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Donnerstag, August 13, 2020
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Öffnungszeiten, Patronats-Fest, Strandreinigung und Zahlen

Protest gegen strenge Öffnungszeiten auf Ibiza

Keine Region Spaniens hat einen so frühen Zapfenstreich wie die Balearen. Um 2 Uhr schließen auch auf Ibiza die Restaurants und Bars, ab 22 Uhr darf nicht mehr am Tresen ausgeschenkt werden.

Die Sonderregeln zur Eindämmung der Ansteckung mit dem Corona-Virus sind nach Meinung der Nachtleben-Verbände übertrieben. Auch Ibizas konservative Partei PP fordert die Balearen-Regierung nun auf, die Sperrstunde von 2 auf 3 Uhr zu verlegen – und vor allem das Schließen der Theken um 22 Uhr abzuschaffen.

Die Reglementierung triebe die Gäste zu illegalen Festen und die Unternehmer im Gaststättengewerbe in den Ruin, äußern Barbesitzer. Die Auflagen ließen sich kaum einhalten.

Tatsächlich hat beispielsweise die Ortspolizei Sant Antoni in der vergangenen Woche sechs Etablissements in der Gemeinde sanktioniert. Entweder trug das Personal keinen Mund- und Nasenschutz oder der Mindestabstand wurde nicht eingehalten. Andere Bars schenkten noch nach 22 Uhr Getränke aus, andere überschritten die zulässige Zahl an Gästen.

Fiesta in Es Canar

Freitag und Samstag feiert Es Canar sein Patronatsfest. Der kleine Ort, im Nordosten Ibizas, ehrt seinen Schutzheiligen Sant Cristòfol Cananeu alljährlich mit gutbesuchten Konzerten und Events wie Paella-Wettbewerben.

Um große Menschenansammlungen zu vermeiden und die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, sorgen dieses Mal verschiedene Restaurants für die Paella und die Auftritte der Musiker.

Freitag:

Ab 18 Uhr finden in den Bars und Restaurants der Ortschaft Mini-Konzerte statt. Schluss ist um Mitternacht.

Um 19 Uhr, findet in der Kapelle Es Canars ein Gottesdienst statt.

Um 19.45, segnet der Pfarrer die hübsch geschmückten Pferde- und Eselskarren. Sie fahren anschließend durch die Gassen des Örtchens.

Samstag:

Ab 10 Uhr heißt es in der Bucht „Tag der offenen Tür“. Dann warten „Gamba-Jollen“ und Windsurf-Sets auf Interessierte Segler.

Um 9.30, Uhr startet am Haupt-Platz von Es Canar eine Radtour, die S’Argamassa und Cala Nova einbezieht. Jeder kann mit seinem Rad teilnehmen, es besteht Helm-Pflicht.

Ab 13 Uhr finden in den Bars und Restaurants der Ortschaft wieder Mini-Konzerte statt. Schluss ist auch heute um Mitternacht.

Und ebenfalls ab 13 Uhr können in den Bars und Restaurants die verschiedenen Varianten des nationalen Reisgerichts auf der ersten „Welt-Paella-Messe“ verköstigt werden.

Bones festes!

Das Festprogramm finden Sie auch, wenn Sie hier klicken.

Feiner, sauberer Sand, wie hier in der Cala Nova. Ihn sauber zu halten, ist eine Herausforderung. Foto: Rüdiger Eichhorn

Ibizas Strände ohne Mikro-Plastik

Kleinteiliger Abfall ist bei jeder Strandreinigung ein Problem. Vor allem das weltweit im Fokus stehende Mikro-Plastik. In dieser Woche hat das Stadtratsamt für Umwelt von Sant Josep in der Cala Vadella getestet, wie Plastikmüll am besten vom Strand entfernt werden kann.

Die Naturschützer von GEN werten derzeit dreierlei Proben aus. Sie wurden mechanisch, halbmechanisch oder per Hand genommen. Bei der mechanischen Strandreinigung filtert ein großer Bagger mit Sieb-Anhänger alle Teilchen aus dem Sand, auch die natürlichen wie Muscheln und Kiesel. Diese müssten aussortiert und zurückgeschüttet werden, denn mit der Zeit zersetzen sie sich zu Sand.

Die halbmechanische nutzt kleinere Räumfahrzeuge, das Resultat ist dem großen Bagger gleich. Die manuelle ist effektiver, weil sie auch Mikroplastik aussieben kann – allerdings auch wesentlich personal-intensiver.

Eine Gerätschaft, die zuverlässig auch kleinteiligen Abfall entfernt, aber das zurück lässt, was in die Buchten gehört, gibt es derzeit noch nicht. Der beste Müll ist der, der erst gar nicht entsteht. Deshalb: Nichts über Bord werfen und alles, was man an den Strand bringt, auch wieder mitnehmen. Inklusive Zigaretten-Stummel, Flaschen-Deckel und Kronkorken.

Corona-Nachrichten

Kein neuer Fall auf den Pityusen. Auf Ibiza und Formentera ist kein neuer Fall von COVID-19 diagnostiziert worden. Dafür konnte ein Patient als genesen eingestuft werden. Ibiza verzeichnet damit heute 20 nachgewiesen aktiv Erkrankte.

Fünf von ihnen werden im Krankenhaus behandelt, keiner davon in der Intensiv-Station. Außerdem sind die beiden Flüchtlinge, die positiv getestet wurden, sicherheitshalber in der Klinik untergebracht. Ihnen soll es aber gut gehen.

Die restlichen 13 sind mit leichten Symptomen zu Hause. Auch die seit dem 26. Juni infizierte Familie in Sant Joan und ihr Umfeld werden weiter in häuslicher Quarantäne beobachtet.

Ebenfalls beruhigend: Die fünf ermittelten Risiko-Kontaktpersonen des Mannes, der aus Barcelona nach Ibiza zu einem Junggesellenabschied reiste, obwohl er positiv getestet war (IbizaHEUTE berichtete online), sind sicher nicht infiziert. Auch der zweite PCR-Test fiel negativ aus.

Balearen-weit gibt es heute einen kleinen Rückschlag: Sechs Neuentdeckungen steht lediglich der eine Genesene aus Ibiza gegenüber, sodass die Gesamt-Zahl auf den vier Inseln um fünf steigt.

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