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Sonntag, Oktober 25, 2020
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Maskenpflicht auf Ibiza und Formentera

Die Regierung der Balearen hat die neue Maskenpflicht beschlossen. Sie gilt auf allen Balearen-Inseln.

Für Ibiza, Formentera, Mallorca und Menorca wurde die genaue Vorschrift in ihren Details im Amtsblatt der Balearen (Boletín Oficial de las Islas Baleares / BOIB) veröffentlicht, damit hat sie Gültigkeit.

Eine Übersicht über die wichtigsten Regeln sowie die Strafen:

Gesundheitsministerin Patricia Gómez fasst das Dekret in einem Satz so zusammen: Masken müssen zu jeder Zeit sowohl im öffentlichen Raum – im Freien und auch in öffentlich genutzten geschlossenen Räumen – getragen werden, sobald die Gefahr bestehe, auf andere Personen zu stoßen, mit denen man nicht zusammen wohnt.

Konkret:

Im öffentlichen Raum muss nun fast grundsätzlich eine Maske getragen werden. Also beim Einkaufen, Stadtbummel, Spazierengehen in Ortschaften und auf dem Weg zum Strand.

Außerhalb der Ortschaften, in der Natur – immer, wenn der Sicherheitsabstand gewahrt wird – muss keine Maske getragen werden. Das gilt auch für Strände und auf Strandpromenaden sowie für Schwimmbäder.

Wer Sport treibt, braucht ebenfalls währenddessen keinen Mund-Nase-Schutz, muss aber 1,5 Meter Sicherheitsabstand einhalten.

Musiker, die Blasinstrumente spielen, sind auch befreit. Ebenso Jugendliche unter 16 Jahren, die in ihren gewohnten Gruppe Sport- oder Freizeitaktivitäten nachgehen.

In Restaurants, Bars und anderen gastronomischen Betrieben gilt Maskenpflicht, wenn nicht gerade Speisen oder Getränke konsumiert werden. Dabei appelliert Gesundheitsministerin Gómez an den gesunden Menschenverstand: Es sei eine Sache, zwischen zwei Gängen zu warten. Und eine andere, an der Bar ein Getränk zu bestellen und sich stundenlang daran festzuhalten. In dem letzteren Fall sollte die Maske aufgesetzt werden. Die Verwendung von Nikotin freisetzenden Geräten und pflanzlichen Räucherprodukten wie Pfeifen, Wasserpfeifen oder dergleichen ist in allen Unterhaltungs- und Speiselokalen sowie in allen anderen öffentlich zugänglichen Einrichtungen verboten.

Auch im privaten Umfeld wird empfohlen, Masken zu tragen, wenn die Personen nicht im selben Haushalt leben. Dies gilt auch, wenn der 1,5-Meter Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Im Freien dürfen sich maximal 70, in Innenräumen maximal 30 Personen treffen.

Generell befreit von der Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren. Außerdem Menschen mit einer nachweislichen gesundheitlichen Begründung, die das Tragen einer Maske nicht erlaubt. Diese muss ärztlich bestätigt sein und gegebenenfalls ins Spanische übersetzt werden. Gründe können sein: Atemnot oder eine Erkrankung des Atemsystems. Aber auch körperliche oder geistige Einschränkungen, die ein selbstständiges Aufsetzen oder Abnehmen der Maske verhindern.

Die Masken müssen beim Tragen vom Nasenbein bis unters Kinn reichen.

Es dürfen keine Masken mit Ausatmungs-Ventil benutzt werden, es sei denn, sie sind ärztlich verordnet oder werden innerhalb einer professionellen Tätigkeit genutzt, die diese Art von Maske erfordert.

Im privaten Auto gilt die Maskenpflicht, wenn Personen mitfahren, die nicht im selben Haushalt leben. In öffentlichen Transportmitteln sind Masken obligatorisch.

Beim Besuch von Konzerten, Theaterstücken oder anderen Veranstaltungen in geschlossenen Sälen oder unterm freien Himmel müssen Mund- und Nasenschutz die ganze Zeit getragen werden.

Am Arbeitsplatz gilt die Maskenpflicht, sofern 1,5 Meter Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden können.

Auch in den Schulen sind die Kinder verpflichtet, den Mund- und Nasenschutz zu tragen. Die Anwendung hängt jedoch von einer Entscheidung ab, an der die regionalen Ministerien für Erziehung, Universitäten, Forschung, Konsum und Gesundheit beteiligt sind.

Zahlreiche Eltern haben bereits protestiert. Sie fürchten die Masken hemmen die Kinder in ihrer Entwicklung und verhindern richtiges Durchatmen. Am Sonntag versammelten sich an der Platja d‘en Bossa rund 100 weiß gekleidete Demonstranten und forderten maskenfreie Schulen und ein maskenfreies Ibiza und Formentera.

Auch die in der Handelskammer von Ibiza und Formentera zusammengeschlossenen Geschäftsleute und Tourismus-Betriebe haben sich gegen die generelle Sicherheitsmaßnahme ausgesprochen.

Die Regierung setzt dem entgegen, dass die Pflicht nötig ist, um eine Ausbreitung des Virus bestmöglich einzuschränken. In jüngster Vergangenheit wurden Schutzvorgaben mehr und mehr ignoriert. Sowohl vor Ort als auch auf den Reisen. IbizaHEUTE liegen diverse entsprechende Berichte von Flug- und Fähr-Passagieren vor, ebenso wie Erfahrungs-Schilderungen von Menschen auf den Inseln.

Den gesamten Beschluss können Sie im BOIB auf Spanisch nachlesen. Er enthält auch andere Ergänzungen zu den Regeln, COVID-19 einzudämmen. Klicken Sie hier.

Wenn der Mund- und Nasenschutz in den Bereichen, wo er Pflicht ist, nicht – oder nicht richtig getragen wird, werden Strafen von 25, 50 oder 100 Euro fällig.

Die Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Darunter:

  • Ort und Umfeld (öffentlich/privat).
  • Die Gefährdung von anderen Menschen.
  • Die Einsicht.
  • Eventuelle Gruppengröße.
  • Wiederholtes Nicht-Tragen der Maske.

Bei der Verstoß-Aufnahme werden auch die Personalien aufgenommen, um so Verweigerer und Wiederholungsfälle zu identifizieren.

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