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Samstag, September 19, 2020
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Sven on Tour – Tag 11 bis 20

Sven on Tour, Tag 11 – Träumen Form geben

Die romantische Vorstellung vom Aussteigen ist, den Träumen Formen zu verleihen. Die Realität hingegen zeigt, dass die meisten Menschen genau das nicht schaffen. Weil sie den Mut nicht aufbringen, das ungeliebte – aber doch irgendwie sichere Leben hinter sich zu lassen. Oder weil sie an den zahllosen neuen Herausforderungen scheitern und abrutschen.

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Zum Thema „wirklich und richtig aussteigen“ könnte man ein Seminar bei Friederike nehmen, würde sie denn welche anbieten. Die Berlinerin tauschte Ku’damm gegen… Ja, gegen was? Eigentlich gegen das Nichts. Und bekam so viel mehr, als man mit Geld kaufen kann. Frieden, Selbstbestimmung, ihr eigenes kleines Reich. Beachtlich dabei ist: Sie kommt auch in den heutigen Zeiten gut zurecht. Sven hatte gestern das Privileg, Einblick in ein hochinteressantes Leben zu bekommen. Friederike verfolgt seine Tour online und lud ihn zu sich ein.

Nach dem Hippie-Trail fand die Wahl-Ibizenkerin vor rund 30 Jahren ihre neue Heimat auf der Insel. In einer kleinen Finca, ohne Anschluss ans Strom- und Wasser-Netz. Dafür mit einem Garten, der ihr alles gibt, was sie braucht. Und was Sven braucht. Er bekam nicht nur frisches Obst, sondern ein sehr aromatisches Essen serviert.

Das kleine Haus gleicht einem Museum der Erinnerungen und Inselgeschichte. Wer aber glaubt, Friederike hätte die Bodenhaftung verloren, der begreift mit einem Blick auf ihre Kunst: Hier hat ein Mensch alles gefunden, was er gesucht hat. Alles andere als ungeordnet. Die Glas-Werke, die diese Frau aus Sant Joan erschafft, verkörpert pure Schönheit, Klarheit und Freiheit.

Sven selbst nutzte den Tag, um Sant Joan und die Umgebung zu erkunden. Es ist Anfang Juni – und der pittoreske Ort ist fast menschenleer. Nur das kleine Restaurant hat geöffnet. Und gepflegt ist Sant Joan. Die Bewohner achten auf ihr Hab und Gut. Nun ja – im Allgemeinen. Denn unweit der Tankstelle traf unser Insel-Umwanderer auf eine bizarre Szenerie: Im Wald, zwischen den Pinien, teilweise längst erobert von Büschen und Sträuchern, fand er Autos und Motorräder, die, längst vergessen, morbide Bilder zwischen Verfall, Ignoranz und Kraft der Natur bieten.

Einige unserer Leser sind noch dabei, die Möglichkeiten des Internets zu entdecken. Klicken Sie einfach auf die kleinen Bilder, um sie zu vergrößern. Und dann können Sie mit den Pfeilen, die Sie rechts und links neben den Fotos sehen, durch die Galerie „blättern“. Viel Spaß!

Svens Weg führt heute wieder zum Meer, Richtung Moon Beach. Unterwegs, bereits heute Morgen, füllte sich mal wieder seine Schatzkiste der Musiker-Begegnungen um einen besonderen Charakter: Christoph, der mit seinen beiden Hunden unterwegs war. Ursprünglich Film-Komponist, jetzt macht er Tecno. Viva Ibiza!

Sven on Tour, Tag 12 – Hundemasseurin ohne Hund

Heute Morgen kam die Videobotschaft von Sven verspätet bei uns an. Er hat beim Moon Beach übernachtet. Sehr schön, sehr einsam – und kaum Netz. Für die Foto-Übertragung hat es gerade noch gereicht, auch für ein kurzes verbales Update. Aber Video… Keine Chance. Am frühen Mittag hatte er dann Empfang und nachgeliefert, was er direkt nach dem Aufwachen aufgenommen hatte:
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Schlamm-Kuren sind ja bekanntlich gesund. Im Hundefell hält der Modder außerdem kühl. Trotzdem. Svens treuer Begleiter Rayo kann die Jahre, die er in den Gelenken hat, nicht verleugnen. Und so gehen die beiden nun ein paar Tage getrennte Wege.

