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Sonntag, Oktober 25, 2020
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Rabatte in Frage. Corona-Sicher. Mehr Polizei. Arbeitslose

Reise-Rabatte für Ibiza-Residenten auf dem Prüfstand

Die Unabhängige Behörde für Steuer-Verantwortung in Spanien (AIReF) hat ihren Bericht über Infrastrukturen im Transportwesen vorgelegt und will den Subventionen für Insulaner an den Kragen.

Insel-Residenten bekommen bei Flügen und Fähr-Fahrten aufs Festland und zu den Nachbarinseln zurzeit 75 Prozent Rabatt auf den regulären Ticketpreis. Der Nachlass ist dazu gedacht, den Insel-Nachteil der Anwohner auszugleichen, denn sie sind auf Flugzeuge und Fähren angewiesen.

Dabei kommt es jedoch zu Ungleichheiten: Die Hälfte der Insulaner fliegt demnach nie – oder extrem selten, aber ein Prozent schöpfe 17 Prozent der gesamten Subventionen ab. Flüge von der Insel aufs Festland seien für Residenten auch günstiger als Flüge innerhalb des Festlands für die dort gemeldeten Anwohner. Die können allerdings auch auf das eigene Auto, Land-Busse oder Bahnen zugreifen.

Nach der Erhöhung der Residenten-Rabatte von 50 auf 75 Prozent 2017, seien die generellen Flugpreise zwischen 12 und 15 Prozent gestiegen. Das betrifft die Flüge zwischen dem spanischen Festland und Ceuta und Melilla, den Kanaren sowie Mallorca, Menorca und Ibiza. Die Preiserhöhung trifft auch Nicht-Residenten, was für den Insel-Tourismus klar von Nachteil ist.

Die Staatsausgaben für die Flug-Hilfen sind von 324 Millionen Euro 2016 auf 730 Millionen Euro 2019 gestiegen. Je mehr ein Flug erfahrungsgemäß mit Residenten ausgelastet ist, desto größer der Preisanstieg. AIReF schlägt deshalb vor, die Subventionen an den Geldbeutel der Residenten anzupassen.

Wer viel Geld hat und teure Flüge bucht, soll weniger Zuschuss erhalten. Oder die Subvention könnte auf ein Fixum reduziert werden, das ein Maximum pro Passagier an Zuschüssen oder bezuschussten Flügen vorsieht.

Derzeit handelt es sich noch um Gedankengänge.

Damit der Insel-Nachteil ausgeglichen wird, bekommen die Anwohner hohe Subventionen für Flug- und Fährtickets zum Festland und zu den anderen Inseln Spaniens. Foto: Thomas Abholte

Ibiza und Formentera investieren in Corona-Hotels

Die Gesundheitsbehörde der Balearen, IB-Salut, zahlt über eine halbe Million Euro an ausgewählte Hotels, die bereitstehen, um dort im Notfall positiv getestete COVID-19-Touristen unterzubringen, die leichte oder keine Symptome haben, also nicht ins Krankenhaus müssen.

Auf Ibiza erhält das Hotel La Noria de Playasol (Hiperion-Gruppe) in Platja d’en Bossa für zwei Monate 150.000 Euro. Auf Formentera zahlt IB-Salut an die Hotelgruppe Alonso Marí für drei Monate 128.000 Euro.

Die Verträge können gegebenenfalls verlängert werden, die Finanzierung von insgesamt 249.000 Euro auf Ibiza und 213.000 Euro auf Formentera ist garantiert.

Es geht dabei darum, vorbereitet zu sein, falls Ferien-Gäste oder andere Urlauber sich mit Corona infizieren. Bislang gibt es keinen einzigen bekannten Fall. Auch bei den Einreise-Tests am Flughafen ist noch kein COVID-19 Fall gefunden worden.

Neue Polizisten für Ibiza

44 Nationalpolizisten vom Festland wurden am Donnerstag im Kommissariat der Policía Nacional in Eivissa willkommen geheißen. Sie bleiben für mindestens zwei Jahre. Fünf hatten schon Praktika auf der Insel gemacht, die anderen lernen Ibiza nun kennen.

Der stellvertretende Delegierte der spanischen Regierung, Enrique Sánchez, begrüßte die Truppe: „Wir wollen, dass ihr euch in Ibiza verliebt und hier bleibt“. Er selbst stammt aus Granada und wollte für ein Jahr nach Ibiza. Jetzt sei er schon 20 hier.

Die Beamten des Cuerpo Nacional de Policía (CNP) sind für die Landes-Sicherheit und für verwaltungstechnische Angelegenheiten (Pässe, Certificado de Residencia etc.) zuständig.

Generell ist es nicht einfach, neue Beamte auf die Insel zu locken. Die harte Arbeit in der Saison mit vielen Extremfällen steht hohen Kosten für Wohnraum und die täglichen Lebenserhaltungs-Kosten gegenüber. Subventionen für die teure Insel gibt es kaum. Der Inselratsetzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Sonder-Situation Ibizas von Madrid berücksichtigt wird.

Arbeitslosengeld für Balearen

Das Spanische Arbeitsamt (SEPE) hat im Juni 190 Millionen und im Mai 211 Millionen Euro für verschiedene Hilfen an die Balearen überwiesen.

110.000 Personen in Kurzarbeit (ERTE) erhielten im Mai und 93.600 im April Unterstützung – ein trauriger Rekord wegen der Corona-Krise.

Der Anteil der Ausländer unter den Empfängern von Arbeitslosengeld lag im Mai bei knapp 22 Prozent, angeführt von Italienern und Marokkanern.

Diese Daten stellte die Regierungsbeauftragte für die Balearen, Aina Calvo, in Palma vor. Sie dankte allen Beamten des Arbeitsamtes für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie mussten in diesen Monaten fast das Zehnfache an Anträgen anderer Jahre bewältigen.

Calvo entschuldigte sich aber auch bei denen, die bislang noch kein Geld erhalten haben und bemängelt, dass auf den Balearen chronischer Personalmangel herrscht.

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