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Donnerstag, August 13, 2020
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Sven on Tour – Tag 1 bis 10

Sven on Tour, Teil 1!

Heute früh hat Sven Oliver Puch die erste Etappe seiner Inselumrundung unter die Wanderschuhe genommen.

Von seinem Zuhause am Ortsrand von Santa Eulària geht es über Cala Pada Richtung Cala Llenya.

Hier kommen die ersten Eindrücke und das kleine Start-Video.

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Sven on Tour, Teil 2 – Richtung Cala Boix…

„Was für ein Geschenk – wenn wir als Reisende an den Orten und den Menschen auf uns selber treffen…“
Sven Oliver Puch

Am Ende seines ersten Wandertages auf seiner Tour um die Insel.
Sven hat den ersten Tag gut überstanden und ist heute Morgen von der Sonne und dem Meeresrauschen geweckt worden.
Heute geht es Richtung Cala Boix weiter.
Ein paar Eindrücke seines gestrigen Weges finden Sie in den Bildern.

Sven on Tour, Tag 3 – die Entdeckung der Langsamkeit

Nach einem herrlichen Nachmittag in bester Gesellschaft und einer mond-durchfluteten Nacht in der Cala Boix ist Sven heute nach Pou des Lleó weiter gelaufen. Hier stellt er seinen 30-Kilo-Rucksack bis heute Abend ab und macht sich mit leichtem Gepäck auf, den Berg und die Küste zwischen Punta d’en Valls und Cap Roig zu entdecken. Und um dabei die Langsamkeit wieder zu entdecken. Den Blick auf Details statt weit voraus zu richten.

Wir sind gespannt auf seine Entdeckungen und lassen Sie mit dem aktuellen Video und ein paar Eindrücken von gestern in den Tag starten.

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Sven on Tour, Tag 4 – dunkle Wolken am Horizont

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Musiker lieben offenbar das Wasser. Nicht nur unser Insel-Umwanderer Sven weiß mit Stimme und Rhythmen umzugehen. Unterwegs trifft er an der Küste immer wieder auf interessante Musiker. Sei es das Gitarren-Pärchen vorgestern. Oder gestern Abend Suzan E., die schom mit der bekannten 80er US-Band „Kid Creole & the Coconuts“ zusammengearbeitete, am Pou d‘es Lleó Kreativität tankt – und gerade einen neuen Song fertig gestellt hat.

Ibizas Musik-Szene hat besonders in der Corona-Zeit zu einer neuen Kreativität gefunden. Wir berichteten ja bereits in unserem IbizaHEUTE Mai-Magazin darüber, was in Zeiten der Ausgangssperre so entsteht. Und hier wartet ein neues Ibiza-Feeling-Stück auf uns.

Svens Reise hat einen ganz eigenen Rhythmus – in jeder Beziehung…
Heute geht es für ihn weiter Richtung Aguas Blancas. Und es wartet Die erste echte Herausforderung auf ihn: Bereits gestern hat es im Norden geblitzt, heute sind stärkere Gewitter angekündigt. Aber Sven verlässt sich auf sein Zelt und sucht sich eine geschützte Nische.

Heute Morgen war das alles aber erst mal vergessen, und ein traumhafter Sonnenaufgang weckte unser Wander-Duo aus Mensch und Labrador. Wir begleiten die beiden weiter und freuen uns auf mehr tolle Fotos wie diese, mit denen wir Sie in den Tag starten lassen:

 

Sven on Tour, Tag 5 – Begegnungen und Wasser-Wandern

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Zügig ging es für Sven gestern Richtung Aguas Blancas. Die Gewitterwolken trieben ihn – trotzdem blieb die Zeit für einen kurzen Plausch mit neugierigen meckernden Ziegen…

In der Bucht schlüpfte er auf der überdachten Terrasse einer soliden Hütte unter und ließ das Wetter über sich hinwegziehen. Was in vielen Teilen Ibizas maximal als leichter Regen ankam, war im Nord-Osten der Insel ein ausgewachsenen Gewitter. Sven nimmt Sie in seinem kurzen Tagesvideo mit durch die Erlebnisse.

Am Abend wurde dann auf der Plattform vorm geschlossenen Chiringuito das Zelt aufgeschlagen. Und die Nacht – sehen Sie selbst auf den Bildern. Fast-Vollmond, Sterne – und dann wieder dieser Ibiza-Sonnenaufgang.

