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Samstag, Oktober 31, 2020
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Schöner Ibiza-Herbst. Sarg-Nagel. Flüchtlinge. Sport-Krise

Warmer und grüner Herbst auf Ibiza und Formentera

Seit gestern um 15.31 Uhr hat der Herbst in Europa offiziell begonnen. Für Ibiza und Formentera ändert sich damit aber nicht viel, außer, dass es hier schöner wird: Die Sonne lockt weiter, das Wasser ist warm, der Sand ebenso. Gelegentlicher Regen weckt die Natur wieder auf. Und die Vorhersagern sind, zumindest was das Wetter angeht, nicht schlecht für den InselGenuss.

Der Herbst wird wärmer als in anderen Jahren und möglicherweise etwas trockener sein, meldet der spanische Wetterdienst Aemet. Die Temperatur könnte um 0,6 Grad Celsius über 2019 liegen. Damit wäre ein neuer Rekord erstellt.

Schon die Durchschnittstemperatur im Sommer lag mit 23,9 Grad um 0,9 über dem langjährigen Mittel, dem die Jahre 1981 bis 2010 zugrunde liegen. Auf  Ibiza und Formentera übertrafen die Tageshöchstwerte die 36 Grad. Es gab eine Hitzewelle und eine Zunahme tropischer Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 24 Grad sank.

Das Mittelmeer ist im Vergleich zu den 1980er Jahren 1,6 Grad wärmer. Der Atlantik hingegen war etwas kühler als normalerweise.

Auf Mallorca hat es im Sommer mehr geregnet, auf Ibiza weniger. Aber im Vergleich zum Vorjahr hat es auch auf den Pityusen mehr Niederschläge gegeben. Aemet hebt zwei Ereignisse hervor: Die Gewitter am 29. August und die Sturzregen zwischen dem 7. und 11. September. Besonders diese haben dafür gesorgt, dass es gerade wunderbar sprießt und grünt auf unseren Inseln.

Die Herbst-Farben der Inseln – Sonnengelb, Grün und Blau. Foto: Rüdiger Eichhorn

Ibizas gesperrte Viertel zwischen Verzweiflung und Aufgabe

Die Viertel in Sant Antoni und der InselHauptstadt von Ibiza, denen aufgrund der hohen CoronaAnsteckungsraten besondere Einschränkungen auferlegt wurden, wissen nicht, wie es weitergehen soll. Die Maßnahmen sollen die Bevölkerung vor weiterer Ausbreitung schützen. Aber nicht alle Straßenzüge mit hoher Ansteckungsrate sind „Sperrgebiet“ und viele Widersprüche verwirren die Bevölkerung. Touristen waren beispielsweise erst ausgenommen, dann eingeschlossen, das Einkaufen auf dem Markt war erst erlaubt, dann nicht.

Die Geschäftsleute dieser Viertel sind entsprechend erbost und werfen der BalearenRegierung, deren Gesundheitsministerin Patricia Gómez den lokalen Lockdown verteidigt, Improvisation vor.

In Eivissa schlagen sie in der Calle de Catalunya und den Nebenstraßen jeden Vormittag um 12 Uhr Krach, veranstalten sogenannte Cacerolas, Trommelwirbel mit Kochtöpfen. Das Eixample-Viertel, in dem viele Arbeitnehmer leben und in dem sich die zentrale Markthalle sowie die Post befinden, litt ohnehin bereits sehr stark unter der CoronaKrise.

Viele kleine Läden und Firmen haben schon während des Alarmzustands schließen müssen. Rund 50 Lokale werden zum Verkauf angeboten. Wer nicht arbeitslos ist, macht meist Kurzarbeit oder istfreigestellt. Die neuen Beschränkungen sind vor allem für Hotels und Restaurants der letzte Sargnagel, heißt es.

Besonders in der Innenstadt Sant Antonis sind viel Gastronomie und 20 Hotels betroffen. Der Verband kleiner und mittelständischer Unternehmen (Pimeef) fordert für sie gewissermaßen eine Ausnahme-Regelung der verschärften Einschränkungen. Lokale sollen bis 23 Uhr öffnen dürfen und Personen aus anderen Vierteln dort einkaufen dürfen.

Generell gilt bereits: Solange Maskenpflicht und Sicherheitsabstand eingehalten werden, sieht die OrtsPolizei (Policía Local) derzeit im Allgemeinen von Strafen ab, wenn Personen die Viertelbetreten, in denen Ausgangssperre herrscht. Die BalearenRegierung hat die Polizei angewiesen, aufklärend vorzugehen.

Zwei Kirchen in den Sperrgebieten ziehen bereits vor Gericht. Sie dürfen keine Gottesdienste abhalten, was die Regierungen nicht einmal während des Alarmzustands anordneten, sondern damals auf Entscheidung des Bischofs erfolgte. Die Gesundheitsministerin Patricia Gómez will die Entscheidung überdenken.

Nie dagewesene Welle von Flüchtlingen

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