Der gestrige Tag auf Svens Insel-Umwanderung führte von Sant Joan Richtung Cala de Xarraca. Rayos Bad in der tiefen Pfütze – das Foto dazu finden Sie im Update von gestern – gab die erste Abkühlung. Brachte ihn über die nächsten Kilometer. Bis zum nächsten Nass, im glasklaren Wasser der Sa Mesquita… das anschließend nicht mehr wirklich klar war. Unglaublich, wie viel Schlamm sich so aus einem Hundepelz ausspült. Die paar Badegäste, die dort waren, nahmen’s mit bemühter Fassung.

Besonders David, der selbst mit Hund unterwegs war, allerdings auf dem Wasser. Passt auch irgendwie, denn er arbeitet in der Bootsbranche. Die derzeitige Zwangspause gibt ihm jetzt, wo eigentlich Saisonstress angesagt wäre, die Muße, mit deinem Vierbeiner auf dem Stand-Up Board raus zu kommen.

Weiter als zur Landzunge Punta de Xarracó, gleich hinter der Cala de Xarraca, ist Sven gestern auch gar nicht gekommen. Aus drei Gründen: Erstens ist die Gegend dort so schön, dass man einfach mal die Zeit Zeit sein lässt. Zweitens ist ihm mal wieder das Wasser ausgegangen. Und drittens muss Sven sich der Tatsache stellen, dass Labrador Rayo sein Tempo nicht dauerhaft mitgehen kann.

Für „Zweitens“ und „Drittens“ ergab sich ein und dieselbe Lösung: Blond, mit Namen Susi. Svens langjährige Lebensgefährtin, die vielen als Zuza, mit ihrer gleichnamigen Boutique im Hafen von Santa Eulària bekannt ist, kam mit Currywurst und Flüssigkeit. Gut, wenn man sich auch mit Ex-Partnern weiter hervorragend versteht!

Susi packte am späten Nachmittag auch Rayo ein. Der pelzige Senior wird ein paar Tage bei ihr verwöhnt, bevor er weitere Etappen mit Sven unter die Pfoten nimmt. Immer je nach dem, wie weit sie tragen, die breit gelaufenen Füßchen. Frühestens am morgigen Samstag, vielleicht auch erst Sonntag, kommen die beiden wieder zusammen.

Das wird allerdings Claudia enttäuschen, die mit ihrer Familie Sven in Benirràs ein Bett bereitstellt. Denn Claudia ist Hunde-Masseurin und hat sich wahrscheinlich mehr auf Rayo als auf seinen Begleiter gefreut. Sven wird’s schon richten.

Nach einer Wahnsinns Nacht unter den Sternen ist jetzt ein strammes Stück Weg angesagt. Entlang der schroffen Küste, die heute besonders spektakulär ist: Der Wind weht steif vom Meer. Er hat jeden Dunst weggeblasen und lässt die See in fantastischen Farben anbranden. Es geht aber auch ins steile Gelände. Dazu gibt es wenig Schatten. Kurz: Heute Abend hat Sven sich eine kühle Erfrischung redlich verdient. Und vielleicht knetet Claudia ja auch seine geschundenen Muskeln durch. Den treuen Hunde-Blick hat er auf jeden Fall drauf…

Sven on Tour, Tag 13 – eine Entscheidung, die uns Sorgen macht

Der heutige Samstag beginnt mit Sorge in der Redaktion: Sven hat sich spät gemeldet, erst gegen 10.30 Uhr. Aufregung in der Stimme, Wellenrauschen im Hintergrund. Dazu das Bild. Selbst seine Videobotschaft hat er vergessen.

Für alle, die zurzeit nicht auf Ibiza sein können und Svens Insel-Umwanderung aus der Ferne mit uns begleiten: Seit zwei Tagen haben wir starken Wind. Heute stürmt es. Die Wellen türmen sich, branden im Norden unkalkulierbar an den Strand und die Klippen. Sven ist trotzdem mit dem aufblasbaren Kanu von Benirràs nach Sant Miquel aufgebrochen. Selbst für geübte Kanuten ein Risiko. Wir hoffen auf baldige Nachricht, dass er gesund angekommen ist – oder rechtzeitig umgekehrt.

