Insel-Pandemiegesetz. Ibiza der Zukunft. Events. Klärwerk

0
944

 

Eigenes Pandemie-Gesetz für die Balearen

Die Balearen haben jetzt ein eigenes Gesetz verabschiedet, dass ihnen autark strenge Maßnahmen bei Pandemien wie Corona erlaubt. Nicht ohne Kritik. Foto: GOIB

Der balearische Landtag hat am Dienstag ein Gesetz verabschiedet, das dem regionalen Gesundheitsministerium weitgehende Befugnisse im Falle von Pandemien gestattet. Es kann beispielsweise die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung einschränken, die Kunden- und Gästezahl in Geschäften und Lokalen reduzieren, bestimmte Aktivitäten unterbinden und die Isolierung von Gruppen anordnen.

Das waren in den vergangenen Monaten Entscheidungen, die in Abstimmung mit der spanischen Zentralregierung in Madrid getroffen oder vom Oberlandesgericht der Balearen bestätigt werden mussten. Damals hat die Regionalregierung ein Dekret erlassen, das brauchte keine Mehrheit im Landtag. Nun ist das Dekret als Gesetz demokratisch abgesegnet.

Die konservative Volkspartei (PP) hatte eingewendet, dass einige Artikel nicht verfassungsmäßig sein könnten, wurde aber abgeschmettert. Besonders umstritten ist die nun verankerte Möglichkeit, ganze Gruppen zu isolieren. Die Generaldirektorin des Gesundheitswesens der Balearen hatte im Sommer 300 aus ganz Spanien angereiste Abiturienten, deren Covid-Ansteckungen eine neue Welle ausgelöst hatten, in Palma in Quarantäne-Hotels gesteckt. Das wurde von vielen Seiten kritisiert, die Generaldirektorin wegen „illegaler Festnahme“ verklagt. Erst die Gerichte haben ihr Recht gegeben. Mit dem neuen Gesetz ist eine solche Maßnahme künftig von vornherein legal.

Aber auch die spanische Regierung hatte Einwände gegen das Gesetz. Sie betrafen Sanktionen und vorbeugende Maßnahmen, wie beispielsweise die Impf-Pflicht für bestimmte Berufsgruppen – etwa Ärzte und medizinisches Personal. Die Regierung in Palma hat sich mit Madrid darauf geeinigt, dass in diesen Punkten die Bestimmungen des Interterritorialen Gesundheitsrats gelten, in dem der spanische Gesundheitsminister und Vertreter aller Autonomen Gemeinschaften entscheiden.

Das Oberlandesgericht in Palma hat derweil die Gültigkeit der Vorlage des Impfpasses beim Einlass in Diskotheken bis zum 8. Dezember verlängert. Auf Mallorca, Ibiza und Formentera gilt das als wirkungsvolle Kontrolle, um Ansteckungen zu vermeiden. Menorca befindet sich bereits in der „Alarm-Phase 0“ und ist damit von der Kontrollpflicht befreit. Die balearen-weite Verlängerung ist allerdings für alle Inseln, außer Mallorca, eine Rand-Notiz. Denn nur dort haben derzeit überhaupt noch Musik-Betriebe geöffnet, die als Diskothek eingestuft sind.

 

Ibiza-Hauptstadt als Technologie-Hotspot

Ganz analog zur oft digitalen Zukunft: Mit Sonne, blauem Himmel und Meer trafen sich die Innovatoren für Ibiza. Foto: GOIB

Ibiza schaut immer intensiver Richtung Zukunfts-Technik: Digitalisierung von Geschäften, öffentlichem Transport und Parkraum, Strand- sowie Ankerplätzen, virtuelle Behörden… Neben dem Natur-, Kulinarik-, Musik-, Sport– und Meer-Erlebnis soll die Insel ein Beispiel dafür werden, was im 21. Jahrhundert möglich ist. Gefühlt erreichen uns ständig Neuigkeiten auf diesem neuen Kurs.

Nun soll die Inselhauptstadt zum Technologie-Knotenpunkt Ibizas und

Sie müssen ein Premium Mitglied sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Anmelden!
Noch kein Mitglied? Werden Sie Premium-Mitglied bei uns!

 

Klärwerk modernisiert

Das Klärwerk von Sant Josep soll nun wieder die EU-Vorgaben erfüllen. Foto: GOIB

Abwasser ist ein Dauerthema auf der Insel. Vielerorts sind die Anlagen nicht mehr zeitgemäß und der steigenden Zahl von Menschen nicht gewachsen. Vier Monate und 106.000 Euro haben die Arbeiten am Klärwerk in Sant Josep gekostet. Nun soll es wieder europäischen Standards entsprechen. Die biologische Aufbereitung des Abwassers des Ortes durch verbesserte Belüftung der Anlage und der Austausch abgenutzter Teile gehörten zu den Arbeiten, welche die Wasseragentur der Balearen (Abaqua) durchführte.

Das Klärwerk ist 1994 gebaut und 2014 umgestaltet sowie modernisiert worden. Es war ursprünglich auf 345 Kubikmeter pro Tag und 1400 Personen berechnet.

 

Der Weg nach Sant Josep lohnt sich, es wird viel geboten im November

Unter anderem wartet leidenschaftlicher Flamenco auf Sie, bei „Lorca Poeta Flamenco“. Foto: Timo Núñez

Mit dem neuen „Auditori Caló de S’Olí“ in Cala de Bou hat die Gemeinde Sant Josep ihr kulturelles Angebot stark ausgeweitet. Das freut alle Menschen auf der Insel, auch die anderer Gemeinden. Denn die Entfernungen auf ganz Ibiza sind bekanntlich nicht weit.

Am 7. November finden bei der sonntäglichen Veranstaltung „Fun and Trucks“, die um 12 Uhr öffnet, zwei Konzerte statt:

Sie müssen ein Premium Mitglied sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Anmelden!
Noch kein Mitglied? Werden Sie Premium-Mitglied bei uns!