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IBIZA Premium Straf-Bilanz. Bio-Gelder. Präsidentin-Gehalt. Ibiza-Radwege

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Corona-Strafbilanz – über 38.000 Anzeigen

Die Polizei wacht und regelt. Im Alltag ebenso wie mit Blick auf die Corona-Maßnahmen. Symbol-Foto, Thomas Abholte


Wir berichteten gestern: Auf den Inseln werden die Corona-Vorschriften auf ein Minimum reduziert. Aber das war auch mal ganz anders: Spanien gehörte zu den Ländern mit den strengsten Einschränkungen. Dementsprechend gab es auch viele Verstöße, die geahndet wurden. 
Seit Beginn des Alarmzustandes in Spanien, im Juni 2020, summieren sich auf den vier Inseln laut Balearen-Regierung die Verfahren auf bislang 38.350. Davon 36.056 gegen Privatpersonen, dazu kommen 2294, die gegen Firmen eingeleitet wurden. 
Die Verstöße decken die gesamte Vorgaben-Liste ab: Vom Ignorieren der Ausgangssperre über Rauchen im öffentlichen Raum, Versammlungen, Masken-Verstöße wie das Fahren ohne Maske bis zum Nicht-Einhalten der Abstandsregeln. 
Privatpersonen müssen mit Strafen zwischen 600 und 3000 Euro rechnen. Für Unternehmen wird es deutlich ernster: Bis zu 600.000 Euro betragen die Bußgelder hier. Das betrifft die schweren Verstöße, die dem Virus ein großes Verbreitungs-Potenzial bieten. Dazu gehören natürlich die illegalen Partys, aber auch das Überschreiten der maximalen Gäste-Zahl sowie fehlende Hygienemaßnahmen und andere Verstöße gegen die Gesundheitsprotokolle. Weitere häufige Anzeigen-Gründe waren Überschreitungen der Öffnungszeiten. 
Bislang ist nur ein kleiner Teil der Verfahren abgeschlossen, denn die Angezeigten haben das Recht, sich verschiedentlich zu den Vorwürfen zu äußern, Beschwerden einzureichen – und letztendlich auch gerichtlich gegen die Strafen vorzugehen. 
 

Balearen-Präsidentin mit dem niedrigsten Vergleichs-Gehalt in Spanien

Francina Armengol, die Präsidentin der Balearen-Regierung, Mitte September in einer Debatte des Parlaments in Palma. Foto: GOIB


Die Präsidentin der Balearen-Regierung, Francina Armengol, hat einen Knochen-Job: Pandemie, Insel-Lage, Tourismus-Entwicklung, soziale Konflikte… Kaum ein Tag vergeht ohne Gegenwind und Rückschläge. Das Los eines Politikers. Aber was wird verdient, an der Spitze einer autonomen Region – vergleichbar mit einem deutschen Bundesland?
Im Fall der Balearen vergleichsweise wenig. Armengol bekommt von den 17 Präsidentinnen und Präsidenten der autonomen Regionen Spaniens das niedrigste Gehalt. DiesSie müssen sich anmelden, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte anmelden. Noch kein Zugang vorhanden, dann hier kostenpflichtig bestellen.
 

Ibiza will das Transportmittel Fahrrad voran bringen

Besonders zwischen Herbst und Frühling ist Ibiza perfekt für Fahrrad-Touren in grüner Landschaft. Foto: Consell d’Eivissa


Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche stellte Ibiza Pläne vor, um die Nutzung des Fahrrads zu fördern. Mit 29 Kilometern bislang oft stückchen-weiser und nicht verbundener Radwege steckt die Insel aber noch in den Kinderschuhen der Pflege dieses umweltfreundlichen und gesundheitsfördernden Transportmittels. Solange es nicht mehr Radwege gibt, ist es relativ gefährlich, statt des Autos den Drahtesel zu nehmen. Das soll sich ändern.
Die Firma „Biziker“ hat für die Insel-Regierung (Consell) eine Studie erstellt, nach deren Auswertung Transport-Direktor Roberto Algaba klarstellt: „Wir haben nichts getan“. Zwischen 2001 und 2017 ist die Zahl der Fußgänger von 43 auf 21 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Fahrradfahrer bleib bei einem Prozent, der öffentliche Verkehr stieg von drei auf vier Prozent – und Gewinner ist das Auto, dessen Nutzung von 53 auf 74 Prozent anstieg. 

Auch die Küsten-Wege eignen sich fürs Rad – Mountainbikes sind allerdings klar im Vorteil. Foto: Consell d’Eivissa


Insel-Regierung und die fünf Gemeinden müssen zusammenarbeiten. Es habe keinen Sinn, wenn jeder getrennt Pläne schmiede, so Algaba. Verschiedene Projekte der Vorjahre seien in Schubladen der Verwaltung verstaubt, nun sollen 25 Maßnahmen auf den Tisch. Dazu gehört ein Netz von Radwegen, das die bevölkerungsreichsten Ortschaften der Insel verbindet. Aber auch Verkehrs-Schulung, die Einrichtung von Service-Stationen und Fahrrad-Parkplätzen sowie die Nutzung von Transport-Fahrrädern, Leih-Rädern und Fahrrad-Sharing. Auch der Ausbau der Spezial-Routen für Radtouren, Renn– und Mountainbikes steht an. Insgesamt 72 Seiten umfasst das Präsentations-HeftPlan de fomento del uso de la bicicleta de Ibiza“ (Werbeplan für die Fahrrad-Nutzung auf Ibiza).
In der Insel-Hauptstadt Eivissa haben Rathaus und Consell Mitte September die Schaffung eines 800 Meter langen Radwegs zwischen den Kreisverkehren Can Misses und Figueretes, an der E-10 entlang, angekündigt. Bis zur Reformierung des Stadtrings, soll wenigstens den Radfahrern eine sichere Strecke eingeräumt werden. 

Der geplante Radweg entlang des inneren Stadt-Ringes der Insel-Hauptstadt Eivissa. Bild: Consell d’Eivissa


 

1.000.000 Euro für mehr und bessere Bio-Landwirtschaft

Die Inseln können Bio. Aber es geht immer besser. Und das wird kräftig gefördert. Foto: GOIB


Die Balearen wollen ihre Stellung als ökologisch nachhaltige und Bio-Inseln weiter engagiert ausbauen. Der Garantiefonds für Landwirtschaft und Fischerei der Balearen (FOGAIBA) stellt deshalb noch für dieses Jahr eine Million Euro zur Verfügung, um die Umstellung auf Bio-Produkte in der Landwirtschaft sowie die Weiter-Entwicklung der Bio-Höfe von Mallorca, Ibiza, Formentera und Menorca zu fördern.
Das Geld steht für Investitionen bereit, die zur Umstellung auf Bio-Produktion nötig sind oder, bei bereits bestehender Bio-Produktion, folgenden Zwecken dienen:
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