Wir schauen auf einen Tag zurück, der von Gesprächen geprägt war. Sven ist nach Benirràs gewandert. Die Bucht war fast menschenleer. Fotomotive wie in der Karibik. Hier unten traf er seinen engsten Mitarbeiter Ben, der seit vielen Jahren mit Sven zusammen das Entertainment-Business organisiert. Im „Elements“ machten sie sich gemeinsam Gedanken, wie die Firma in der Krise zu retten ist. Auch der ewige Optimist Sven kann die Gedanken an das, was kommt – für ihn und nicht zuletzt sein Team – nicht abschütteln. Wandertour zum Abstand gewinnen hin oder her.

Denselben Gedanken zum inspirativen Treffen in Benirràs hatten Luna und Dirk. Eine Zufallsbegegnung für Sven. Eine bereichernde für einen Austausch aus anderen Perspektiven. Ebenso wie die mit dem Pärchen und deren Sprössling am Strand. Auch sie suchen nach Wegen in eine Zukunft, die zurzeit so ungewiss ist… Sehr viele sind im Moment gedanklich in Bewegung, die Hippie-Bucht scheint dafür zu ein guter Ort zu sein…

Am Abend kam Sven zu Claudia und Bernd. Auch die beiden haben durch schwere Zeiten zueinander gefunden. Ein schönes Beispiel dafür, dass aus Schlechtem wirklich Gutes entstehen kann. Das gibt Mut.

Die ausgebildete Tierärztin praktiziert jetzt als Physiotherapeutin für Tiere. Ihr Haus baute sie ganz alleine, nachdem sie im „Can Curune“ auf einem Zettel las, dass ein Grundstück angeboten wurde. Dort war Sven gestern dann auch Übernachtungs-Gast. Mit langen Gesprächen über Gott und die Welt. Und – wie könnte es anders sein – mit Musik. Claudia singt, Bernd ebenso, spielt außerdem Klavier. Und Sven griff zur Gitarre.

Sven ist gestern nur wenig durch die Natur gestreift. Aber eine besondere Begegnung hatte er trotzdem: Steineichen waren lange auf der Insel verbreitet. Der Mensch – und die schnell wachsenden Pinien – ließen sie aber fast komplett von Ibiza verschwinden. Dieses mächtige Exemplar trotzt nicht nur der Zeit, die Inselregierung hat sie unter Schutz gestellt und ihr sogar ein eigenes Schild gewidmet.
Schutz ist auch das, was Sven heute braucht. Bitte entschuldigen Sie, dass den heutigen Zeilen die Leichtigkeit fehlt. Wir machen uns Sorgen. Und wir geben Ihnen sofort Nachricht, wenn wir wieder von ihm hören.

Sven on Tour, Tag 14 – Wechselbad der Gefühle

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Der letzte Tag der zweiten Woche seiner Insel-Umwanderung hat Sven emotional und körperlich an Grenzen gebracht.

Begonnen mit dem Husarenstück am Morgen, als er bei Sturm und Seegang ins Luft-Kayak stieg, um „mal eben“ an der schroffen Felsküste entlang von Benirràs nach Port de Sant Miquel zu paddeln. Ergänzend zu den Bildern von gestern gibt’s heute das Video dazu. Diese Entscheidung von Sven hat uns in der Redaktion wirklich in Sorge versetzt. Ich, Thomas Abholte, der das Tour-Tagebuch von Sven jeden Morgen in Worte fasst, bin selbst quasi auf dem Wasser groß geworden und jahrelang intensiv Kayak gefahren. Ich wäre da nicht rausgefahren…

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Ich mache es kurz. Als Sven mich kontaktierte, dass er gut in der Bucht von Sant Miquel angekommen ist, hat spontan spontan ein wenig schmeichelhaftes Wort meine Meinung zu der Aktion verdeutlicht. Aber es ist ja Svens tour – und es ist sein Weg, die Insel und sich selbst noch besser kennenzulernen.

Allerdings muss er heute die Rechnung dafür zahlen. Seine Morgenbotschaft an mich klang angestrengt. Die Batterien sind ziemlich leer.

