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Montag, September 21, 2020
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Risikogebiet? Strand-Liegen auf Ibiza. Hof-Verkauf. Perseiden

Corona-Chaos auf den Balearen: Risiko-Gebiet oder nicht?

Die Zahlen zu Corona-Infizierten und Quoten sind widersprüchlich. Die Gesundheitsbehörde der Balearen gibt andere Werte an, als die in Madrid.

Was bleibt, ist die schlechte Tendenz, auch auf den Balearen. Deutschland nutzt für die Einstufung zum Risikogebiet unter anderem als Parameter die Ansteckungsrate pro 100.000 Einwohner. Wenn es im Schnitt mehrere Tage einer Woche über  50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt, wird von einem Risikogebiet gesprochen. Dann kann für die Inseln dasselbe gelten wie für andere spanische Regionen: Die Test-Pflicht bei der Heimreise nach Deutschland und Reisewarnung.

Nach den heute bekanntgegebenen Zahlen haben die Balearen diesen Wert nun überschritten. Die Gesundheits-Behörde der Balearen gab ihn mit 55 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an. Wobei die Zahlen der Balearen-Behörde und die aus Madrid deutlich voneinander abweichen. Die Madrid-Zahlen liegen deutlich darunter. Die Situation ist mit Stand von heute Abend noch unklar. Auch Deutschland hat bislang noch nicht reagiert.

Wie in Deutschland sind auch in Spanien und auch innerhalb der Balearen die Unterschiede groß. Es gibt Gegenden mit vielen neuen Infektionsherden und andere ohne Ansteckungen. Mallorca hat hohe Werte, die von Ibiza sind trotz vermehrter Tests noch recht gering. Formentera meldet sogar derzeit keinen einzigen aktiven Fall mehr. Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass andere Länder bei ihren Warnungen so weit ins Detail gehen.

Widersprüchlich ist auch die Zahl der erkannt aktiven Fälle auf Ibiza. Die Gesundheits-Behörde meldete über das Wochenende eine offizielle Zunahme von 17 Fällen und gleichzeitig sieben Genesungen. Während die spanischen Tageszeitungen am Montag daraufhin 45 aktive Fälle meldeten, kommen wir auf 41. Am Freitag hatten alle Quellen noch 31 nachgewiesen aktive Fälle gemeldet.

Heute stehen für Ibiza und Formentera nach offizieller Bekanntgabe des Gesundheits-Ministeriums folgende Änderungen fest: In den vergangenen 24 Stunden wurden 16 Neu-Fälle registriert und drei Gesundschreibungen vorgenommen. 15 der neu erkannt Infizierten zeigen nur leichte Symptome.

Die Pityusen gehören zu den Inseln, auf denen COVID-19 relativ milde verläuft. Die meisten Infizierten zeigen keine oder nur leichte Symptome. Seit Ausbruch der Pandemie sind insgesamt 14 Menschen hier im Zusammenhang mit Corona gestorben. 13 auf Ibiza und eine auf Formentera.

Doch es gilt weiter: Jeder – ob Insulaner oder Besucher – sollte seinen Beitrag dazu leisten, dass eine Verbreitung so gut es geht eingedämmt wird. Dass er selbst gesund bleibt, hier niemand ansteckt – und auch nicht nach dem Urlaub zu Hause.

Der Strand von Portinatx mit Sonnenschirmen und Liegen. Foto: Rüdiger Eichhorn

Sonne und Schatten für die Strandliegen-Anbieter in den Ibiza-Buchten

Die vorläufige Bilanz der Konzessionäre für Strandliegen fällt unterschiedlich aus. Buchten, die direkt von den umgebenen Hotels abhängig sind, leiden deutlich mehr als diejenigen, die aufgrund ihrer Beliebtheit von der gesamten Insel aus angefahren werden. Viele Hotels bleiben geschlossen, und so fehlen dort auch die wichtigen Kunden. Einzelne Konzessionäre haben ganz auf die diesjährige Tätigkeit verzichtet.

Dagegen laufen die Geschäfte in Buchten wie Platges de Comte und Cala Bassa sehr gut. Auch der Stadt-Strand von Santa Eulària und Sant Antoni oder die von der Insel-Hauptstadt Eivissa funktionieren zumindest im eingeschränkten Betrieb, weil generell mehr Menschen dort sind. Nicht, wie in den Touristen-Buchten, fast ausschließlich Ferien-Gäste sondern auch Anwohner.

Außerhalb des Gemeinde-Hauptortes von Santa Eulària leben jedoch viele Strände von den Hotels. 19 Lizenz-Parzellen mit 682 Liegen haben gar nicht erst eröffnet. Besonders betroffen sind Cala Llonga, Es Canar, Cala Nova und Es Figueral.

Eivissa hat die Gebühr für die Lizenzen um 50 Prozent gesenkt und die Shut Down-Zeit nicht berechnet. An den beiden Stadt-Stränden Talamanca und Ses Figueretes werden Liegen und Sonnen-Schirme angeboten, dennoch hat an jedem der Strände jeweils ein Konzessionär den Betrieb nicht gestartet.

Sant Antoni die Zahl der Liegen um 20 Prozent auf 335 reduziert, um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten. Aufgrund der späten Saison mit weniger Gästen wurden die Konzessions-Preise gleichzeitig um 60 Prozent herabgesetzt.

Sant Josep reduzierte die Gebühr um 59 Prozent, um die Konzessionäre zur Arbeit zu motivieren. Der Verlust in der Gemeinde-Kasse beträgt dadurch 2,7 Millionen Euro. Und der kann noch steigen, denn das Rathaus versprach, den Rabatt bei Bedarf im Nachhinein zu erhöhen.

In Sant Joan wurden die letzten Lizenzen für die vier Service-Strände erst am elften Juli vergeben. Portinatx, Cala de Sant Vicent, Port de Sant Miquel und die Cala Xarraca bieten Liegen und Schirme für den komfortablen Urlaub.

Direktverkauf auch auf Formentera

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