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Donnerstag, August 13, 2020
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Meeres-Schildkröten auf Ibiza. Flüge. Masken-Erlass. Kritik

Meeres-Schildkröten entwickeln sich prächtig

Ein Jahr ist es her, dass die Presse freudig über mehrere Meeres-Schildkröten berichten konnte, die auf Ibiza und Formentera an die Strände kamen, um dort ihre Eier abzulegen.

18 geschlüpfte Exemplare von Ibiza der Caretta caretta (Unechte Karettschildkröte) wurden im ozeanografischen Institut von Valencia gehegt und gepflegt. Jetzt kehren sie zur Auswilderung auf die Insel zurück.

Die Tiere werden an einem Strand Ibizas freigelassen, damit sie nach ihrer Geschlechtsreife hierher zurückkehren, um wiederum ihre Eier abzulegen. So sollen die Bestände der stark gefährdeten Tiere gestärkt werden.

Die Aufzucht-Projekte in Spanien haben ergeben, dass rund 90 % der Tiere, die ein Jahr lang aufgezogen und dann erst in die Freiheit entlassen werden, überleben. Ohne menschliche Hilfe sei es nur ein Exemplar von 1000.

1533 Flüge am Wochenende

An diesem Wochenende – Freitag bis Sonntag – werden auf den Balearen 1533 Flüge abgefertigt, 957 davon verkehren international. Das gibt die Flughafen-Gesellschaft AENA bekannt.

385 Flieger sind es auf Ibiza. Heute (Samstag) landen hier 65 Flugzeuge, 64 starten wieder. Morgen sind 66 Landungen und 69 Starts angekündigt.

Landeanflug auf Ibiza. Foto: Thomas Abholte

Neue Maskenpflicht auf dem Prüfstand

Die neue Maskenpflicht (IbizaHEUTE berichtete online), die eigentlich ab Montag in Kraft treten soll, entwickelt sich zum Nerven-Krieg. Geschäfts-Vereinigungen und Tourismusbetriebe schlagen Alarm. Seit der Ankündigung häufen sich Reise-Stornierungen – und auch in den sozialen Netzwerken von IbizaHEUTE haben zahlreiche User geschrieben, dass sie unter solchen Umständen auf einen Inselbesuch lieber verzichten. Die sowieso schon schwache Saison würde mit der strengen Neu-Regelung noch weiter belastet werden.

Der endgültige Beschluss über die fast permanente Maskenpflicht sollte eigentlich gestern oder heute in allen Details im Amtsblatt veröffentlicht werden und Montag in Kraft treten. Nun scheint es, als werde er nochmals geprüft und möglicherweise überarbeitet, damit würde sich auch das Inkrafttreten verzögern.

Wir berichten, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

Wie ernst wird Corona genommen?

Auf der einen Seite werden strenge Vorschriften erlassen. Auf der anderen Seite werden viele nicht eingehalten. Besonders kritisch scheint das Thema der Fähren, die Ibiza mit dem Festland verbinden. IbizaHEUTE veröffentlichte bereits den Erlebnisbericht einer Reisenden, die von Ibiza aufs Festland reiste. Maskenpflicht wurde nicht ernst genommen, das Reise-Gesundheitsformular nicht eingesammelt.

Auch ein IbizaHEUTE-Leser-Pärchen berichtete uns Vergleichbares von seiner Anreise aus Barcelona. Und unser Leser Werner L. berichtete uns das Folgende:

„Meine Frau und ich kamen am 3. Juli mit der Baleària Schnell-Fähre von Dénia nach Ibiza. Abfahrt 17 Uhr, Ankunft 19.30 Uhr.

Wir sind von Bielefeld 2000 Kilometer gefahren, um der Enge auf einem deutschen Flughafen und im Flugzeug zu entgehen. Was wir dann auf der sehr vollen Fähre erlebten, konnten wir kaum glauben:

Bei der Abfahrt gab es eine Durchsage auf Spanisch mit der Bitte, Mund- Nasenmasken zu tragen. Tatsächlich trugen dann ca. zwei Drittel der Passagiere die Masken korrekt, ein Drittel tat das nicht. Es trug die Masken schlampig, Nase frei, oder überhaupt nicht. Auf dem zweiten Deck, wo wir saßen, war die Bar geöffnet, auch für alkoholische Getränke. Es gab längere Schlangen ohne Sicherheitsabstand, auch hier vielfach ohne Masken. Eine Gruppe von circa acht jüngeren Passagieren, 25-35 Jahre alt, war stehend und alkoholtrinkend, alle ohne Masken, lautstark eine Stunde lang bester Laune.

Dass viele Touristen zu dumm sind die Corona Regeln zu verstehen und einzuhalten, erwarten wir leider. Dass aber die Besatzung der Baleària Stundenlang nicht eingreift, im Grunde gar nicht präsent ist, absolut nichts tut, die Passagiere auf ihre Pflichten hinzuweisen und Party-Verhalten zu verhindern, hätten wir uns im Traum nicht vorstellen können.

Dass die Baleària nach Monaten des strengsten Shut-Down  in Spanien derart fahrlässig ihre Pflichten nicht erfüllt ist ein Skandal. Wenn sich auf einer dieser Fähren ein Corona-Hotspot entwickelt, womit wir nach dieser Erfahrung stark rechnen, ist Baleària entscheidend mit verantwortlich und sollte zur Rechenschaft gezogen werden.

Ein solches Maß an Ignoranz eines bedeutenden Touristik-Unternehmens in dem Land, das extrem unter Corona gelitten hat und vorsichtig sein muss, ist einfach unfassbar.“

Leser berichten auch von belebten Plätzen der Insel, an denen Betriebe und Menschen den Eindruck machten, als hätten sie Corona vergessen. Das ist kein Ibiza-Phänomen, das passiert an vielen Orten auf der Welt. Aber es betrifft uns hier eben ganz unmittelbar.

Eine spanienweite Studie ergab außerdem, dass die Balearen an Platz zwei der Landes-Regionen mit der höchsten Zahl an Masken-Ignoranten steht.

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