Das lag allerdings nicht nur an der Paddel-Nummer. Von der Bucht ist Sven hoch in den Ort Sant Miquel. Ein paar Augenblicke und Eindrücke zum Innehalten, bevor der Weg weiter in die steilen Landschaften von Na Xamena führte. Wo Sven dann seine lebenswichtige Wasserflasche entglitt und sich über die Klippen verabschiedete. Eigentlich für immer. Aber das konnte keine Option sein, denn ohne Wasser wäre es nicht weitergegangen. Sven ist ein Kraftpaket, aber kein leichter, drahtiger Free-Climber… Trotzdem musste er irgendwie am Abgrund runter – und wieder rauf. Wo ein Wille – Flasche und Trinker fanden wieder zusammen. Das hat aber für den Tag dann auch letzte Energie aus ihm gesaugt.

Der Samstag war aber nicht nur körperlich eine Grenzerfahrung: Diese Ecke Ibizas hat für Sven eine große emotionale Bedeutung: Benirràs ist ein Platz, der ihn intensiv mit seinem Bruder verbindet, der weit, weit weg ist. In Na Xamena wiederum lebt die Erinnerung an seinen Vater, der viel zu früh verstarb. Und als wenn das nicht schon genug ist: Beim Aufstieg dort hin rief seine Mutter an… Ich hatte es in einem der vergangenen Tagebuch-Einträge schon angesprochen: Gibt es Zufälle…?

Zu dem Thema passt an dem Tag aber auch etwas Leichtigkeit: Als Rayo das glasklare Wasser bei der Cala Xarraca eingefärbt hatte – Sie erinnern sich? – hatte Sven ein paar bemüht freundlich bleibende Badegäste „kennengelernt“. Nun, der Gesamteindruck, den er hinterlassen hat, schien nicht all zu katastrophal gewesen zu sein. Denn als er sich gestern, an seinem Lagerplatz am Heli-Port von Na Xamena, zum Sonnenuntergang entspannte, sprachen ihn die beiden jungen Damen an, die Sie auf dem Foto sehen. Sie gehörten zu der Gruppe am Strand. Und trafen ihn hier oben, in der eigentlichen Einsamkeit, zufällig wieder. Jetzt kann man fragen: Zufall? Oder Fügung? Oder hat Sven seine ersten Stalker? Fehlt noch, dass sich ihm demnächst die ersten Pilger anschließen. Ich erinner da mal ganz vorsichtig an Forest Gump….

Spaß bei Seite. Wie fast alle Menschen, denen Sven auf der Tour bislang begegnet ist, hatten auch die beiden interessante Geschichten im Gepäck: Beides Ibizenkerinnen. Maria und Tami. Maria ist eigentlich Finanz-Analystin in London, zurzeit aber ohne Aufgabe. Die Business-Frau hat die Schönheit und Einmaligkeit der Insel dadurch wiederentdeckt. Und der Gedanke, das wieder gegen die hektische Geschäftswelt der englischen Metropole zu tauschen, fällt schwer. Der Freund der beiden, den Sven bei der Gruppe in der Bucht getroffen hatte, sollte für Spanien bei den Olympischen Spielen starten. Er ist Geher, ein Mann, der nur aus Sehnen und Muskeln besteht. Ibiza und Formentera haben erstaunlich viele Athleten, die Olympia-Potenzial mitbringen. Wir hatten bei IbizaHEUTE eine Geschichte darüber geplant. Mit der Absage der Spiele und der bereits vorher gestoppten Auswahl derer, die nach Tokyo reisen sollten, erübrigte sich das leider. Zumindest für den Moment.

Bleiben wir aber da, wo wir im Moment hin gehören, bei Sven: Marc heißt der Athlet, der sich in den Monaten vor dem Corona-Shut-Down im Training befand und noch damit klar kommen muss, dass das, worauf er sich so lange vorbereitet hat, mit ungewisser Zukunft geplatzt ist. Er war aber natürlich eine Wundertüte in Sachen „Tipps für neue Wanderwege“ auf Ibiza. Denn Marc hat sicherlich jeden Meter der Insel bereits begangen. Im Eilschritt.

Der Abend und die Nacht auf der exponierten Plattform sprechen in den Fotos für sich selbst… Heute geht es weiter über Portixol zum Bereich Isla Blanca. Eine heftige Strecke mit schwerem Gelände. Svens Stimme war bei seinem Update extrem angestrengt. Bis zum Can Sulayetas ging es. Das ersehnte Ziel, um sich zu setzen und zu erholen.

