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Dienstag, August 11, 2020
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Party-Dekret. Masken-Update. Legal feiern. Geld für Kinder

Konsequenter Einsatz gegen Partys auch auf Ibiza und Formentera

Schnell und koordiniert gehen die Behörden ab diesem Wochenende gegen illegale Feste auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera vor. Die Regionalregierung der Balearen verabschiedet heute ein entsprechendes Dekret, das Verstöße gegen die Sicherheitsmaßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus mit bis zu 600.000 Euro und/oder dem Schließen des Lokals bestraft.

Ein Überschreiten der zulässigen Personenzahl, das Ignorieren des Sicherheitsabstands von 1,5 Metern, das Fehlen von Schutzmasken oder das Öffnen der Tanzflächen sind die häufigsten Verstöße, die die Polizei bislang feststellte.

Das Dekret richtet sich in erster Linie gegen organisierte Feste in Diskotheken, Clubs und Bars oder an öffentlichen Orten wie Stränden. Der Zutritt zu Privathäusern ist ohne Anzeigen und richterlichen Beschluss hingegen nicht zulässig. An einer Statusänderung von „privat“ zu „gewerblich“, die für private Ferien-Vermietung greift, wird derzeit gearbeitet. Dann kann auch in diesen Immobilien direkt eingeschritten werden.

Bei den Kontrollen, die zu allen Tageszeiten durchgeführt werden sollen, arbeiten die drei Polizei-Einrichtungen (Guardia Civil, National- und Orts-Polizei), die Regionalregierung, Inselräte, Rathäuser und der Madrider Regierungsvertreter auf den Balearen zusammen.

Den Wunsch der im Vergnügungs-Business tätigen Unternehmer, die strengen Öffnungszeiten zu lockern, lehnt die Balearen-Regierung weiterhin ab. Ebenso die Öffnung großer Diskotheken. Dies wäre „absolut verantwortungslos“. Es gefährde die Menschen, den Tourismus und die Arbeitsplätze in dieser ohnehin kurzen Saison, warnt der balearische Minister für Tourismus in Palma. Massive Ansteckungen mit dem Virus würden alle Bemühungen der Quarantäne und des Alarmzustands zunichte machen.

Masken werden mehr und mehr zum gewohnten Tagesbild.

Weitere Informationen zur Maskenpflicht

Inzwischen werden weitere Einzelheiten zur neuen Maskenpflicht bekannt. Diese tritt am Montag in Kraft.

Wie schon berichtet, sind Kinder unter sechs Jahren und Kranke ausgenommen. Wer Sport treibt, sich am Strand oder im Schwimmbad aufhält, braucht keinen Mund-Nase-Schutz, muss aber 1,5 Meter Sicherheitsabstand einhalten.

Beim Besuchen von Restaurants, Cafés oder Bars darf der Mund- und Nasenschutz nur im Moment des Trinkens und Essens abgenommen werden.

Taxis durften bislang nur zwei Personen auf der Rückbank befördern, das ändert sich. Ab Montag dürfen alle Sitzplätze belegt werden, die Fahrgäste und der Fahrer müssen natürlich Masken tragen.

Am Arbeitsplatz gilt die Maskenpflicht, wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Chöre können auf 30 Personen erweitert werden, es gilt Maskenpflicht. Bei Musikgruppen sind nur die Bläser vom Mundschutz befreit.

Die Regionalregierung hofft, mit der generellen Maskenpflicht das Bewusstsein der Bevölkerung zu schärfen. Wie lange sie gelten soll, hängt von der Entwicklung der Pandemie ab.

Auch wird die Gruppenbildung eingeschränkt: Auf 30 Personen in Innenräumen und 70 in Außenbereichen.

Die Veröffentlichung des endgültigen Beschlusses wird heute oder am morgigen Samstag erwartet. Wir berichten dann umgehend darüber.

Legal feiern in Santa Gertrudis

Das hübsche Örtchen Santa Gertrudis, im Zentrum von Ibiza, lockt nicht nur mit seinen vielen Restaurants, Bars und Geschäften.

Ab morgen, 11. Juli, veranstaltet es jeden Freitagabend, ab 20 Uhr und bis in die Nacht hinein, einen Kunsthandwerksmarkt und Konzerte auf dem Dorfplatz.

Keramik, Puppen, Lederwaren oder Silberschmuck werden von den Kunsthandwerkern angeboten, auch die famosen selbstgebrauten Insel-Liköre fehlen nicht.

Die Musiker am morgigen Freitag sind Matteo Grocetty und Gabriel Soul Doctor.

Am 17. Juli: Manolo Díaz und Anita mit Soul-Jazz.

Am 24. Juli: Alberto y Franchesca mit den heißen Rhythmen der 60er und 70er Jahre.

Am 31. Juli Flamenco mit dem Gitarristen Antonio Muñoz.

Über 22.000 Euro für Kinder

Die Stiftung der weltberühmten Diskothek Pacha unterstützt mit ihren solidarischen Kalendern seit zehn Jahren den Verband von Menschen mit besonderen Bedürfnissen auf Ibiza und Formentera (Apneef). Am Donnerstag überreichte der Präsident der Pacha-Gruppe Apneef einen Scheck in Höhe von 22.212 Euro.

Der Betrag ist durch den Verkauf der Kalender 2019 und ein Benefiz-Fest im Lío in Eivissa zusammengekommen und fließt in das Apneef-Zentrum in Santa Eulària.

Die Arbeiten dort sollen im September abgeschlossen sein, denn die Kinder, besonders die an Autismus leidenden, sind nach der Isolierung während der Corona-Krise dringend auf die Therapien angewiesen.

Der Pacha-Kalender für das kommende Jahr wird Anfang August in die Druckerei gehen und diesmal keine Fotos berühmter Leute enthalten, sondern der Kinder von Apneef und Zeichnungen von Paquita Marí Boned.

Wenn Sie Organisationen auf Ibiza und Formentera unterstützen möchten, die Gutes für die Insel tun, finden Sie eine Auswahl registrierter Helfer hier auf unserer Internetseite, in der Rubrik „Hilfe“ – dort bei den Hilfsorganisationen. Oder klicken Sie hier.

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