Katastrophe verhindert. Corona. Top-Wein. Ibiza-Flohmarkt

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Größte Katastrophe für die Arbeitnehmer im letzten Moment verhindert

Die letzten Tage des Septembers waren ein kaum zu ertragender Nervenkrieg für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und den Staat: Mit dem 1. Oktober hat Spanien, damit auch und besonders die Balearen, Ibiza und Formentera auf zwei Ebenen eine unvergleichliche ArbeitsNotlage gedroht.

Erstens wäre die subventionierte Kurzarbeit oder Freistellung (ERTE) zum 1. Oktober ausgelaufen. Und zweitens wird Ende September vielen der Saisonarbeiter vorzeitig gekündigt. Die meisten von ihnen haben SaisonVerträge, „fijos discontinuos“, die während des Winters ohne aktive Arbeit mit einer besonderen staatlichen UnterstützungsRegelung weiter laufen. Das setzt jedoch im Allgemeinen eine Beschäftigung bis Ende Oktober voraus. Aufgrund des KundenMangels schließen die meisten Betriebe aber bereits jetzt.

Nur zwei Tage vor dem alles entscheidenden Monatswechsel ist endlich der Durchbruch gelungen: Die spanische Regierung hat am heutigen Dienstag die ERTEVerlängerung bis Ende Januar beschlossen. Diese Rettung in letzter Minute für Hunderttausende von Firmen und Millionen Beschäftigte in Spanien wurde möglich, nachdem die Regierung auch das Hotel– und GaststättenGewerbe sowie den Einzelhandel vollständig in die erweiterten Maßnahmen aufnahm.

Das ist gerade für die Balearen wichtig und geschieht durch die neue Kategorie der „ERTE wegen Einschränkung der Aktivität“. Zum Beispiel, wenn Behörden die Öffnungszeiten oder zulässige Publikumszahl reduzieren und dadurch Geschäftsverluste entstehen.

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes CEOE, Antonio Garamendi, hatte seine Zustimmung zur Verlängerung der ERTE davon abhängig gemacht, dass die 320.000 Unternehmen und 1,5 Millionen Beschäftigten im Hotel- und Gaststätten-Bereich Spaniens abgesichert werden.

Für die Balearen besonders wichtig ist jedoch auch die außerordentliche Arbeitslosenhilfe für die 80.000 „fijos discontinuos“-Beschäftigten, die dauerhaft mit SaisonAktivitätsVerträgen im TourismusSektor angestellt sind, informierte der balearische Arbeitsminister Iago Negueruela.

Die „fijos discontinuos“ sind in Spanien vor allem im GaststättenGewerbe üblich, auf den Balearen machen sie 60 Prozent der Belegschaft aus. Aber auch Einzelhandel, Hotels und Transport nutzen die kostengünstigen Verträge, die sie nur während der Saison in die ZahlungsPflicht nehmen.

Viele dieser urlaubsorientierten Betriebe schließen mit dem endgültigen Ende der komplizierten Saison bereits ab dem 1. Oktober und verlassen auch die ERTE, denn die Unternehmer könnten selbst den reduzierten KostenAnteil für ihre ERTE-Mitarbeiter, der für sie nach der Subvention durch den Staat bleibt, nicht tragen, so Negueruela. Ihre SaisonArbeiter, die noch in Beschäftigung standen, sind zum Großteil ab Donnerstag ebenfalls ohne Arbeit. Meist auch, ohne die nötigen AktivitätsMonate zu erreichen. Um das abzufangen, erhalten sie nun vom Staat bis Januar eine außerordentliche Arbeitslosenhilfe, die keine Auswirkungen auf die Berechnung des Arbeitslosengeldes hat und 70 Prozent der Bezüge ausmacht.

Zumindest bis zum Beginn des kommenden Jahres erhalten sowohl Angestellte in ERTE aller Branchen als auch vorzeitig aus der Aktivität genommene Vertrags-Inhaber der „fijos discontinuos“ also staatliche Unterstützungen.

Corona-Nachrichten

Während auf den Balearen die CoronaFälle an Schulen zurückgehen, haben sie auf Ibiza zugenommen. Sie sind in der vergangenen Woche auf Ibiza von zwei auf 27 gestiegen, auf Formentera ist jetzt auch ein Fall verzeichnet.
Seit Schulbeginn sind bis Montag 75 Schüler auf Ibiza und einer auf Formentera positiv getestet worden. Kein Kind muss im Krankenhaus behandelt werden. Sechs Lehrer haben sich infiziert, zitiert die Zeitung „Diario de Ibiza“ die Regierungssprecherin der Balearen, Pilar Costa.

Die Corona-Zahlen von heute – die Gesundheitsbehörde der Balearen meldet für die vergangenen 24 Stunden:

Balearenweit sind 66 staatlich durchgeführte PCR-Tests positiv ausgefallen. Zwei Patienten verstarben im Zusammenhang mit Corona. 286 Patienten konnten seit gestern als genesen eingestuft werden.

Auf Ibiza wurden 27 positive PCR-Tests gemeldet. 710 Infizierte befinden sich in häuslicher Quarantäne (17 weniger als gestern). Dazu kommen 49 in den Kliniken (vier weniger als gestern), drei von ihnen liegen auf den IntensivStationen. Gestern waren es fünf. Bereits am Freitag, jedoch erst heute vermeldet, verstarb auf Ibiza eine 91-jährige Frau während ihrer COVID-19 Erkrankung. Sie litt unter altersbedingten Vorbelastungen.

Formentera hat fünf positive PCR-Tests gemeldet. Dort befinden sich weiterhin 16 Infizierte in HeimIsolation.

So sind heute 775 aktiv infizierte Personen auf unseren beiden Inseln gemeldet, 21 weniger als gestern.

Pralle Trauben versprechen einen herausragenden Wein-Jahrgang auf Ibiza und Formentera. Foto: Rüdiger Eichhorn

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