Neue Normalität. Warmer Herbst. Body-Cams. Ibiza-Carettas

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Warmer Herbst folgt auf heißen Sommer für Ibiza und Formentera

Glasklare Luft, glasklares Wasser, Wohlfühl-Temperaturen. Der Herbst auf Ibiza und Formentera bietet traumhafte Entspannungsmomente, wie hier in der Cala d’Hort mit Blick auf Es Vedrà. Foto: Rüdiger Eichhorn

Das nationale spanische Wetteramt AEMET prognostiziert für die Balearen einen warmen und verhältnismäßig trockenen Herbst. In einer Pressemitteilung hat AEMET erklärt, dass im kommenden Quartal – Oktober bis Dezemberhöhere Temperaturen als üblich erwartet werden, und dass die Niederschläge im Vergleich zum Referenz-Schnitt zwischen 1981 und 2010 wohl niedriger ausfallen. Üblich wären 219 Liter pro Quadratmeter, die Vorhersagen liegen etwas darunter.

Bereits der Sommer 2021 lag über der Norm – 24,8 Grad Celsius im Schnitt sind balearen-weit 0,9 mehr als üblich. Dabei lag Formentera mit durchschnittlich 26,8 Grad und 1,5 Grad überm Insel-Schnitt an der Spitze. Gefolgt von Mallorca mit einem Grad über den dort normalen 24,7 Grad. Jeweils 0,8 Grad lagen Ibiza und Menorca über ihren Norm-Werten von 24,8 beziehungsweise 24,6 Grad. Maximal zeigte das Thermometer auf Ibiza 40,3, auf Formentera 38 Grad im Schatten. Auch der September war bislang sehr warm: 19 „tropische Nächte“ zeichnete der Flughafen von Ibiza auf. Normal sind 14.

Eine gute Nachricht: Auch wenn es uns nicht so vorkam, gab es in diesem Sommer mehr für die Inseln lebenswichtigen Regen: 20 Prozent über dem Normalwert meldet das Wetteramt für die Balearen. Menorca führte dabei mit 53 Litern pro Quadratmeter, 60 Prozent mehr als normal, gefolgt von Mallorca mit 49 und den Pityusen – Ibiza und Formentera – mit 30. Dass der September im Niederschlags-Schnitt liegt, verdanken die Inseln in erster Linie dem Regen-TiefDana“ in der vergangenen Woche. Bereits jetzt beginnt überall, das Grün wieder zu sprießen.

Freuen wir uns also auf einen schönen Insel-Herbst. Als (Wahl-)Insulaner ebenso wie als Urlauber.

 

Kaum noch Schutz-Vorschriften für Ibiza und Formentera 

Heute Morgen traf sich Francina Armengol, die Regierungs-Chefin der Balearen, virtuell mit den Vertretern und Sicherheitsbeauftragten der Inseln. Foto: GOIB

Am heutigen Montag hat die Balearen-Regierung in Zusammenarbeit mit den Inseln die weitgehende Aufhebung der Schutzmaßnahmen beschlossen. Aufgrund der hohen Impfrate mit 79,7 Prozent voll geimpften Insulanern (81,8 % 1 Dosis, Stand 27. September 2021) werden die Corona-Vorschriften auf ein Minimum reduziert.

Die größte Veränderung: Das Nachtleben darf ab dem 8. Oktober wieder öffnen. Das gemeinsame Feiern war immer die größte Furcht der Regierung, da dort enge Kontakte kaum zu vermeiden sind, selbst bei strengen Hygieneregeln.

Beim Oberlandesgericht der Balearen wurde ein Antrag eingereicht, dass der Zugang zu den Diskotheken mit dem digitalen COVID-Zertifikat möglich wird. In den Clubs gilt dann:
Die maximale Belegung beträgt 75 Prozent.
Es gilt Maskenpflicht.
Tanzen ist erlaubt – allein, mit Maske und einer Fläche von zwei Quadratmetern pro Person für entsprechenden Abstand.
Auf der Tanzfläche darf jedoch nichts getrunken oder gegessen werden.
Verzehr (Getränke und gegebenenfalls Speisen) ist auf die Tresen und Tische beschränkt.
Sperrstunde ist 5 Uhr morgens.

