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IBIZA Premium Kampf den Schlangen. Wärmster Tag. TÜV. Immigranten-Boote

Große Initiative imKampf gegen die auf Ibiza eingeschleppten Schlangen

Handzahm und zutraulich sind die Eidechsen auf Ibiza, das wird ihnen bei den Schlangen zum Verhängnis. Fotos: Rüdiger Eichhorn


Momentan halten die Schlangen auf Ibiza Winterschlaf. Das nutzen Umwelt-Organisationen der Insel aus, um eine große Kampagne im Frühjahr gegen die Reptilien vorzubereiten. Und das ist bitter nötig. Obwohl die vom Festland mit Olivenbäumen ungewollt eingeschleppten Schlangen keine ernsthafte Gefahr für Menschen sind, gefährden sie diverse Tiere der Insel – insbesondere Eidechsen, Geckos und Vögel.
Die Hufeisen- und Treppen-Nattern haben sich auf Ibiza und Formentera seit 2003 so ausgebreitet, dass sie eine Bedrohung für die einheimische Fauna darstellen, vor allem für die „Pityusische Eidechse“ (Podarcis pityusensis). Die schönsten türkisblauen Exemplare der Eidechsen sieht man kaum noch, auch die kleinen braunen oder grünen huschen nur noch vereinzelt durch die Gräser. Sie sind vor allem die Beute der Schlangen.

Die OrganisationenAmics de la Terra Eivissa“, „Gen-Gob“, „Institut d’Estudis Eivissencs“ und „Prou! Pitiusas en Acción“ haben sich zur Plattform „SOS Salvem Sa Sargantana Pitiüsa“ (SOS, Rettet die Pityusische Eidechse) zusammengeschlossen. Sie wollen mit dem Inselrat, den Rathäusern der fünf Gemeinden und dem Balearischen Konsortium zur Erholung der Fauna (Cofib) das gemeinsame Vorgehen absprechen.
In erster Linie geht es darum, Fallen da aufzustellen, wo Schlangen gesichtet wurden. Das sind hauptsächlich die Gemeinden Santa Eulària und Sant Joan. Aber auch der Rest der Insel ist betroffen. Diese Fallen werden in den landwirtschaftlichen Genossenschaften (Cooperativas) gegen eine Kaution ausgeteilt und sind recht aufwändig zu handhaben, da eine lebendige Maus als Köder dient. Die Maus darf aber nicht leiden und muss mit ausreichend Futter und Wasser versorgt werden. Sie ist auch durch Abtrennung vor den Schlangen sicher – wird also nicht „geopfert“.

Die blaue Eidechse ist sehr selten geworden – und auch die Zahl der anderen Eidechsen nimmt stark ab. Foto: Govern


Deshalb sucht die Plattform Freiwillige, die von April bis Oktober Fallen aufstellen und sich zwei- bis dreimal pro Woche darum kümmern: Gefangene Schlangen werden eingesammelt, die Mäuse versorgt. Zusätzlich werden Mäusezüchter und Menschen zur endgültigen Beseitigung der Schlangen gesucht.
Die Plattform „SOS Salvem Sa Sargantana Pitiüsa“ informiert und hilft den Freiwilligen. Ziel ist, auf den Inseln eine flächendeckende Beteiligung von Helfern zu finden, um die Schlangen zu beseitigen, die nicht auf die Inseln gehören. Schon seit der Antike war Ibiza bei Puniern, Karthagern, Römern und Arabern berühmt dafür, dass es keine Schlangen und anderes giftiges Getier gab. Für die Menschen der Antike war Ibiza aus diesem Grund eine „heilige Insel“. Viele trugen die rote Erde der „ungiftigen Insel“ in Amuletten als Halsschmuck. Doch dann kamen die Olivenbäume vom Festland, in denen sich die Schlangen versteckt hatten. Und auf Ibiza gab es keine natürlichen Feinde wie auf dem Festland zum Beispiel die Greifvögel.
Die Informationen und das Formular für Freiwillige auf Spanisch gibt es unter: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSerzbcqqcJtZbBTP5hIc0FPLvz1Xg_LO4rZV2QlpeSsHRuu_g/formResponse

Wärmster Januar – den es je auf Ibiza und Formentera gab

Die letzten Tage im Januar waren so warm, dass schon die ersten Sonnenhungrigen am Strand lagen. Foto: Rüdiger Eichhorn


Wir haben die milden Temperaturen und warme Mittagssonne in der zweiten Januar-Hälfte gespürt, nun bestätigen Zahlen das Gefühl: Es gab Ende Januar wahre Wärme-Rekorde auf den Pityusen. Die höchste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Foto: Consell

Die TÜV-Station in Santa Gertrudis hat neue Geräte angeschafft und installiert, ohne dass die technischen Untersuchungen unterbrochen werden mussten. Auf der Spur 2 wurde eine neue Anlage zur Messung der Bremskraft aufgestellt und auf der Spur 4 Technik zur Überprüfung von Ausbuchtungen und Schlagschäden an den Achsen.
Die Modernisierung der TÜV-Station schreitet auch anderswo voran. Im November wurden zwei 7,4 Kilowatt-Auflade-Stationen für Elektro-Autos aufgestellt – und schon im September sind Solar-Paneele installiert worden.

Das erste Immigranten-Boot des Jahres mit 16 Algeriern auf Ibiza angelandet

Das in den vergangenen Tagen wieder ruhige Meer – nach den Stürmen – begünstigte die Fahrt der Immigranten von Algerien bis auf die 1000 Kilometer entfernten Pityusen. Auf dem Foto der Leuchtturm von Formentera, davor nur das weite Meer bis Algerien. Foro:REüdiger Eichhorn


In tiefdunkler Nacht, morgens um 3 Uhr, machten die empfindlichen Radargeräte der Küstenwache vor der Calla Vadella im Westen Ibizas ein kleines Boot aus. Es landete in der Nähe des Strandes an. Die Guardia Civil hatte ihren Einsatz. Sie müssen sich anmelden, um diesen Inhalt zu sehen. Sie besitzen noch keinen Zugang? Dann hier jetzt günstig buchen!

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