Neue Regeln. EU-Impf-Pass. Kreuzfahrer für Ibiza. Fischer

0
155
Die Balearen-Regierung trifft sich regelmäßig zur Beratung der Schutzmaßnahmen. Foto: GOIB

Das gilt ab Sonntag auf Ibiza und Formentera

Am Samstag werden die neuen Schutzmaßnahmen im Amtsblatt (Boib) der Balearen veröffentlicht, in der Nacht zum Sonntag (0 Uhr) treten sie in Kraft. Ausnahme sind die sportlichen Aktivitäten, die sofort nach der Veröffentlichung erlaubt sind. Alle vier Inseln, Ibiza, Formentera, Mallorca und Menorca befinden sich auf der niedrigsten Alarmstufe 1.

Sie müssen ein Premium Mitglied sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Anmelden!
Noch kein Mitglied? Werden Sie Premium-Mitglied bei uns!

 

EU-weiter Corona-Impfpass ab 1. Juli

Der Corona-Impfpass wird nicht Pflicht, soll aber das Reisen erleichtern. Ab 1. Juli soll er eingesetzt werden, darauf haben sich die EU-Mitglieder am Donnerstag in Brüssel geeinigt. Mitte Juni muss das Zertifikat im Parlament verabschiedet werden. Länder, die noch nicht vorbereitet sind, können eine sechswöchige Übergangsfrist nutzen.

Im Prinzip soll der Impfpass digital sein. Wer kein Smartphone besitzt, um das „grüne Zertifikat“ mit QR-Code zu speichern, kann es aber auch in Papierform erhalten.

Angegeben sind Name und Geburtsdatum, der Impfstoff und das Impfdatum, durchgestandene Corona-Infektionen oder frische Tests. Auch der Aussteller des Dokuments wird genannt. Das Dokument ist zweisprachig, auf Englisch und in der Sprache des ausstellenden Landes. In Spanien heißt es „certificado digital covid de la UE“.

Im Prinzip sollen von Inhabern des Ausweises keine zusätzlichen Auflagen wie Tests und Quarantäne verlangt werden. Allerdings haben die Länder Spielraum, um im Fall einer Notlage für die nationale Gesundheit doch wieder Maßnahmen zu ergreifen, sagte der EU-Abgeordnete Juan Fernando López Aguilar. Solche Maßnahmen müssten dann 48 Stunden vor Einsatz der Europäischen Kommission gemeldet werden.

 

Bereits 64 Kreuzfahrtschiffe wollen Ibiza und Formentera ansteuern

Die Kreuzfahrt-Branche hat Ibiza wieder fest im Blick. Auftakt macht wohl eine „Mein Schiff“ von TUI. Foto: Thomas Abholte

Ibiza bleibt beliebt bei Kreuzfahrt-Touristen. Der Obersten Hafenbehörde der Balearen (APB) liegen bereits 64 Anträge vor, um den Hafen der Inselhauptstadt von Ibiza, Eivissa, anzulaufen.

Mitte der Woche war noch keiner genehmigt.

Sie müssen ein Premium Mitglied sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Anmelden!
Noch kein Mitglied? Werden Sie Premium-Mitglied bei uns!

 

Fischer verteidigen konventionellen Fang

Auch einige Fischer von Ibiza wären durch das neue Fang-Gesetz betroffen. Foto: Thomas Abholte

Das spanische Ministerium für Landwirtschaft, Fischfang und Ernährung reformiert das Gesetz von 2001 und will den nachhaltigen Fischfang stärken. Schleppnetze und Langleinen-Fischerei gehören nicht dazu. Das wiederum ruft viele vom konventionellen Fischfang lebende Gemeinden auf den Plan. Die Galicier etwa, aber auch die Fischer Ibizas sind beunruhigt. 

Der Präsident des Consell, Vicent Marí, will nun erreichen, dass für die ibizenkischen Fischer eine Ausnahme gemacht wird. Wenn sie nicht weiter auf die bisherige Art fischen können, müssten sie aufhören. 

Die Insel-Fischer selbst bezeichnen ihre Methoden als unbedenklich. Da nur drei Kutter mit Schleppnetzen und Langleinen fischen, zwei aus Ibiza und einer aus Sant Antoni, seien die Auswirkungen so gering, dass von „Aggressionen gegen den Meeresboden“ keine Rede sein könne, sagte Marí. Die Fischer hätten ohnehin stark mit der Konkurrenz anderer Flotten und dem Nachwuchs-Mangel zu kämpfen. 

Rund 50 Berufs-Fischerboote aus Eivissa und Sant Antoni sind in den Gewässern von Ibiza unterwegs. Der lokale Fangpeix nostrum“ und nachhaltige Methoden werden seit Jahren von der Inselregierung gefördert. 

Im vergangenen Jahr konnten die Insel-Fischer fast 250 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte im Wert von 2,27 Millionen Euro fangen. Damit haben sie zwei Prozent mehr Fang, aber fünf Prozent weniger Einnahmen als 2019 erzielt. Der Gewinn ging zurück, weil die Corona-Krise mit geschlossenen Hotels und Restaurants die Nachfrage und die Preise sinken ließ.