Von hier wird er abgeholt, denn er hat wieder einen sehr interessanten Unterschlupf. Bei Santa Agnès. Dort wird es heute Abend, wie gewohnt um 19 Uhr, auch wieder die traditionelle Sonntags-Live-Session geben. Bei Facebook: Sven Puch. Diesmal lohnt es sich besonders, denn er ist bei einem im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Musiker. Mehr dazu gibt’s, wenn Sie sich heute Abend einklinken.

Rayo bleibt noch bei Susi. Die Etappen im schroffen Norden sind zu anspruchsvoll. Selbst Sven ist froh, dass er den Rucksack bei seiner Kurzzeit-Basis stehen lassen kann, um ohne die 30 Kilo auf dem Rücken diese Küstenabschnitte zu bewältigen. Ab Montag, vielleicht Dienstag wird das Gelände flacher. Dann ist der Labrador wieder mit von der Partie.
Wir – und mit uns Sie – sowieso.

Sven on Tour, Tag 15 – innere Einkehr

Kein Sonnenaufgang, keine fröhliche „Guten Morgen“-Botschaft. Sie, liebe Leser, sehen, was in Sven vorgeht. Heute ist kein leichter Tag für ihn.
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Nach seiner Morgen-Meditation erfuhr er vom plötzlichen Tod seines Freundes und Musiker-Kollegen Stephan Ullmann. Er war Solokünstler, spielte aber auch mit Herbert Grönemeyer oder Xavier Naidoo. Viele unserer Leser kannten ihn als Coach der Jugend-Musik-Talentserie „Dein Song“, die seit Jahren unter anderem auf Ibiza produziert wird – und die wir mit dem IbizaHEUTE-Magazin lange begleitet haben.

Svens Bilder von gestern und heute Morgen erzählen über Leere und Übergang

Dieser traurigen Nachricht voraus ging bereits ein sehr gefühlsintensiver Nachmittag und Abend in Santa Agnès, bei Alice und Marko. Es waren lange Gespräche, bis tief in die Nacht. Sven ist nun in der dritten Woche seiner Insel-Umwanderung. Und es kommen viele Gedanken und Sinnesfragen hoch. Einige, die tief vergraben lagen – aber auch die aktuellen um die Zukunft. Gedanken darüber, was man eigentlich möchte und was auf der anderen Seite die Situation verlangt. Das Gespräch in Benirràs, mit seinem engen Mitarbeiter Ben, nagt…

Und so beginnt dieser Tag still.

Ich möchte deshalb auch nur kurz über Svens Update sprechen, das er mir heute Morgen gab.

Unterhaltsam war der allsonntägliche Live-Auftritt. Diese Sessions gibt Sven seit Beginn der Ausgangssperre auf Ibiza jeden Sonntagabend bei ihm auf Facebook live. Besonders war gerade dieser aus zwei Gründen: Marco, bei dem Sven Unterschlupf gefunden hat, ist Marko Bussian. Dreifacher Echo-Gewinner und mehrfach mit goldenen Schallplatten ausgezeichnet. Na ja, und was eigentlich ein hochprofessioneller Abend hätte werden können, wurde durch technische Tücken dann doch noch durchgeschüttelt. Ibiza lässt grüßen. Den Abend finden Sie hier.

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Marco und Sven sind anschließend noch lange redend durch die nächtliche Natur gezogen. Um dann, wieder in der Finca, in einer spontanen Jam-Session im hauseigenen Studio einen Song aufzunehmen. Das Video dazu haben wir Ihnen am Ende dieser Zeilen angehängt. Eine kurze Nacht, mit schönem Ende und traurigen Morgen.

Heute lässt Sven seinen Rucksack in der Finca und wird zurück zu seinem gestrigen Pausen-Punkt gebracht, Illa Blanca. Von dort will er es ohne Gepäck bis Santa Agnès schaffen, zum Las Puertas del Cielo, einem seiner Lieblingsplätze für Sonnenuntergänge. Dort bekommt er seine Ausrüstung zurück und schlägt das Zelt auf.

Unterwegs knattert Kumpel Matthias mit dem Motorroller und Picknick an, für eine gemeinsame Mittagspause.