Gestern und heute Morgen waren aber auch gespickt mit besonderen Begegnungen.

Wie die mit dem Stanislav. Wenn Sie sich je gefragt haben, ob diese alten Brunnen, die man überall auf der Insel findet, noch genutzt werden: Hier die Antwort. Der Weißrusse kletterte hinein, um Wasser für den Hund zu holen.

Der Holländer Robert, in seiner roten Jacke, ist der lebende Beweis dafür, dass Ibiza fit hält. 1960 kam er erstmals auf die Insel. Seit 1981 lebt er in Sant Llorenç – und kommt fast jeden Morgen mit dem Rad zum Schwimmen nach Aguas Blancas.

Frühstücks-Lieferant: Svens alter Freund und Marathon-Kumpel Kosro (Bild unten, Mitte) – der auch schon die weltberühmte „Route 66“ mit dem Fahrrad bezwang – brachte dem Insel-Umwanderer Frühstück. Denn Sven hat zwar an Hundefutter gedacht, die eigene Verpflegung aber vernachlässigt.

Apropos Wandern: Heute geht es nicht zu Fuß weiter, sondern per Kayak. Zumindest ein Stück. Ziel ist die Cala de Sant Vicent. Dem Motto „Wandern“ bleibt Sven aber auch auf dem Wasser treu. Denn Touren-Kayak-Fahrer gelten als die Wasser-Wanderer unseres Planeten.

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Heute Nacht möchte Sven sein Zelt wahrscheinlich in den Ruinen des mystischen Leuchtturmes am Punta Grossa aufschlagen. Die Alternative wäre der Aufstieg zur Tanit-Höhle. Wir lassen uns überraschen. Genießen Sie das kurze Tagesvideo und die Bilder.

Sven on Tour, Tag 6 – am Ende der Welt

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Auch Ibiza hat ein Ende der Welt. Hoch im Nord-Osten, am Punta Grossa. Eine hohe, schmale Landzunge. Kaum zu erreichen, an ihrem Ende ein Leuchtturm. Lange verlassen, Wind und Wetter preisgegeben, tief unter ihm beginnt das Meer, in der Ferne zeichnet sich die Silhouette Mallorcas ab.

Ein wahrlich spektakulärer Platz, den Sven sich für die Nacht ausgesucht hat. Wenig überraschend hingegen, dass er nicht viel Schlaf fand. Der Wind rauschte durch die Ruine, der Vollmond tauchte die gesamte Szene in blasses licht, malte gespenstische Schatten. War es das wert? Absolut!

Die Bilder sprechen für sich.

Unterschätzt hat Sven gestern den anspruchsvollen – und in Teilen nur noch in Fragmenten an der Steilküste vorhandenen – Weg von der Cala de Sant Vicent hier hoch. Besonders Labrador Rayo, der schon lange nicht mehr zu den jungen Hüpfern zählt, hatte seine Schwierigkeiten.

Am Abgrund: Die Steilküste fällt teilweise senkrecht ins tief unten glitzernde Meer

Daher hat Sven für heute eine ruhige Etappe angesetzt: Zuerst langsam zurück in die Bucht, dort im „Boathouse“ Vorräte aufstocken und dann im Schatten der Pinien in die Hügel Richtung Sant Vicent. Ziel ist erstmal die Tanit-Höhle. Vielleicht auch schon das endgültige für heute, für eine weitere mystische Nacht und als Rucksack-Lager, um von hier aus in Ruhe die Umgebung zu erkunden.

Wir alle begleiten dich, Sven – durch deine Updates an die Redaktion, Videos und Fotos!

Vollmond- und Sternen-Nacht am Cap

Sven on Tour, Tag 7 – kantige Steine im Mosaik

Rayo in Gefahr, ein enttäuschter Ur-Ibizenker, Speicher-Mangel… Das Mosaik von Svens Insel-Umrundung hat zwar eine generelle Form – Ibiza – aber die vielen kleinen Bilder darin baut er jeden Tag mit den Steinchen, die am Wegesrand liegen. Und die passen bei weitem nicht immer. Das ist die Gefahr, aber auch Freude an der Spontanität, wenn im Prinzip nichts geplant ist und, um bei der Metapher zu bleiben, selbst das Hämmerchen fehlt, um die Kanten zu glätten.

