Restaurant-Öffnung. Illegale Ankerplätze. Schlangen…

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Ibiza: Inselregierung kämpft für offene Restaurants und Bewirtung in Innenräumen

Gedeckte Tische in den Innenräumen, wie hier beim IbizaHEUTE-Feinschmecker-Treff im „marc’s“ soll es nach der Forderung der Insel-Regierung Ibizas ab Montag wieder geben. Foto: Dieter Abholte für IbizaHEUTE

Ab Montag, 26.4.2021, sollen die strengen Corona-Maßnahmen für die gesamten Balearen vorsichtig gelockert werden. Das gilt auch für die Restaurants. Der Vorschlag der Balearen-Regierung, deren Beschlüsse auch für Ibiza und Formentera bindend sind, lautet:

Restaurants dürfen auf den Terrassen Gäste

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Mehr Pferde und mehr Bienen auf Ibiza – aber sonst nimmt der Tierbestand auf der Insel ab

Foto: Rüdiger Eichhorn

Seit 2015 geht die Tierhaltung auf Ibiza zurück. Das zeigen die Zahlen für das Vorjahr. Die private Stiftung „IbizaPreservation“ legt ihren Nachhaltigkeitsbericht 2020 vor. Demnach hat die Zahl der Schafe im vergangenen Jahr um acht Prozent abgenommen. Knapp 5000 Schafe wurden noch gezählt. Das sind 57 Prozent weniger als 2015. Zugenommen haben allerdings die Züchter, 309 widmen sich jetzt der Aufzucht.

Ziegen haben um 18 Prozent gegenüber 2019 abgenommen, Schweine 22 Prozent, Kühe um 23 Prozent. Noch gibt es 90 Exemplare auf der Insel, fast 80 Prozent weniger als 2015. Die Zahl der Kaninchen bleibt gleich, zugelegt haben um 28 Prozent die Hühner.

Ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Pferdehalter und Gestüte. 248 Pferdezüchter halten nun 914 Tiere, das sind 13 Prozent mehr als 2019.

Biene
Eine neue Bienenart, die jetzt auf einer der vorgelagerten Inseln im Westen Ibizas entdeckt wurde. Foto: GOIB

Zugenommen haben auch Schneckenzüchter und Imker. Die Imker nutzten 30 Prozent mehr Honig, sei es zum eigenen Verzehr oder zum Verkauf. Das ist die eigentlich gute Nachricht und zeigt, dass die Bienen nach dem starken Rückgang der vergangenen Jahre, wo viel Völker starben, wieder mehr werden.

 

Sant Josep räumt mit illegalen Ankerplätzen auf – zum Schutz von Meer und Schwimmern

Auch in der Bucht von Talamanca bei Eivissa liegen viele Boote an Bojen, die mit Grundgeschirr und Kette verbunden sind. Bisher sind sie noch nicht im Fokus der Behörden. Foto: Rüdiger Eichhorn

In der Bucht von Portmany im Westen Ibizas werden illegale und oft uralte Verankerungen für Festmacher-Bojen vom Meeresgrund entfernt. Die Tageszeitung “Diario de Ibiza” erschreckt mit dem Titel: „Sant Josep inicia la retirada de 156 muertos del fondo de la bahía”. Was übersetzt heißt: „Sant Josep beginnt mit der Beseitigung von 156 Toten vom Grund der Bucht!”

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Ibiza, Santa Eulària: 200 Freiwillige für den Kampf gegen die Schlangen

Die vor Jahren mit Olivenbäumen vom Festland eingeschleppten Schlangen werden immer mehr zur Plage auf der Insel – und zur ernsthaften Gefahr für Tiere wie Eidechsen und Vögel. An vielen Orten gibt es kaum noch die grünen Ibiza-Eidechsen, denn sie stehen genauso so auf dem Speiseplan der Schlangen wie Vogeleier. Die Gemeinden Santa Eulària und Sant Joan wollen jetzt den Schlangen den Kampf ansagen – mit 200 freiwilligen Schlangenjägern.

Eine der nach Ibiza eingeschleppten Schlangen: Für Menschen nicht gefährlich – aber ihre Beute sind Eidechsen und Vogeleier. Foto: Igor Brosius

Am Samstag, 24. April, ab 17.30 Uhr, werden im „Palau de Congressos“ im Kongress-Zentrum von Santa Eulària bis zu 200 Freiwillige darin ausgebildet, wie sie Schlangen bekämpfen und fangen können. Wer möchte bekommt auch eine Falle, die er auf dem eigenen Grundstück aufstellen kann. Für die Registrierung reicht das Ausfüllen eines Formulars, das auf www.santaeulariadesriu.com verfügbar ist.

Der Kampf gegen die Schlangen ist eine Gemeinschafts-Aktion der beiden Gemeinden und der Vereinigung von Umwelt– und Naturschutzverbänden, die sich unter dem Slogan „Gemeinsam für unsere Eidechsen“ zusammengeschlossen haben – und zusammen Aktionen durchführen. Dazu gehörte die Lieferung von mehreren hundert Fallen an Einzelpersonen durch die „Landwirtschaftliche Genossenschaft“, die Durchführung von Schulungs-Workshops oder die Bereitstellung von Schulungs-Möglichkeiten.

Demonstration in der Schule: Eine Falle für die Schlangen. Die Maus ist nur das Locktier. Die Schlange kann sie nicht erreichen – und die Maus wird mit Wasser und Fressen versorgt. Foto: Ayuntamiento Santa Eulària

Die Veranstaltung „Kampf gegen die Schlangen auf Ibiza“ hat eine begrenzte Kapazität von 200 Teilnehmern, von denen 150 Einwohner aus der Gemeinde Santa Eulària und weitere 50 von Sant Joan stammen sollen. Umwelt-Experten erklären, wie die Schlangenfallen funktionieren und wo sie platziert werden müssen. Dazu gehört auch die Pflege der Maus, die als Köder für die Schlangen dient – aber immer in Sicherheit ist.

Nach der Schulung können die Teilnehmer für eine Sicherheitsgebühr von 20 Euro eine voll ausgerüstete Falle mitnehmen. Das Geld wird nach Rückgabe der Falle zurückgezahlt.

Aufklärung in der Schule: Die Schüler lernen, wie man gefangene Schlangen anfasst – und verlieren so ihre Scheu. Foto: Ayuntamiento Santa Eulària

Die Veranstaltung im Kongress-Zentrum ist nur eine von vielen im Kampf gegen die Schlangen. Schon seit Wochen gehört das Thema auch zum Schulunterricht der höheren Klassen. Dort lernen die Schüler den Umgang mit den Fallen – und wie man die Scheu verliert, Schlangen anzufassen und zu fangen. Eins steht fest: Wird diese Schlangenplage nicht gestoppt, wird es in wenigen Jahren – oder sogar Monaten – keine Eidechsen mehr auf Ibiza geben.

Noch einmal Datum und Ort der Informations-Veranstaltung: Kongress-Zentrum Santa Eulària, Samstag, 24. April, 17.30 Uhr. Anmeldung über: www.santaeulariadesriu.com