sind lediglich drei unter „COVID-19“ geführte Personen im Krankenhaus: Einer, der aufgrund eines Motorradunfalls eingeliefert wurde und bei der Untersuchung in der Klinik positiv getestet wurde. Und zwei weitere Personen, die inzwischen negativ eingestuft sind, aber noch im Krankenhaus bleiben – und somit in der Statistik.

Balearenweit verzeichnen wir in den vergangenen 24 Stunden hingegen einen Anstieg von 122 aktiv erkrankten Personen: 128 Neu-Entdeckungen gegen sechs Genesungen. Die Hohe Zahl rührt laut der Gesundheits-Behörde daher, das die Früherkennung deutlich verstärkt wird. Das Team der Corona-Tracer identifiziert demnach inzwischen im Schnitt neun mutmaßlich gefährdete Kontakt-Personen pro erkanntem Fall. Das liegt weit über dem nationalen Schnitt. Jede wird einem PCR-Test unterzogen.

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