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Sonntag, September 20, 2020
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Immobilien stabil. Lagune voll. Stiftung aktiv. Corona-Fakten

Gute Immobilien-Geschäfte auf Ibiza und Formentera

Eine Tagung des Vereins der Immobilien-Besitzer (API) und ein Bericht der Gesellschaft für Immobilienschätzungen „Tinsa“ analysierten den Immobilienmarkt auf den Pityusen.

Eigentum:

Die Preise für Eigentum sind demnach auf Ibiza und Formentera im ersten Quartal des Jahres sogar um 20 Prozent gegenüber 2007 gestiegen, als der Immobilien-Hype seinen Höhepunkt vor Beginn der damaligen Banken-Kriese erlebte. Die Inselhauptstadt-Gemeinde Eivissa sei (wieder) die teuerste der über 100 von Tinsa analysierten Küsten-Regionen. Es folgen im Ranking Sitges und Castelldefels, beide in Katalonien.

Die wirtschaftliche Unsicherheit durch Corona wirkt sich jedoch auf den Kauf von kleinen Wohnungen aus, der zurückging.

Anders sieht es bei Objekten von bis zu zwei Millionen Euro aus. Besonders Deutsche, Italiener und Niederländer suchen auf den Pityusen Rückzugsorte – falls es zu einem weiteren Shut-Down kommen sollte, so die Erklärung auf der Tagung in Platja d’en Bossa.

Mieten:

Die Jahresmieten sind um bis zu 20 Prozent gestiegen, die Mieten für einige Monate seit der Corona-Krise etwas gesunken. Viele Immobilien-Besitzer machen aus ihrer Angst vor Insolvenz der Mieter kein Hehl: Mietwillige, die sich in Kurzarbeit befinden (ERTE), haben schlechte Chancen auf einen Mietvertrag.

Hypotheken:

Extrem gestiegen sind bis Mai die Anträge, Veränderungen und Verlängerungen von Hypotheken. Und zwar um 87 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Viele Familien versuchen, den Verlust des Arbeitsplatzes auf diese Weise zu überbrücken.

Der kleine Natur-Hafen S’Estany des Peix muss derzeit zu viele Boote verkraften. Foto: Rüdiger Eichhorn

Inselrat von Formentera übernimmt Natur-Hafen

Der Inselrat von Formentera übernimmt für 30 Jahre die Verwaltung der Lagune S’Estany des Peix. Ein entsprechendes Abkommen zwischen dem Küstenamt der Balearen-Regierung und der Insel-Verwaltung wurde gestern vorgestellt.

Die Lagune dient seit Urzeiten als natürlicher Hafen – ursprünglich für die Fischer. Doch mit der steigenden Zahl der Anwohner auf der kleinen Insel, und damit einhergehend mehr Freizeit-Booten, wurden zuletzt über 500 gezählt. Das überfordert das ökologische Gleichgewicht am Rande des Naturparks der Salinen.

Um dieses wieder herzustellen sollen 285 Liege-Plätze geschaffen werden: 207 Bojen und 78 schwimmende Pontons. Vorrang haben Boote, die schon vor 2002 hier beheimatet waren.

Die Betonklötze werden vom Meeresboden entfernt. Strand und Lagune gereinigt. Das Projekt wird mit 650.000 Euro aus der Touristen-Steuer finanziert.

Im Naturpark gibt es auch auf anderer Ebene Bewegung: Dort sind keine geschäftlichen Aktivitäten erlaubt. Die Besitzer der vom Consell illegal genannten Charterboot-Anbieter verteidigen sich: das Gebiet sei eine Grauzone, sie zahlen ihre Steuern und seien legal.

IbizaPreservation macht weiter

Die private Stiftung IbizaPreservation macht mit ihren Projekten weiter. Obwohl auch sie finanziell unter der Corona-Krise leidet, will sie die bis Juli 2021 geplanten Umwelt-Projekte beibehalten. Und darüber hinaus, wenn es nach dem Präsidenten  Philip Muelder geht.

211.000 Euro investiert IbizaPreservation in den kommenden zwölf Monaten und hebt die Erfolge 2019 heraus:

Ibiza Produce  –  die Plattform, um die lokale Landwirtschaft zu fördern, ist zur Referenz geworden für Bauern und Produzenten auf Ibiza. Mit 3000 Mitgliedern und Usern der Sozialen Netzwerke in nur einem Jahr.

Plastic Free Ibiza y Formentera – IbizaPreservation und 15 lokale ONGs kümmern sich um die Reduzierung von Einweg-Plastikartikeln, etwa Q-Tipps, Strohhalmen und Plastikgeschirr. 100 Unternehmen auf den Pityusen, darunter die Konzerne Pacha und Palladium, erhielten entsprechende Auszeichnungen für ihre Bemühungen.

Schutz der Seegras-Wiesen – in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Vellmarí auf Formentera konnten 270 Kinder an Ferienlagern teilnehmen, um den ökologischen Wert der Posidonia kennenzulernen.

Nachhaltigkeits-Bericht – IbizaHEUTE berichtete online über die Studie von 2019, die die Bemühungen der Insel um nachhaltige Entwicklung analysiert. Grundlage ist die Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Corona-News

Das Gesundheits-Ministerium der Balearen setzt 40 neue Corona-Tracer ein und verstärkt die Telefonzentralen. Mit zwölf Tracern erhalten Ibiza und Formentera nun auch eigene Recherche-Teams. Bislang wurde von Mallorca aus in Zusammenarbeit mit dem COVID-Koordinationszentrum der Pityusen nach Kontakten von Corona-Patienten gesucht.

400 zusätzliche Personen verstärken die Telefon-Zentralen der Gesundheitszentren auf den vier Inseln.

Die aktuellen Zahlen: Auf Ibiza wurde ein neuer Ausbruch innerhalb eines Familien-Kreises diagnostiziert. Sechs Personen sind betroffen: Drei unmittelbar aus der Familie, eine Freundin und zwei Angestellte. Alle haben nur leichte Symptome und stehen unter Quarantäne. Dagegen konnten vier Corona-Patienten als genesen eingestuft werden, sodass wir auf Ibiza und Formentera zurzeit 18 erkannt aktive Fälle von COVID-19 registrieren.

Balearenweit sind in den vergangenen 24 Stunden 24 Neu-Fälle diagnostiziert und 15 Personen als genesen eingetragen worden. Zurzeit bestehen laut des Gesundheits-Amtes auf allen vier Inseln 165 nachgewiesen aktive Corona-Fälle.

In der vergangenen Woche wurden auf den Balearen neun Ausbrüche festgestellt: Sieben auf Mallorca und je einer auf Ibiza und Menorca. Als Ausbruch werden drei oder mehr Fälle innerhalb einer engen Menschengruppe bewertet – das kann eine Familie sein, beispielsweise aber auch ein Freundes- oder Arbeits-Kreis. 68 Personen steckten sich dabei mit dem Corona-Virus an – dies ermittelte das Team der Corona-Tracer der Inseln. 49 der Infizierten seien asymptomatisch. Fünf mussten mit ernsten Beschwerden ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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