Aber dieser Tag gehört vor allem der Stille und inneren Einkehr…

Die Jam-Session:

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Sven on Tour, Tag 16 – Reset

Die vergangenen Tage waren sehr fordernd – mental und körperlich. Und sie haben sich ihren Tribut genommen. Während die langen Gespräche, von denen ich gestern berichtete, bereits die Grundlage bildeten, die Gedanken zu sortieren, hat Svens Körper am Montag den Dienst verweigert. Selbst ohne Gepäck.
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Der Abstieg nach Portixol ging noch gut. Der steile Anstieg anschließend zwang Sven alle paar Meter in die Knie. Die von starken Gefällen und heftigen Aufstiegen geprägte Strecke zur Mola d’Albarca und hoch zum Campvell entwickelte sich dann in der Tageshitze zu einer einzigen Tortur. Zu allem Überfluss wurde Sven dabei auch noch Zeuge einer Rettungsaktion: Ein Vater war mit seinem kleinen Sohn bei der Cala d’Albarca in der Steilküste unterwegs. Der Junge brach sich dabei das Handgelenk. Papa musste ihn zurück lassen, um Handy-Empfang zu bekommen und Hilfe zu rufen. Retter rückten von Land und Meer an, seilten den Kleinen letztendlich zu einem Boot ab. Happy End, aber wieder emotional sehr bewegend.

Svens Videobotschaft von heute Morgen ist ein Spiegel der Gefühls-Flut der vergangenen Tage…

Aber, so berichtete mir Sven heute früh, er fühlt sich heute wie ausgewechselt. Reset aller Systeme. Der Geist ist wieder frei. Und auch körperlich sind die Energie-Speicher gut gefüllt.

Den Erst-Beitrag dazu lieferte Matthias, der mit Motorroller und – so Sven – den besten Buletten der Welt kam. Gemeinsam ging es auf dem Moped entlang der herrlich-urigen Strecke vom Sant Mateu-Tal nach Santa Agnès. Dort wurde nicht nur das Gepäck wieder aufgeladen, sondern auch der Körper. Im Sa Palmera langte Sven richtig zu, trank literweise isotonische Zucker-Drinks und garnierte das noch mit süßem Eis. Wer Kinder hat, weiß, was Zucker mit Gemüt und Power der lieben Kleinen macht. Sven hat das auf seine Masse übertragen…

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Und so ging es zum gestrigen Lagerplatz auf den Puig d’en Joan Andreu, mit wieder atemberaubenden Blick auf das Land, den Sonnenunter- und -aufgang. Und auf die Inselchen ses Margalides, deren größere einen natürlichen Durchbruch hat, durch den man mit dem Boot fahren kann.

Heute geht es weiter durch das urige Gebiet mit seinen zum Teil uralten, inzwischen aber auch oft sehr edlen Fincas. Zu den Puertas del Cielo und dann weiter. „Vielleicht sogar schon bis zur Cala Salada“, sagt Sven, wobei selbst er zugeben muss, dass das ein Gewaltmarsch wäre. Auch mit viel Zucker im Organismus.

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Am frühen Morgen kündigten sich am Horizont vermeintlich kühlende Wolken an, die ihn beim Aufbruch komplett einschlossen. Erfrischend? Ein bisschen. Fecht? Absolut! Schwül – mit der steigenden Sonne ohne Frage. Die Temperaturen und das gesamte Klima haben sich in den vergangenen Tagen klar Richtung Sommer bewegt – und von Wanderern weg.

Auch das ist eine Erkenntnis, mit der Sven erst mal klar kommen musste. Die romantische Vorstellung vom gemeinsamen Weg mit seinem Begleiter Rayo hält der Realität nicht stand. Die anspruchsvollen Etappen kann der alte Labrador nicht durchhalten. Dann bestimmen Sorgen und starke Kompromisse den Weg, nehmen die Freiheit. Und Rayo quält sich durch die endlosen Meter.

Der Senior wird nun zum Gast-Star: Auf den flachen Abschnitten wird er sich Sven wieder anschließen, also beispielsweise zwischen Sant Antoni und der Cala Comte. Dort ist auch die Infrastruktur gut, wenn Not am Hund ist. Obwohl Sven genau diese Zivilisation eigentlich meiden möchte – drum rum kommt er eh kaum. Und diesen Kompromiss geht er gerne ein.

Sven on Tour, Tag 17 – Freud und Leid von vollen Speichern

So sieht’s aus, wenn man sich mit Energie vollstopft und den Kopf frei bekommt: Sven ist gestern quasi über die Strecke geflogen. Tatsächlich muss er fast im Laufschritt unterwegs gewesen sein, denn der Pfad von Santa Agnès bis zur Cala Salada, entlang der Küste, ist lang – und das Gelände hat es in sich.

