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Montag, September 21, 2020
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Corona. Strand-Handel. Koch-Show auf Ibiza. Heißes CETIS

Fünf Neu-Fälle innerhalb einer Gruppe auf Formentera

Wie am heutigen Sonntag bekannt wurde, ist auf Formentera an diesem Wochenende ein Corona-Ausbruch bei fünf Mitarbeitern eines Hotels nachgewiesen worden. Die Leute gehören zum Wartungs-Service. Sie hatten keinen Kontakt zu den Gästen. Auch andere Hotel-Mitarbeiter sollen nach erster Einschätzung ungefährdet gewesen sein. Das Hotel bleibt geöffnet.

Die Infizierten hätten leichte Symptome gezeigt und seien nach Hause geschickt worden, noch bevor das COVID-19 Test-Ergebnis vorlag. Inzwischen ist der Nachweis erbracht, sie bleiben in häuslicher Isolation. Derweil untersucht das Gesundheitspersonal mögliche Kontakt-Ketten und testet das Personal.

Wenn eine Verbreitung ausbleibt, zeigt dies erneut, wie wichtig das Tragen von Masken sowie das Einhalten der Hygiene-Maßnahmen ist. Der Vorfall auf Formentera ist der zweite sogenannte Ausbruch auf den Pityusen: Am 26. Juni wurde Corona innerhalb einer Familie im Norden von Ibizafestgestellt. Die Verbreitung konnte auf zehn Personen eingeschränkt werden, zwölf Folgekontakte stehen unter Kontrolle. Der Ausbruch gilt noch als aktiv, denn der Status wird erst nach 28 Tagen ohne weitere Entdeckungen innerhalb des Umfeldes aufgehoben.

Von einem Ausbruch wird gesprochen, wenn mindestens drei Personen eines engen Bereiches positiv getestet werden, unabhängig davon, ob es sich um eine Familie, Freunde, eine Arbeitsstelle oder eine Örtlichkeit handelt.

Strand-Verkäufer sind zurück – Behörden wollen streng durchgreifen

Die Strandverkäufer sind zurück in den Buchten. Doch in diesem Jahr ist alles anders: In den vergangenen Jahren waren den Behörden die Hände weitgehend gebunden. Der illegale Verkauf ist eine Ordnungswidrigkeit, die Strafen waren gering. Jetzt gelten die Schutzregeln der Corona-Krise. Nicht eingehaltene Hygiene-Vorschriften und -Abstände werden hart bestraft. Besonders bei den Verkäufern von Lebensmitteln – Obst, Bocadillos oder gar selbst gemixten Mojitos – kann hart durchgegriffen werden.

Brennpunkt war kürzlich die Cala Saladeta. Das Rathaus gibt an, mehrfach täglich Kontrollen durchzuführen. An den Wochenenden sollen sogar permanent Beamte patrouillieren. Auch Drohnen werden zum Einsatz gebracht. Und die Rettungsschwimmer sind ebenfalls einbezogen.

Wie sich die für viele Urlaub- und Ferien-Gäste sowie Insulaner extrem lästige Strandhändler Lage in diesem Jahr entwickelt, muss sich zeigen. Die rechtliche Grundlage für eine konsequente Unterbindung und für empfindliche Strafen ist nun gegeben.

Foto: Consell d’Eivissa

MasterChef dreht auf Ibiza

Sie gilt als eine der erfolgreichsten Koch-Shows der Welt. „MasterChef“ gibt es in vielen Ländern. Auch in Deutschland wurde und wird die Show produziert, zuerst lief sie bei SAT.1, inzwischen beim Bezahl-Sender SKY.

Nun machte die spanische Promi-Version „MasterChef Celebrity“ auf Ibiza Station. Die Küche des „El Roto“, im Yachthafen Marina Ibiza, wurde zum Ort des Geschehens für die in Spanien bekannten – für Deutsche eher fremden – Hobbyköche, während die Jury an der Hafenmole mit der Altstadt im Hintergrund tagte.

Die Episode wird im Herbst im öffentlich-rechtlichem spanischen Fernsehen TVE ausgestrahlt.

CETIS ist eine Sauna

Anwälte in Shorts und Menschen mit Hitze-Koller. Das CETIS-Gebäude, in der Insel-Hauptstadt Eivissa, in dem auch der zentrale Busbahnhof untergebracht ist,  macht weiter unrühmliche Schlagzeilen.

Die Bus-Station wurde bereits kurz nach der Eröffnung wegen einer langen Mängelliste wieder geschlossen. Schon damals eines der Probleme: Die Hitze in der unterirdischen Anlage. Inzwischen ist sie wiedereröffnet. Aber die Temperaturen bleiben ein Thema.

Denn auch in den Gebäuden, in denen unter anderem das Bürger-Servicebüro der Inselhauptstadtsowie Teile der Justiz und Polizei untergebracht sind, fehlt es an Klimatisierung. Laut Mitarbeitern funktioniere die zentrale Klimaanlage bereits seit der Eröffnung 2011 nicht richtig. Inzwischen sei es aber nicht mehr ertragbar. Die Polizisten glühen. Und auch die ehrenhafte Justiz-Riege schwitzt unter den Roben. Das führte so weit, dass ein Anwalt laut Presseberichten in kurzer Hose auftrat. Was wiederum Anlass zu einem Aushang gab, der an die Würde der Institution erinnerte, an die der Robe– und daran, dass diese nicht dazu da sei, unangemessene Kleidung zu verdecken.

Ernster wurde es für zwei Kunden des Service-Büros: Eine Frau erlitt eine Kreislauf-Schwäche, als sie in der Schlange vor der Tür wartete. Aufgrund der Corona-Vorgaben sind überall die Besucherzahlen in Innenräumen stark begrenzt, es bilden sich viele Schlangen in der Sonne. Und einer schwangeren Frau wurde im Gebäude aufgrund der Hitze schwindlig. Beide mussten durch Sanitäter behandelt werden.

Man versucht derzeit, mit Ventilatoren und mobilen Klimageräten Linderung zu schaffen.

Um das Problem grundsätzlich zu beheben, hat die Gemeindeverwaltung der Hauptstadt von Ibiza eine Ausschreibung vorgenommen. Ende vergangener Woche stellten sich acht Unternehmen vor, die das System austauschen wollen. Das Projekt wird mit 165.280 Euro budgetiert. Direkt nach der Auswahl sollen die Arbeiten beginnen.

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