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Montag, August 10, 2020
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Ibiza vernetzt. Partys im Visier. Strand-Konzessionen fehlen

Santa Eulària im Blick. Ab kommendem Jahr soll per App geprüft werden können, wie viel am Strand los ist. Foto: Eichhorn

Smarte Insel Ibiza

Ibiza unternimmt weitere Schritte, um interaktiv, modern und smart zu werden. Urlaub vernetzt, sozusagen. Dazu gehört die Aufstellung von Kameras an zunächst sechs Stränden, damit Badegäste sich vor dem Strandbesuch per App informieren können, ob noch Platz ist oder sie eventuell ein anderes Ziel auswählen.

Platja d’en Bossa, Ses Salines, Talamanca, Cala Gració, Benirrás und der Stadt-Strand von Santa Eulària nehmen an dem Pilot-Projekt teil, das im kommenden Sommer funktionieren soll, pünktlich zu den großen Ferien.

Außerdem werden 125 Bus-Haltestellen auf ganz Ibiza mit Sensoren ausgestattet, die den Lärmpegel und die Luftverschmutzung messen. Natürlich wird auch die Ankunft des nächsten Busses angezeigt. Feinstaub – auch des roten Sahara-Sands, der auf Ibiza häufig zu finden ist – und Lärmpegel lassen sich per App auch aus der Ferne ablesen.

Die technologischen Einrichtungen im Rahmen des Smart-Island-Projekts soll die staatliche Firma Red.es durchführen, die zum spanischen Ministerium für Wirtschaft und Digitalisierung gehört. Nach fünf Jahren übernimmt dann der Inselrat (Consell) die Wartung der Infrastrukturen. Das Projekt soll vor Jahresende anlaufen.

Ibizas heimliche Partys im Visier

Der Corona-Ausbruch innerhalb einer Familie (IbizaHEUTE berichtete online) auf Ibiza wäre offenbar zu vermeiden gewesen. Vermutlich hat sich die Familie in Sant Joan mit COVID-19 angesteckt, als ein Familienmitglied eine illegale private Party besuchte.

Unvorsichtigkeit und verantwortungsloses Verhalten sorgen leider jeden Tag für Schlagzeilen in der Presse. Die Polizei geht auf Ibiza jede Nacht gegen heimliche Feste in offiziell geschlossenen Bars vor. In diesen Fällen ist der rechtliche Rahmen gegeben.

Die Partys in privaten Immobilien hingegen spielen sich in einer Grauzone ab. Wenn sich Anwohner über zu laute Musik beschweren, kann die Polizei einschreiten. Aber an sich kann ein Hausbesitzer seine Freunde einladen. Sogar wenn jemand Eintrittsgeld verlangt, sei das nicht illegal, berichtet die Polizei. Es ist eine Gemeindevorschrift nötig, um gegen die Partys vorgehen zu können.

Dass die oftmals in Sozialen Netzwerken angekündigten Partys gegen die aktuell geltenden Sicherheitsbestimmungen verstoßen, liegt auf der Hand: Viele Menschen, die sich nicht kennen, sind viele Stunden lang auf engem Raum zusammen.

Alkoholexzesse, Drogen und Prostitution gehören oft dazu. Nach eventuellen Ansteckungen ist es fast unmöglich die Kontaktpersonen zu ermitteln, dadurch können viele weitere Menschen in Gefahr geraten.

Die Diskotheken und Clubs insistieren, dass eine Lockerung des Öffnungsverbots den heimlichen und unkontrollierten Festen den Wind aus den Segeln nähme. Die Sprecherin der Balearen-Regierungin Palma de Mallorca, Pilar Costa, erklärte, dass das Öffnungs-Verbot zunächst bestehen bliebe, aber nach und nach Veränderungen in Erwägung gezogen würden.

Port de Sant Miquel im „Normal-Modus“. Zurzeit fehlen die Strand-Konzessionen noch. Foto: Eichhorn

Norden Ibizas ohne Konzessionäre

Die Strandkonzessionäre in Sant Joan, im Norden Ibizas, empören sich. Noch immer seien die Lizenzen für Liegen, Strandbuden und Strandwartung, die 2019 ausliefen, nicht verlängert oder erneuert.

An die 70 Arbeitsplätze hängen direkt von diesen Genehmigungen ab. Die Konzessionäre sind zur Zeit auf staatliche Hilfen angewiesen, aber wenn sie sich nicht bald um die Strände kümmern, geht die Saison ganz verloren.

Ohnehin würden weniger Liegen und Sonnenschirme zur Vermietung für Urlauber aufgestellt, um den Sicherheitsabstand zu garantieren.

In der Bucht von Sant Miquel fehlen noch immer die gelben Bojen, die den Bereich der Schwimmervon den motorisierten Wassersportlern trennen. Das könne für Badende Besucher sogar gefährlich sein, warnten die Konzessionäre bei einer Kundgebung am Sonntag im Port de Sant Miquel.

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