Trotzdem blieb nicht nur Zeit für tolle Fotos, sondern vor allem für Energie-Tank-Stopps: Nachdem unser Insel-Umwanderer vorgestern schon mächtig zulangte, begann er den gestrigen Tag, gleich nach dem Abstieg von seinem Nachtlager-Berg, wieder in Santa Agnès mit einem Frühstück. Gefolgt vom Mittagessen – nur wenige Meter weiter im Restaurant an der Steilen Küste der Puertas del Cielo. War es in Santa Agnès das Bocadillo, folgte nun die Lammschulter. Reichlich Treibstoff also. Und was dann kam beschreibt Sven als „ich bin noch nie in meinem Leben so viel gelaufen wie an diesem Tag“.

Aber das Ziel war die Mühe auch absolut wert. Glasklares Wasser, feiner Sand – die Cala Salada, die jetzt eigentlich überfüllt sein müsste. Fast für sich allein.

Volle Speicher können aber auch echt nervig sein. Besonders wenn es die in den Aufnahmegeräten sind. In Svens Fall hat es das Handy getroffen. Sein Haupt-Kommunikationsmittel und seine Schnellverbindung zu mir, was Nachrichten, Videos und Fotos angeht.

Sie, liebe Leser, sehen ja selbst, wie fleißig er damit ist. Sein Smartphone-Speicher ist schon seit Tagen chronisch am Limit. Ich bin quasi sein Archiv. Aber das ewige Löschen einzelner Elemente, um wieder ein paar MB frei zu bekommen, nervt.

Und so haben seine Freunde Andy und Isi ihn in der Cala Salada von seinem technischen Begleiter befreit. In der Handy-Werkstatt in Santa Eulària wird das Gerät von der Datenlast befreit. Heute Vormittag geht es dann zurück zu Sven.

Das hat zwei Folgen: Erstens muss Sven sich mal wirklich erholen. Einen ganzen Nachmittag, einen Abend, eine Nacht und ein Morgen ohne das Gefühl, immer wieder zum Gerät greifen zu müssen. Schade für uns, weil wir mal nicht „dabei“ sein können – aber richtig gut für ihn.

Und das führt uns gleich zum „Zweitens“: Heute gibt es kein Guten-Morgen-Video. Und auch erste Bilder des Tages fallen im Moment weg.

Aber ein bisschen kann ich wenigstens noch erzählen: Den Abend und die Nacht verbrachte Sven als Gast bei Vera, der Ex-Frau von Insel-Legende Pike. Genau, der vom Pike’s Hotel, in dem so ziemlich jeder, der Rang und Namen hat, schon gewohnt und gefeiert hat. Vor allem in den wilden Ibiza-Zeiten. Da steckten also zweifelsohne interessante Geschichten in den gemeinsamen Stunden!

Vera hat, genau wie Sie, Svens Tour online verfolgt und ihn kontaktiert.

Sobald Sven wieder medial ausgestattet ist, wird er berichten. Und ganz sicher auch Bilder nachreichen. Denn er hat natürlich seine große Kamera weiter dabei. Mit freiem Handy-Speicher wird heute sicher fleißig kopiert und gesendet.

Morgen verspricht es also, ein sehr buntes Update zu werden, mit spannender Nacht und der dicht bebauten Strecke von Sant Antoni Richtung Cala Comte.

Sven on Tour, Tag 18 – jenseits von Zeit und Raum

Einfach mal abgekoppelt zu sein, kann sehr entspannend wirken. Zeit wird da schnell relativ. Und so wähnt Sven sich in seinem Morgen-Update Video am heutigen Donnerstag noch am Mittwoch. In der Nachricht erklärt sich auch, warum der sicherlich sehr interessante Pike’s Abend hier keine Erwähnung findet.
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Tatsächlich vom Mittwoch ist der Video-Post vom Sonnenuntergang in der Cala Comte. Sven hat gestern wieder einen zügigen Marsch angetreten – durch Sant Antoni bis zu dem schönen Strand. In den vergangenen beiden Tagen hat er in etwa ein Drittel seiner bisherigen Gesamt-Strecke zurückgelegt. Selbst in gut eingelaufenen Wanderstiefeln kommen dann irgendwann die Blasen.
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Na ja, dafür ist er im Moment in guten Händen bei Gaby, die ihm seit gestern in ihrem schönen Casa mit noch schönerem Garten ein Lager bietet. Das nimmt Sven auch für die kommende Nacht noch gerne in Anspruch, denn die versprochenen Spaghetti Bolo wollen noch vertilgt werden. Bei der gestrigen Entscheidung zwischen Abendstimmung in der Cala Comte und Nudeln konnte es nur einen Sieger geben…

