Fast jeder liebt Blau. Himmel, Meer – es ist beruhigend und stimmungsaufhellend. Nicht zuletzt deshalb ist der Blauanteil in Bild-Darstellungen meist sehr hoch. Und das ist ein Problem. Denn blaues Licht ist leider auch sehr schädlich für die Augen. Besonders in den aktuellen Zeiten verbringen wir außergewöhnlich viel Zeit vor jeder Art von Monitor. Optikermeister Georg Seidel erklärt, wie blaues Licht wirkt und welchen Schutz er für sinnvoll hält.
Blaulicht-Filter
Test mit blauem Laser-Licht: Links: Filter-Linse, rechts ohne Blaulicht-Filter

Fernsehen schon ab Nachmittag. Langes Internet-Surfen am Computer. Das Video-Telefonat mit der Familie, mit Freunden oder Kollegen. Und dann natürlich die Beschäftigung mit dem Smartphone. Gerade jetzt, im durch Corona zurückgezogenen Leben, verbringen wir fast alle viel, sehr viel Zeit vor Monitoren. Rechnen Sie mal, ganz für sich, aber ehrlich, die Zeit am Tag zusammen.

Und auch wenn es Ihnen nicht auffällt: Der Blau-Anteil in den Darstellungen ist fast immer sehr hoch. Denn Blau ist nicht nur nach verschiedenen Studien die Lieblingsfarbe der meisten Menschen. Die Farbe soll viele positive Emotionen in uns auslösen. Deshalb wird es gerne verwendet – und die Anteile in der Farbbalance sind häufig hochgesetzt.

Leider ist Blaulichtstrahlung aber sehr schädlich für die Augen. Eine kurze Erklärung zum Licht generell: Das Licht, welches wir sehen, ist das sogenannte weiße Tageslicht. Es liegt in einem Wellenbereich, der sich bei rund 400 bis hin zu 780 Nanometern befindet und besteht aus den Spektralfarben, die auch in einem Regenbogen zu erkennen sind. Der Wellenlängenbereich unterteilt sich in einen oberen und einen unteren Teil. Das Blaulicht ist im unteren Teil befindlich. Gekennzeichnet ist es dadurch, dass es besonders stark gebrochen wird und viel Energie besitzt. Viele Menschen nehmen beispielsweise blaue Leuchtreklamen in der Dunkelheit unscharf wahr. Das verdeutlicht den Effekt des blauen Lichts.

In den Gläsern der Filterbrille spiegelt sich blau der Computer-Monitor. Blau, weil für diese Lichtwellen hier Schluss ist

Neben juckenden, geröteten und müden Augen sowie Kopfschmerzen wirkt sich blaues Licht negativ auf die Netzhaut und den Linsenkörper aus. Wenn die Augen dem Blaulicht auf Langzeit ausgesetzt sind, kann es zu einer Verschlechterung der Sehstärke kommen, in einem grauen Star oder gar einer Makula-Degeneration resultieren. Und nicht zuletzt hält blaues Licht wach. Wer also abends lange fern sieht, am Handy oder Computer sitzt, kommt oft schwerer zur Ruhe. Nicht umsonst gibt es spezielle Brillen mit Gläsern in Orange-Tönen, die müde machen sollen. Oder die „Nacht-Einstellung“ auf dem Smartphone, bei der der Monitor plötzlich bräunlich erscheint.

So ein Farbspiel ist aber gar nicht nötig. Denn es gibt hervorragende Blaufilter-Beschichtungen für Brillengläser aller Art, die Strahlungen abblocken, wenn sie unterhalb von einer gewissen Wellenlänge liegen. Diese Filter können auf klaren Gläsern ebenso aufgebracht werden, wie auf farbigen und auf Sonnenbrillen. Selbstverständlich auch auf Korrektur-Gläsern mit Sehstärke. Durch den Einsatz einer Brille mit Blaulichtfilter verbessert sich zusätzlich der gesamte Seh-Eindruck, mit weniger Blendung und schärferen Kontrasten, man kann Konturen deutlich besser erkennen. Beim Autofahren sollte man jedoch keine Brillengläser mit Blaulichtfilter tragen, da es mit diesen zu einer Farbverschiebung kommen könnte.

Blaulichtfilter Brillen sind vom Preis her recht günstig zu erwerben, je nach Gestell und Gläserverarbeitung und ob eine Sehstärke vorhanden ist.

Zu guter Letzt: Nicht unterschätzen sollten Sie den Kauf von Sonnenbrillen. Herkömmliche schützen oft nur teilweise gegen Blaulichtstrahlen. Achten Sie beim Kauf darauf, ob die Brille über einen Blaulichtfilter verfügt.

 


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