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Donnerstag, August 13, 2020
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Mehr auf Ibiza: Vernetzung. Schildkröten. Plastik. Fälle

Bald online: Die Cala d’Hort. Foto: Rüdiger Eichhorn

Ibiza wird zum digitalen Info-Hotspot

Ibizas Inselrat nimmt den Smart-Island-Anspruch ernst. IbizaHEUTE hat online schon über einzelne Vorhaben berichtet. Nun liegt das gesamte Projekt „Eivissa. Destino Turístico Inteligente“ (DTI) vor. Ziel ist es, Behörden, (Wahl-)Insulanern und Urlaubern möglichst umfassend Informationen bereitzustellen. Von der Belegung der Strände und Parkplätze bis zur Ankunft des nächsten Busses und der Luft-/Wasserqualität.

Investiert werden in Ibiza als intelligent vernetztes Ziel für den Urlaub und smarte Insel sechs Millionen Euro. Die Ausschreibung soll bis Ende des Jahres erfolgt sein, im Frühjahr 2021 wird dann, so die Planung, der Informationsfluss starten.

Die Punkte des Projektes:

Strände:

52 Kameras sollen anonyme Daten von 34 Stränden liefern, um deren Belegung zu zeigen. Im Fall von massivem Andrang oder drohender Überfüllung kann die Behörde dann auch die Zufahrt zu den Buchten einschränken.

Diese Strände sind:  Aigües Blanques, Cala Llenya, Cala Martina, Cala des Jondal, Cala Llonga, Cala de Sant Vicent, Cala d’Hort, Cala Vedella, Cala Tarida, Cala Molí, Cala Bassa, Cala Salada, Cala Saladeta, Benirràs, Cala Gració, Cala Xarraca, Es Cavallet, Es Figueral, Es Bol Nou, Es Canar, Platges de Comte, Platja des Pouet, Platja d’en Bossa, Port de Sant Miquel, Ses Salines, Stadtstrand Santa Eulària, S’Arenal de Sant Antoni, S’Arenal Gros de Portinatx, S’Arenal Petit de Portinatx, Ses Figueretes und Talamanca.

Parken:

Auch acht Parkplätze werden mit Kameras ausgestattet, um die Zahl der freien Spots zu liefern: In Eivissa an den Multicines, in Cas Dominguets und Es Gorg. In Sant Antoni in der Cala Salada und Ses Variades. In Santa Eulària in der Tiefgarage und am Gesundheitszentrum. In der Gemeinde Sant Joan wird der Parkplatz der Cala Benirràs abgedeckt.

Verkehr:

Busse werden per GPS verfolgt, die genaue Ankunft erscheint auf digitalen Anzeigen an den Haltestellen. Bereits unabhängig des Zukunftsplanes real: Insel-Taxiruf, Parken in der Insel-Hauptstadt und City-Bikes – alles per eigener App.

Meer:

Dem Umweltschutz dienen fünf Bojen, die Aufschluss über die Wasserqualität geben: vor Illots de Ponent, Porroig, Ses Salines, Tagomago und Portinatx.

Luft und Lärm:

250 Sensoren messen Lärmpegel und Luftverschmutzung auf der Insel. Sie werden an 160 mit Solar betriebenen Anzeigetafeln an Bushaltestellen installiert, an den Strand-Kameras und in den Städten Ibizas.

Feuer:

Vier Kameras zur Früherkennung von Waldbränden sollen von den Hügeln Puig des Camp Vell, Sa Talaia de Sant Joan, Sa Talaia de Sant Josep und Sa Talaia de Sant Llorenç aus praktisch die gesamte Insel im Blick haben.

Voraussichtlich werden viele der Informationen für Einheimische, Ferien-Gäste und alle anderen Insel-Fans auf den Internetseiten der Inselregierung und der Rathäuser sowie über Apps abrufbar sein.

In der Cala Nova legte die Unechte Karettschildkröte ihre Eier ab. Foto: Rüdiger Eichhorn

Wieder Ei-Ablage von einer Meeres-Schildkröte auf Ibiza

Gerade erst berichteten wir bei IbizaHEUTE über die Auswilderung von Meeres-Schildkröten. Die Eier, aus denen sie schlüpften, wurden vor einem Jahr von den Muttertieren auf Ibiza gelegt.

In der Nacht zum Dienstag kam nun erneut eine Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) an Land. In der Cala Nova, im Nordosten Ibizas, vergrub sie 100 Eier im Sand.

An den Strand gerufene Umweltbeamte sperrten die Zone ab. Die Eier wurden ausgegraben und in die Salinen sowie nach Mallorca gebracht. Die Überlebenschancen der Tiere in der Natur sind gering, bei der anfänglichen Aufzucht unter menschlicher Obhut hingegen kommen 90 Prozent durch.

Die Karettschildkröten sind gefährdet. Viele verenden an Plastik, das sie mit ihrer Haupt-Nahrung verwechseln, nämlich Quallen.

Wer eine Meeres-Schildkröte bei der Eiablage am Strand sieht, soll Abstand halten und den Notruf 112 verständigen.

Kunststoff-Abfall nimmt aufgrund von Corona deutlich zu

Die Umweltorganisation Plastic Free Ibiza y Formentera bedauert, dass durch die Corona-Krise die Benutzung von Einweg-Plastik-Produkten wieder zunimmt. Einerseits betrifft dies den normalen Konsumbereich, in dem zurzeit lieber weggeworfen wird als wieder-verwertet. Außerdem steigen die Mengen der eingeschweißten Waren und  kleinen Portions-Päckchen. Andererseits landen viele der aus hygienischen Gründen verwendeten Masken, Gummihandschuhe und Schutzanzüge im Müll.

Auf den Parkplätzen liegen, wie man beobachten kann, gebrauchte Handschuhe auf dem Boden, die die Leute fallenlassen, wenn sie in ihr Auto steigen, statt sie zu entsorgen.

Vieles, auch Gesichtsmasken, landet leider auch im Meer. Sie fliegen weg oder die Leute werfen sie direkt ins Wasser. Dabei gehören sie in den Container für Hausmüll, so Ana Villanueva von Plastic Free.

Die Umweltgruppe führt zusammen mit Freiwilligen alljährlich mehrere Strandsäuberungen durch. Die fielen wegen des Ausnahmezustands aus und konnten bislang nur auf Formentera stattfinden. Die Insel ist klein, die Behörden-Wege sind kurz. Auf Ibiza soll es demnächst aber auch wieder losgehen.

Corona-Zahlen

Formentera verliert seinen Status der Corona-Freiheit. Dort ist, ebenso wie auf Ibiza, je ein Neu-Fall diagnostiziert worden. Beide können mit leichten Symptomen zu Hause behandelt werden.

Da keine als geheilt eingestuften Patienten verzeichnet wurden, steigt die Zahl der bekannten aktiven COVID-19-Fälle auf den Pityusen somit auf 23.

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