Für alle weiteren Betriebe des Nachtlebens gilt, dass nach wie vor nicht getanzt werden darf. Außerdem ist schon um 4 Uhr morgens Zapfenstreich.

Wie viele Geschäftstreibende des Nachtlebens jetzt noch öffnen, ist allerdings fraglich. Die Saison ist im Prinzip vorbei, der logistische Aufwand dagegen groß. Vermutlich werden es eher die kleinen Lokale, die spontan alles zusammenbekommen.

Die weiteren Neuerungen:

In Restaurants und anderen Gastronimie-Betrieben ist die Beschränkung der Gäste-Zahl an den Tischen

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„Die Balearen haben sich praktisch wieder normalisiert, mit einer sehr wichtigen Flexibilität im Bezug auf die Maßnahmen“, teilte Regierungs-Sprecher Jago Negueruela mit. „Aber der Abstand zwischen den Menschen und die Verwendung einer Maske sowie die Belüftung werden beibehalten.“

 

Body-Cams für die Polizei von Santa Eulària

Die Beamten der Orts-Polizei von Santa Eulària dürfen künftig mit Kameras an der Uniform Einsätze aufzeichnen. Foto: Thomas Abholte

Die Orts-Polizei (Policía Local) von Santa Eulària hat von der Balearen-Regierung die Freigabe bekommen, im Dienst künftig sogenannte Body-Cams zu tragen. Die Kameras werden normalerweise auf der Brust getragen und zeichnen Einsätze auf. Dies soll sowohl den Beamten mehr Sicherheit bringen als auch dem Gegenüber, denn die Bilder sind rechtlich für Verfahren anerkannt. 

 

Ibiza-Schildkröten in die Freiheit entlassen

Die Meeres-Schildkröten (Caretta caretta) sind ein Jahr lang aufgezogen worden. Jetzt haben sie gute Überlebens-Chancen. Foto: GOIB

Insgesamt 15 junge Meeres-Schildkröten aus einem Nest in der Cala Nova wurden am Freitag am Strand von Es Cavallet des Naturparks Ses Salines auf Ibiza in die Freiheit entlassen. Seit einigen Jahren kommen die gefährdeten Schildkröten zur Ei-Ablage auch an die Strände der Balearen. Als wichtiger Grund dafür wird die Erwärmung des Mittelmeeres betrachtet. Die Gelege haben jedoch nur eine geringe Entwicklungs-Chance: Temperatur und Menschen sind die größten Gefahren für sie.

Die Exemplare, die jetzt ausgesetzt werden konnten, verdanken ihr Überleben einem Anwohner, der das Mutter-Tier am 14. Juli 2020 Strand der Cala Nova sah und die Behörde unterrichtete. Fachleute verlegten das Nest daraufhin in die wärmeren und ruhigeren Dünen von Es Cavallet. Dort wurde es für die Öffentlichkeit abgesperrt und von Freiwilligen überwacht.

100 Eier hatte die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) gelegt. 76 blieben gesichert in Es Cavallet, 24 kamen zum geschützten Ausbrüten in die Einrichtungen des Konsortiums zur Wiederherstellung der Fauna der Balearen (COFIB) auf Mallorca. Im September 2020 schlüpften davon 17 Jung-Schildkröten, eine

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Weiterhin gilt die Bitte der Behörden: Wer Meeres-Schildkröten sieht, Tiere an Land oder verletzte im Wasser, der soll auf jeden Fall unter dem Notruf 112 die Fachkräfte aktivieren. Sie tun alles für den Erhalt der seltenen Besucher.

Anwohner und Besucher, Politiker, Vertreter der Schutz-Einrichtungen, vor allem aber die freiwilligen Helfer, die unter anderem das Nest in Es Cavallet bewachten, nahmen an der Freilassung teil. Foto: GOIB