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Sonntag, Oktober 25, 2020
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Ibiza: Lebensmittel-Spenden. Airport im Müll. Party-Erlass.

Lebensmittel-Sammlung zugunsten von Cáritas.

Die Partei PP von Sant Antoni hat gestern eine Sammlung von Lebensmitteln gestartet. Diese gehen an die Cáritas, die damit wiederum Bedürftigen hilft. Die Schlangen an den Hilfs-Stationen sind in den vergangenen Wochen und Monaten um ein mehrfaches gewachsen.

Noch bis morgen (Mittwoch) können Lebensmittel – vorzugsweise haltbare – und Grundversorgungsgüter in der Parteizentrale abgegeben werden: Von 19.30 bis 20.30 Uhr, in der Calle Bartolomé Vicente Ramón 30, in der Ortschaft Sant Antoni.

Ibizas Flughafen – ab morgen soll dort aufgeräumt werden. Die neuen Lizenzen werden hoffentlich bald aktiviert. Foto: Thomas Abholte

Ibizas Flughafen in der Service-Lücke

Auf der einen Seite bemühen sich die Behörden und Unternehmen, Ibiza als sicheres und attraktives Ziel für Urlaub und Ferien zu etablieren. Auf der anderen wurden offenbar nicht rechtzeitig Maßnahmen getroffen, die Anforderungen daran umzusetzen. Selbst an wichtigen infrastrukturellen Grund-Leistungen hapert es noch.

Derzeit werden Anreisende bei ihrer Ankunft am Flughafen ernüchternd empfangen: Im Außenbereich häuft sich Abfall auf den Tischen, Papierkörbe sind überfüllt, Wachpersonal auf dem Parkplatz fehlt und Pflanzen vertrocknen. Auch im Inneren mangelt es an Sauberkeit.

Touristen, Hoteliers, Taxifahrer und Angestellte, die im Flughafen arbeiten, beschweren sich über diese Fahrlässigkeit. Der Flughafen ist die Visitenkarte der Insel, er vermittelt den ersten Eindruck.

Der Grund für diese Situation: Der Ausnahmezustand durch die Corona-Krise hat verhindert, dass die Lizenzen für Parkplatz, Pflege der Grünanlagen und Reinigung erneuert wurden.

Die verwaltungstechnischen Wege sind lang, das Ende des Notstands, am 21. Juni, reichte nicht, um für diesen Service zu sorgen. Ein Problem, das auch andere Sektoren betrifft, die längst funktionieren sollten – wie Strandkonzessionäre (IbizaHEUTE berichtete online).

Die Flughafengesellschaft AENA sorgt nun ab dem morgigen Mittwoch für eine Großreinigung und lässt mehr Papierkörbe im Ankunftsbereich aufstellen.

Gratis-Hotels auf Ibiza für Gesundheitspersonal

Der Inselrat Ibizas (Consell) unterstützt die private Initiative „Together for healthcare heroes“. Diese will den Helden des Gesundheitswesens in ganz Europa für ihren unermüdlichen Kampf gegen das Corona-Virus danken und ihnen einen Urlaub mit Gratis-Unterkunft ermöglichen.

Auf Ibiza haben sich verschiedene Hotelgruppen und Ferienhäuser angeschlossen und stellen bereits 650 Betten zur Verfügung.

Dekret gegen Fiestas auf Ibiza gefordert

Erwartungsgemäß werden nun auf Ibiza Schritte unternommen, um gegen die Partys in gemieteten Privat-Immobilien rechtlich vorgehen zu können. Während die Behörden in gewerblichen Betrieben unangemeldet prüfen und einschreiten dürfen, ist dies in privaten Gebäuden nicht so einfach möglich (IbizaHEUTE berichtete online).

Ibizas Inselrats-Präsident Vicent Marí traf sich am Montag mit den fünf Bürgermeistern der Insel. Beschlossen wurde, die Balearen-Regierung in Palma de Mallorca um rechtliche Mittel zu ersuchen. Gleichzeitig soll eine Kampagne gestartet werden, um das Bewusstsein zu schärfen, damit die Anwohner solche Feste anzeigen. Ohne Anzeige kann die Ortspolizei derzeit nicht einschreiten.

Palma soll ein Gesetzesdekret erlassen, dass private Ferienvermietungen zu gewerblichen Unternehmen erklärt. Nur dann haben die für Tourismus und Gesundheit zuständigen Behörden die Möglichkeit, direkt gegen die Partys und ihre Veranstalter vorzugehen.

Dekrete müssen im Gegensatz zu Gesetzen nicht vom Landtag abgesegnet werden und greifen daher schneller.

Auch werden die Zulieferfirmen, die für Musik, Catering und Sicherheit sorgen, aufgefordert, die Aufträge abzulehnen, wenn klar ist, dass es sich um gesundheitsgefährdende heimliche Partys handelt. Und die Hausbesitzer werden aufgeklärt, dass sie verantwortlich sind für das, was in ihren vermieteten Immobilien geschieht.

Der kürzliche Ausbruch von COVID-19 in einer Familie auf Ibiza soll, so die aktuellen Erkenntnisse, durch ein Familienmitglied verursacht worden sein, das an einer illegalen Party teilnahm und sich vermutlich dort infiziert hat.

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