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Donnerstag, Juli 9, 2020
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Kaum Quarantäne, Ses Salines gesperrt, Mandel-Sorge

Ibiza: Nur zehn Passagiere in Reise-Quarantäne

Die Zahl der Reisenden steigt wieder. Am vergangenen Freitag kamen 326 Passagiere auf Ibiza an.

Extrem gering bleibt aber die Zahl derer, die in die Quarantäne-Regel fallen. Lediglich zehn Personen sind seit Einführung der 14-tägigen Isolationspflicht auf Ibiza durch diesen Prozess gegangen.

Die Quarantäne-Pflicht soll ab dem 21. Juni generell aufgehoben werden, parallel mit der Beendigung des Alarmzustandes und der Öffnung der Grenzen für den EU-/Schengen-Raum. Ab dann sind auch wieder Urlaubs-/Freizeitreisen aus dem Schengen-Raum nach ganz Spanien – auch auf die Inseln erlaubt.

Foto: Rüdiger Eichhorn

Zufahrtsbeschränkung nach Ses Salines

Die Platja des ses Salines gehört zu den beliebtesten Stränden der gesamten Insel. Entsprechend hoch war in den vergangenen Jahren das Verkehrsaufkommen dort. Besonders die sogenannten Wild-Parker haben für Konflikte gesorgt. Das gesamte SalinenGebiet steht unter Naturschutz.

Es gab bereits Sperrungen zum Nachbarstrand Es Cavallet. Zukünftig soll das auch bei Ses Salines so sein. Weitere Randbereiche der Straßen, die unbefugt als Parkplätze genutzt wurden, werden unbefahrbar gemacht, die Zufahrt am Kreisel vor den Bezahl-Parkplätzen wird außerdem künftig von Personal überwacht. Wenn die Parkplätze voll sind, werden neue Besucher zurückgeschickt.

Geplant sind Ausweichparkplätze auf dem Weg zu den Salinen mit Shuttlebus-Service. Benirràsund die Cala Comte werden auf diese Weise bereits organisiert. Die Inselregierung arbeitet außerdem am Ausbau der „Verbundenen Strände“, in dem mehr und mehr Buchten der Insel bequem per Bus erreichbar sein sollen.

Das Salines-Projekt war bereits im vergangenen Jahr in Planung. Eine diesjährige Umsetzung wäre laut Amt möglich, wird aber davon abhängig gemacht, wie der Tourismus sich in diesem Jahr entwickelt und ob es eine Notwendigkeit dazu geben wird.

Foto: Thomas Abholte

Gute Ernte in Sicht, Mandeln in Gefahr

Der Agrar-Verband von Sant Antoni stellt zum Beginn der Getreide-Erntezeit eine positive Prognose: Rund 169 Tonnen Weizen, Hafer und Gerste könnten dieses Jahr eingefahren werden, so der Verbands-Leiter Juan Antonio Prats – eine Steigerung um knapp 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders Weizen gedeiht gut, hier verdoppelt sich die Erntemenge aller Voraussicht nach, nachdem es bereits im Vorjahr eine fast 60-prozentige Steigerung gab.

Sorge bereiten den Bauern die Wild-Tauben, die scharenweise über die Felder herfallen und sich zur ernsten Plage entwickelt haben. Sie sind für teilweise empfindliche Einbußen verantwortlich.

Auch Johannisbrot gedeiht dieses Jahr prächtig. Es wird überwiegend als Viehfutter genutzt, findet inzwischen aber immer öfter auch wieder Verwendung in den Lebensmitteln der Insel, wie es lange Tradition war. So gibt es unter anderem Schokolade und Bier aus Johannisbrot. In einem Neuprojekt soll auch die Herstellung von Wodka daraus getestet werden.

Mandeln sind hingegen problematisch: Viele Bäume seien sehr alt und bilden kaum noch Früchte. Es gibt bereits verschiedene Rettungsprojekte, in denen junge Bäume nachgepflanzt und Mandel-Haine bewässert werden sollen, um diesen historischen Landwirtschafts-Zweig zu erhalten. Und nicht zuletzt ist die Mandelblüte auf Ibiza berühmt. Sie zieht die Einheimischen ebenso an wie Touristen, die extra dafür zwischen Januar und März anreisen, wenn die Insel in Weiß und zart-rosa erstrahlt.

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