Das begann bereits gestern Morgen, nach der durchwachten Nacht in der Leuchtturm-Ruine des Punta Grossa. Der Weg dort hin führt buchstäblich am Abgrund entlang. Streckenweise so schmal, dass ein Fehltritt lebensgefährlich sein kann. Allein, ohne Gepäck, eigentlich kaum ein Problem. Aber mit 30 Kilo auf den Schultern und einem Labrador, der nicht mehr so sicher auf den Pfoten steht, wie er es gerne hätte, eine ernste Sorge.

Besonders für einen Rechtshänder und -füßer. Es gibt nur den einen Weg zum Turm. Links der steile Felsen, rechts die Tiefe. Vielleicht haben Sie es schonmal selbst erlebt: Wenn es irgendwo steil bergab geht, hat man den Abgrund lieber rechts, an seiner körperlich vom Gefühl her sichereren Seite. Man fühlt sich einfach gewappneter. Auf dem Hinweg war für Sven außerdem die rechte Hand frei, um schnell reagieren und zupacken zu können.

Auf dem Rückweg ist der linke Fuß an der Kante steil nach unten. Die Tiefe „zieht“ viel mehr am Gleichgewichtssinn. Und wenn Labrador Rayo abrutscht… „Aber es gab keine Alternative“, erzählt Sven uns in seinem Update. „Unten, zurück in der Bucht, war ich richtig gehend fertig mit den Nerven.“ Alles andere als der Start in einen entspannten und guten Wandertag. Zumal zwei weitere Sorgen nagten: Svens Vermieter, Mariano, ein Ur-Ibicenco in seinen 80ern, hat ihn zum „Bullit de Peix“-Essen im urigen Restaurant am Pou d’es Lleó eingeladen. Soetwas ist zwischen den Alt-Einheimischen und Zugereisten alles wirklich nicht selbstverständlich. Und eine Ablehnung hinterlässt Spuren. Aber wie annehmen? Mit dem anhänglichen Rayo und Rucksack…?

Und dann die Sache mit der Technik: Zu viele Eindrücke, die festgehalten werden wollen, zu wenig Speicherplatz. Schon an Tag fünf. Deshalb, liebe Leser, gibt es heute auch kein Video und nur ein paar Fotos.

Aber manche Dinge fügen sich einfach. Und genau das ist auch die Freude, wenn eben keine Pläne Sicherheit und ebene Wege bieten.

„Als ich unten an der Bucht war, meine Gedanken in den Griff bekommen und Vorräte auffüllen wollte, hat er mich aufgepickt,“ erzählt Sven mit emotionaler Stimme. „Er“ ist Thomas Henze, vielen bekannt als Bassist der Insel-Kult-Band „My Generation“, enger Freund von Sven und Online-Verfolger seiner Wanderung.

Thomas packte Mensch, Tier und Gepäck ein. In seinem Haus in der Nähe wartetet schon Tine, die wiederum viele (Wahl-)Insulaner von „Care4Cats“ kennen. Kurz: Diese beiden hatten für gestern und heute nicht nur das Hämmerchen fürs Mosaik sondern sogar den Schleifstein für feine Details:

Rayo kann bei den Tierfreunden ausruhen, während Sven geduscht Mariano zum Essen trifft.

Das Speicher-Problem kann in Angriff genommen werden.

Der bevorstehende Schlecht-Wetter-Tag mit gewittriger Nacht ist auch von der Liste runter.

Und besonders wichtig: Traditionell steht heute – Sonntag – die Live-Abend-Session an, die Sven seit Corona-Alarmzustand auf der Insel gibt. Die Abende zwischen Musik, Anekdoten und tiefsinnigen Gedanken sind längst Kult. Und heute muss er auch nicht ausfallen! Im Gegenteil. Dieser Abend wird sicherlich der interessanteste bislang. Denn Sven hat dann endlich die Gelegenheit, live und mit Zeit die ersten Tage seiner Tour mit Ihnen zu teilen. Also: nicht verpassen. Heute, Sonntag, 7. Juni 2020, 19 Uhr bei Facebook unter Sven Puch.

Bleibt aber die eine Lücke, die wir bereits an Tag 5 angedeutet hatten. Als die Ziel-Optionen Leuchtturm oder Tanit-Höhle hießen. Beides ganz besondere Ziele für eine Übernachtung. Die Höhle ist jetzt auch wieder im Rennen. Wobei: NICHT im RENNEN, denn Sven wird auch sie mit aller Zeit besuchen, die ein solcher Ort verdient. Mehr dazu gibt es morgen.

