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IBIZA Premium Ibiza: „La Datscha-Horst“ ist verstorben

Kunst & Kultur - Premium

Milla und Horst bei einem IbizaHEUTE-Feinschmecker-Treff. Foto: Dieter Abholte

Ein sehr persönlicher Nachruf unseres Chefredakteurs Dieter Abholte

Horst Müller gehörte einfach zur Insel – und die romantische Ferienresidenz „La Datscha“ auch, die er mit seiner Frau Milla viele Jahre führte. Horst, der so verschmitzt lachen konnte, ist tot. Vor ein paar Tagen starb er nach einem Herzinfarkt, bei dem es trotz Notarzt und Klinik keine Überlebenschance gab. Das Ende eines Lebens, das bunt und erfüllt war. Horst, geboren und aufgewachsen in Düsseldorf, kam schon mit Anfang 20 auf die Insel und wusste: Hier gehörst du verrückter Hund hin! Doch erst war eine Kariere in der Möbel-Industrie angesagt, daneben noch eine Galerie, die er mit seiner Frau Milla führte.

Die schöne Ferienresidenz „La Datscha“, die Milla und Horst bauten und viele Jahre führten. Foto: Dieter Abholte

Dann war es so weit: Horst und Milla kamen vom Rhein auf die Insel und bauten ihre Datscha – als Erinnerung an Millas asiatische Heimat. Eine kleine charmante Ferienresidenz, die in den Bewertungen der Internet-Foren regelmäßig mit 5 Sternen bewertet wurde. Ibiza war die neue Heimat von Horst – die Welt sein Zuhause. Er reiste. Vom nördlichen Polarkreis bis zur südlichen Antarktis und so gut wie alles, was dazwischenlag: Asien, Afrika, Australien, Nordamerika, Südamerika, Europa sowieso. Von den 195 Ländern der Welt kannte er weit über 100. Ich war ein paarmal auf unseren Leser-Kreuzfahrten mit ihm unterwegs. Wo Horst war, war Stimmung. Er schaffte es, Leute zum Lachen zu bringen.

Die „Datscha“ im Abendlich. Im Hintergrund das Meer. Foto: La Datscha

Dann kam der neue Lebensabschnitt, knapp 80 war er. Milla und Horst verkauften ihre Datscha und wollten ein ruhigeres Leben führen, was bei Horst und seinem Temperament schwierig war. Er, der Rastlose, suchte erst auf dem spanischen Festland ein neues Zuhause, um dann doch nach wenigen Monaten nach Ibiza zurückzukehren. Die Insel ließ ihn nicht los. Am vergangenen Wochenende starb er. Kurz vorher hatte ich ihn noch zum Essen getroffen – und Horst hatte mir seine Pläne erzählt. Seine umfangreiche Kunstsammlung wollte er in einer kleinen Galerie präsentieren. Es kam nicht mehr dazu.

Am Samstag wird seine Urne vor der Cala Salada, seiner Lieblingsbucht, dem Meer übergeben. So wie er sich gewünscht hatte.

Tschüss, Horst, viele werden dich vermissen. Unsere Gedanken sind bei dir und bei Milla…



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