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Sonntag, September 20, 2020
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Polizei hilft. Ashram-Party. Biomüll. Vorm Ruin. Zahlen

Mehrsprachiger Hilfsdienst der Polizei

Die Polizei hat wieder ihren mehrsprachigen Hilfsdienst aktiviert. Unter anderem auf Deutsch können sich sowohl Residente als auch Touristen an die Betreuer wenden. Mehr dazu finden Sie in unserer Rubrik „Reiseführer“, dort in „Generelle Informationen“. Oder klicken Sie hier.

Sunset Ashram verstößt gegen Corona-Regeln

Im beliebten Sunset Ashram, über dem Strand der Cala Comte, wurde gestern Nacht eine Party durch die Polizei beendet. Nach einer Anzeige rückten gegen 22 Uhr die Beamten an.

Demnach sei bereits seit dem Nachmittag und zum Sonnenuntergang gefeiert worden, ohne die von der Balearen-Regierung beschlossenen Vorschriften zu befolgen. So wurde unter anderem getanztund der Sicherheitsabstand nicht eingehalten. Es gab nicht genügend Sitzplätze und Masken seien ebenfalls nicht getragen worden. Darüber hinaus stellten die Polizisten fest, dass der Schallbegrenzer der Musikanlage manipuliert worden sei. Diese wurde daraufhin stillgelegt.

Gegen den Betreiber des Lokals wurden für die verschiedenen Verstöße Verfahren eingeleitet.

Mit der sogenannten „neuen Normalität“ soll das Leben wieder viele Freiheiten haben. Es gibt in einigen Bereichen aber weiter teilweise strenge Einschränkungen, um eine neue Ausbreitung des Corona-Virus möglichst zu verhindern.

Musik-Lokale dürfen beispielsweise keine Tanzmöglichkeit bieten. Jedem Gast muss ein Sitzplatz zugewiesen werden. Kann der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden, herrscht Maskenpflicht.

Bald auch Biomüll-Trennung

Ibiza hat innerhalb weniger Jahre ein anwenderfreundliches Recycling-System umgesetzt. Auch deshalb, weil die Mülldeponie dringend entlastet werden muss. Generell hat die Insel aber ehrgeizige Pläne, schneller als viele andere Regionen nachhaltig zu werden. IbizaHEUTE berichtete im Magazin.

Ein weiterer Schritt ist nun, dass künftig auch Biomüll getrennt und weiterverwertet werden soll. Ein entsprechender Beschluss wurde heute bewilligt. Vicente Roig, im Inselrat (Consell Insular)zuständig für das Umweltmanagement, unterstreicht die Bedeutung: „Diese Tatsache wird die Recycling-Quoten erheblich erhöhen.“ Auf Ibiza werden bereits Glas, Verpackungen und Papier getrennt, überall auf der Insel stehen die gut gekennzeichneten Container. Die Wertstoffe werden auf Mallorca und dem Festland recycelt.

Mit dem Trennen von Bioabfall würde so gut wie kein Restmüll übrig bleiben. Jede Art von Sondermüll – von Bauschutt über Sperrmüll und Gartenabfälle bis hin zu Elektronik und Gefahrenstoffe – nehmen die Recycling-Center an, mit großzügigen Freimengen für Besitzer von NIE-Nummern.

Der Gesamtplan sieht eine Umsetzung diverser Punkte innerhalb der kommenden sechs Jahre vor. Wann der Biomüll eigene Container bekommt, ist nicht bekannt.

Die Deponie bei Roca Llisa wurde gerade modernisiert und durch eine Vor-Sortieranlage ergänzt, in der zumindest teilweise Wertstoffe aus dem Restmüll gesammelt werden. Denn leider nehmen auch auf Ibiza viele Recycling noch nicht ernst und schmeißen den gesamten Müll zusammen.

Über 250 Familien durch West-End-Verbot gefährdet

Heute Morgen übergab eine Gruppe von über 100 Menschen in Sant Antoni ein Manifest an den Bürgermeister. Es geht dabei um den Beschluss der Balearen-Regierung, die Öffnung von Musik-Lokalen in den Party Hot-Spots der Balearen drastisch einzuschränken. Auf Ibiza trifft dies ausschließlich das „West End“ von Sant Antoni.

Dort dürfen die Betriebe lediglich die Terrassen öffnen, was einen Betrieb unrentabel macht (IbizaHEUTE berichtete online). Die Geschäftsleute fordern nun, dass die Balearen-Regierung die Einschränkung aufhebt. Andernfalls stünden über 250 Familien vor dem Ruin.

Generell dürfen Nachtleben- und Musikbetriebe mit einer zugelassenen Maximalmenge von unter 300 Gästen auf den Balearen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Lediglich im West End auf Ibiza sowie auf Mallorca in Magaluf und s’Arenal gelten noch strengere Auflagen, die, so Betreiber und auch die Gemeinderegierung, einer Zwangs-Schließung gleich kommen.

Formentera wieder corona-frei

Sehr gute Neuigkeiten für unsere beiden Inseln: Der vor wenigen Tagen erkannte Corona Fall auf Formentera konnte bereits als Genesen eingestuft werden. Der Patient zeigte nur milde Symptome und befand sich offenbar bereits am Ende der Erkrankung. Damit ist Formentera wieder offiziell frei von erkannten COVID-19 Fällen.

Auch auf Ibiza gab es eine Genesung. Und weil kein Neu-Fall diagnostiziert wurde, haben wir auf den Pityusen, mit 17 erkannt aktiv Erkrankten, den niedrigsten Wert seit dem 18. März. Zu Feiern gibt es auch, dass hier nun seit zwei Monaten keine Todesopfer im Zusammenhang mit Corona mehr zu beklagen sind.

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