Sven on Tour, Tag 8 – Blitze oder Regenbogen bei der Göttin?

Nachdem der Tag gestern sich von Sorgen in pure Freude umwandelte, schaut Sven heute ins Ungewisse. Die schwarzen Gewitterwolken, die sich ein optisch spektakuläres Duell mit der Sonne liefern, machen klar: Du wirst heute nass!
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Andererseits ist genau diese Wetterstimmung geradezu ideal, um einen sagenumwobenen Ort wie die Tanit-Höhle zu besuchen. Die heute tatsächlich, endlich und unumstößlich auf dem nicht vorhandenen Wanderplan steht.

Aber bleiben wir noch kurz bei gestern und dem Essen mit Svens Vermieter. Das stand lange auf der Kippe, eine Absage wäre allerdings nicht gut aufgenommen worden. Letztendlich hat sich ja alles zusammengefügt. Und so hatte Sven nicht nur eine sehr gute – manche sagen, die beste der Insel – Pullit de Peix im Pou d’es Lleó Restaurant. Vor allem gab es bewegende Geschichten des alten Ibicencos und seiner Schwester, die sogar noch auf ein paar Jahre mehr zurück blickt.

Mariano ist Jahrgang 1939. Seine Schwester Maria kam 1933 zur Welt. Auf Ibiza geboren, aber in die Welt getrieben. Als sie jung waren, war Ibiza arm. Sehr arm. Die Insel gehörte zu den ärmsten Gebieten Spaniens – und viele waren gezwungen, die Insel zu verlassen. Mariano und Maria gingen 1949 zusammen mit ihrem Vater nach Algerien, weil sie schlicht und ergreifend nichts mehr zum Überleben hatten. Sie war 16, ihr Bruder zehn. Dann kam der Bürgerkrieg und die kleine Familie musste wieder ihre Habseligkeiten packen. Sie fanden in Frankreich Zuflucht.

Mariano zog aber auch von dort wieder Fort. Nach Borneo, in die Sahara, nach Libyen, in den Iran, arbeitete dort für eine Ölfirma. „Ich war überall auf der Welt. Aber Ibiza war immer in meinem Herzen“, erzählte er Sven bei dem gemeinsamen Fisch-Essen. Natürlich kam er zurück hier her. Nun auch, um seinen verrückten Mieter kurz von der Strecke zu holen „damit er was anständiges zu Essen bekommt…“

Jetzt ist Sven gestärkt und ausgeschlafen, nach seiner Nacht bei Tine und Thomas. Und das wolkige und etwas kühlere Wetter erlaubt es, ein paar Kilometer mehr unter die Sohlen zu nehmen.

Senior-Labrador Rayo lässt Herrchen heute mal allein Strecke machen und genießt nochmal die „Pension Tine“. Denn „Blitz“ – so die deutsche Übersetzung des Namens – ist inzwischen eher „Funke“, was die Energie angeht. Dafür hat der Vierbeiner um so bessere Laune. Und rayos – Blitze – überlässt er an diesem Montag getrost den Wolken, die Sven vielleicht etwas Zusatz-Erfrischung und Spektakel liefern.

Der Weg für heute, wenn’s passt: den holprigen Aufstieg zur Tanit-Höhle, dann die Steilküste entlang bis Sa Caleta, mit Etappenziel Casa Pep.

Von hier aus will Sven ein Stück in die alte „Salzroute“ einsteigen. Den Weg, den die Arbeiter des Nordens meist zu Fuß auf sich nahmen, um in mehreren Tagen zu den Salzbecken der Salinen im Inselsüden zu gelangen. Dort schöpften und ernteten sie in zermürbender körperlicher Arbeit das „weiße Gold“, wochenlang getrennt von der Familie.

Für das, was der Insel einen gewissen Wohlstand brachte, bekamen sie ein paar Peseten, doch es war immer noch mehr, als die kargen Felder der Bauern abwarfen. Ihr Opfer stillte den Hunger der Familien, und so ließen Sie im heiß-trockenen Spätsommer die dürren Felder hinter sich. Trugen zentnerweise das schwere nass-tropfende Salz in Körben auf Kopf und Nacken, bis zur Erschöpfung, jeden Tag, die Hände bis ins tiefe Gewebe aufgeweicht, die Haut vom Salz zerfressen. Die Augen brennend und geblendet von den weißen Flächen. Nicht umsonst gibt es in den Salinen gleich mehrere Kirchen und Kapellen…

Sven on Tour, Tag 9 – Wikinger-Angriff und „die drei Türme“

Dass die Wikinger seit je her großes Interesse an Ibiza haben, ist bekannt. Vor Jahrhunderten als Salz-Lieferant und Handels-Außenposten. In den moderneren Tagen aus denselben Gründen, aus denen wir alle die Insel so schätzen. Und erobern müssen sie das Eiland auch nicht mehr. Verteidigen manchmal schon. Und so sah Sven sich einem wilden Normannen gegenüber, der einen Räuber auf dem Grundstück seiner Finca witterte.
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Aber der Reihe nach…

Der gestrige Tag war ein wahres Wechselbad. Der Gefühle, aber auch zwischen kalten Regenduschen und schweißtreibenden Routen im schwülen Gewitterklima. Sorry für das Bild in Ihrem Kopf.

Sven hat es endlich zur Tanit-Höhle geschafft, hoch in den Hügeln von Sant Vicent. Um eine kleine Enttäuschung zu erleben. Die Gittertür war verschlossen. Halb so schlimm: Sven war nicht zum ersten Mal hier und hat eine Innenaufnahme aus der vorletzten Woche beigelegt, als sie offen war.

Gut ist, dass die Vergitterung nicht direkt an der Felskante angebracht ist. Denn der Vorsprung sollte Svens Rettung vor völliger Durchnässung werden. Vermeldete er am früheren Morgen noch „Nieseln“, fing es pünktlich bei Tanit an zu schütten. Mit sicherem Unterschlupf gab es eine Stärkung aus der Dose und das Video für Sie.

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Der weitere Weg entlang der Küste und über die hohen Gipfel – und vor allem das Spiel der Natur mit den Stimmungen, Formen und Farben braucht wenig Worte. Die Bilder sagen alles.

Der Bereich bei Sant Vicent gehört zu Svens absoluten Lieblings-Stellen auf der gesamten Insel. Besonders wegen eines Platzes, in dem Bereich der Serra d’en Negre. Denn es warten „die drei Türme“. Was sich nach einem „Herr der Ringe“-Titel anhört, ist hier Realität: „An einem Punkt siehst du rechts die Ruine des Punta Grossa-Leuchtturmes, in dem ich ja geschlafen hatte. Und dahinter den Leuchtturm von Tagomago“, erklärt er. „Gehst du nur ein paar Schritte weiter, taucht in der entgegengesetzten Richtung in der Ferne das schwarz-weiße Leuchtfeuer von Portinatx auf. Spektakulär, diese Weite!“

Ein kurzer Schreckmoment kam dagegen bereits kurz nach der Tanit-Höhle: Svens schmaler Pfad öffnete sich plötzlich zu einem offenen Platz, auf dem ein Feuerwehrauto stand. Dahinter eine Wahnsinns-Finca, aus der ein mit einer Stange bewaffneter bärtiger Berg von einem Mann sprang. Steen, Däne und Musterbeispiel eines Wikingers, der einen Einbrecher witterte und zur Verteidigung seines Eigentums ansetzte. Die Situation klärte sich schnell. Und die Geschichte hinter dem Löschfahrzeug zeigt wieder diesen besonderen Insel-Charakter:

Wir alle haben die Bilder der Waldbrände auf der Insel noch vor Augen. Nach wie vor ist die einzige Feuerwache die beim Disco-Club Amnesia, zwischen der Inselhauptstadt und Sant Rafel. Bis hier her, in den Norden, sind es locker 30 Minuten reine Fahr-Zeit. Für Flammen in trockenem Pinienwald eine Ewigkeit. Also kaufte Steen ein Löschfahrzeug für eine schnelle Erst-Reaktion. Nicht nur, um sein Hab und gut zu schützen. Der Schlüssel ist für alle Nachbarn zugänglich platziert… Besondere Ibiza-Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen.

Einen ganz anderen Charakter, wesentlich sanfter aber nicht weniger interessant, traf Sven beim „Casa Pepe“ – besser bekannt als „Es Cafè“, dem Etappenziel. Dort begegnete er Frank. Der „bunten Kuh“, wie seine Latzhose verrät. Frank ist kochender Farmer, baut seine eigenen Lebensmittel an und steht in verschiedenen Locations am Herd und Grill, beispielsweise im Casa Pepe.

Frank chauffierte Sven zurück zu Tommy und Tine und vereinte ihn so auch wieder mit Rayo, der einen Pausentag einlegte. Dem Abend in musikalischer Runde folgt heute die Wanderung entlang des Salzpfades, über den wir gestern bereits berichteten. Natürlich zusammen mit Rayo. Tommy hat die beiden heute früh zum gestrigen Endpunkt Casa Pepe gebracht, von wo aus sie Richtung Sant Joan starten. Die kommende Nacht wird das Duo in den Bergen verbringen. Dann geht es weiter, entweder nach Portinatx oder direkt Richtung Xarracó.

Darüber morgen mehr…

Sven on Tour, Tag 10 – himmlische Licht-Show

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Gibt es Zufälle? Die Frage hat sich wohl jeder schon mal gestellt – in Situationen, die so eigentlich unmöglich zustande kommen können. Sven hatte heute früh einen solchen Moment. Um 6.30 Uhr, um genau zu sein.

Wie wahrscheinlich ist es um diese Zeit, dass man zufällig einen Freund trifft? Mitten in den Hügeln von Sant Joan? Im Nirgendwo, wenn man vom Buschgelände auf einen winzigen Pfad trifft. Und der Bekannte auch noch sportlich-schnell mit dem Mountainbike unterwegs ist – also in Sekunden wieder verschwunden wäre?

So passiert am heutigen Mittwoch. Sven kam von seinem nächtlichen Lagerplatz zurück auf den Weg, als genau in diesem Moment sein Kumpel Dani, vom Bike-Shop Kan Dani, anrauschte. Keiner wusste vom anderen. Purer Zufall, sich genau hier genau jetzt zu treffen… oder nicht…?

Rad-Experte Dani und Nicolás, eigentlich Salsa-Tänzer

Wie auch immer, besser kann ein Tag kaum starten. Und das nach einer Nacht, die sich den Titel spektakulär verdient hat. Der Himmel hat sein gesamtes Farben- und Formen-Repertoire auf die Bühne gezaubert. Den Sonnenuntergang vom strahlenden Blau über orange-gold bis ins tiefe Violett der einbrechenden Dunkelheit. Gegen fünf Uhr morgens erhellten weiß-rötliche Blitze das Graublau des herannahenden Tages. Und dann, Minuten, nachdem Sven in seiner Videobotschaft, die Sie oben sehen können, gesagt hat, heute gäbe es keinen Sonnenaufgang, dieses Feuerwerk.

Der gestrige Tag war aber eigentlich einer der inneren Ruhe. In Sant Vicent stiegen Sven und Labrador Rayo in den alten Salzweg ein, über den wir gestern schrieben. Nicht in der Bucht Cala de Sant Vicent, sondern im winzigen Ort in den Hügeln, der eigentlich nur aus der Kirche und dem Restaurant besteht, das eine herausragende Thaiküche bereit hält – Eigner Pepe hat eine thailändische Frau, die mit ihrer Familie am Herd steht. Der Brunnen nahe der Kirche markiert den Anfang, für Rayo gab’s noch ’nen Schluck. Und ein erfrischendes Schlammbad in einer Pfütze, die das Unwetter hinterlassen hatte. Dann folgte pure Ruhe und Natur, gelegentlich unterbrochen von urigen Fincas.

Die jetzt kargen Hügel waren vom Pinienwald bedeckt. Waldbrände hinterlassen tiefe Wunden in der Landschaft

Allerdings offenbarte sich auch das, was die Waldbrände auf der Insel anrichten. Der Weg verläuft durch die Hügel, in denen vor Jahren die verheerenden Feuer alles zerstörten, was ihre Flammen zu fassen bekamen. Und die Landschaft wird noch Jahre brauchen, um sich zu erholen. Wo Sven in dieser Folge unseres Wander-Tagebuches sein Zelt aufgeschlagen hat, stand einst ein dichter Pinienwald. In solchen Momenten versteht man Menschen wie Steen, der sich privat das Löschfahrzeug gekauft hat, das Sven gestern zufällig fand.

Heute geht es zuerst bis Sant Joan. Sven ist früh aufgebrochen: Sein Trinkwasser wird knapp, da ist die Morgenkühle wichtig. Und Rayo macht die Hitze auch zu schaffen. Die Temperaturen werden mehr und mehr zum Thema – und zwingen Sven nun doch zu einer gewissen Planung.

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