Heute geht es weiter – aber dafür muss erstmal der kleine innere Schweinehund überwunden werden, der ihn in dem entspannenden Garten fest-tackern will. Das Gepäck bleibt bei Gaby, sie bringt ihn zurück zum gestrigen Endpunkt und holt ihn abends vom Etappenziel wieder ab.

Und dieses Ziel passt perfekt in Svens derzeitigen Gemütszustand, jenseits von Zeit und Raum. Es geht zur Skulptur des Cirque du Soleil-Gründers Guy Laliberté: Der „Sonnenuhr“, die eigentlich „Time & Space“ heißt. Und zur „Tür ins Nichts“. Wir haben eine eigene IbizaHEUTE-Reportage zu den beiden Skulpturen für Sie, hier auf unserer Internetseite. Besonders die Entstehungsgeschichte der „Uhr“ ist beeindruckend. Der australische Künstler Andrew Rogers schuf sie. Er hat bereits auf der ganzen Welt riesige Kunstwerke verwirklicht. Lesen Sie den Bericht „Time and Space“ in unserer Rubrik „News & Reportagen“, dort unter „Insel-Charakter“ – oder klicken Sie einfach hier.

Wie gesagt, von hier holt Gaby Sven heute Abend ab. Dann schläft er wieder bei ihr, morgen bringt sie ihn samt Gepäck zurück und weiter geht’s. Dann auch wieder mit Rayo. Der Labrador-Opa begleitet Sven von jetzt ab auf den weniger anspruchsvollen Etappen. Heute Mittag bringt Susi Rayo zur Westküste und vereint ihn wieder mit seinem Herrchen.

Katja und Lea verbanden Sven wieder mit der medialen Welt

Einen kurzen Rückblick auf gestern möchte ich Ihnen auch auf keinen Fall vorenthalten: Weil sein Smartphone zum Speicher-Freimachen in Santa Eulària war, gab es kaum Kontakt mit Sven. Erst am Nachmittag, in der Cala Comte, hatten Lea und Katja ihm das Verbindungs-Glied zur digital-medialen Welt wieder übergeben. Allerdings bot der stramme Tages-Marsch eh wenig Motive.

Die Comte dafür um so mehr: Wie den Kunst-Workshop. So viel Schönheit an einem Fleck: Das Meer, der Strand, die Inselchen, die Kunst. Und dann waren auch noch zwei brasilianische Models unter den Malerinnen…

Ein paar Meter weiter wollte Sven eigentlich in die berühmte Fischer-Höhle, am Fuße der Klippen – auch Kathedrale genannt. IbizaHEUTE-Leser kennen sie aus Reportagen, wir haben in ihr sogar schon ein Feinschmeckertreff veranstaltet. Ein herrlicher Ort mit spektakulärem Licht-Spiel, wenn die Sonne sich zur Nacht verabschiedet. Aber ausgerechnet gestern war an ungestörtes Genießen nicht zu denken. Die Bier-Marke Estrella drehte dort einen Werbespot. Dutzende Vans, fünf LKW, ein riesiger Kranwagen – und sehr merkwürdige Requisiten. Zumindest war’s spannend.

Und der Abend in der Cala Comte, als die Sonne durch die Wolken brach… Das braucht keine weiteren Worte.

Sven on Tour, Tag 19 – wieder vereint auf die Vedrà

Das Wichtigste zuerst: Rayo ist wieder dabei! Der betagte Labrador wird Sven von jetzt ab aber nur noch auf den weniger anstrengenden Flach-Etappen begleiten – und sich bei netten Leuten, die ihm ein Hundebett bieten, den Bauch kraulen lassen, wenn Herrchen sich durchs anspruchsvolle Gelände arbeitet. Privileg eines Seniors.

Heute allerdings muss er beweisen, dass ein Labbi eigentlich ein Seehund ist. Denn es geht wieder aufs Wasser: Per Aufblas-Kayak nach Atlantis – und anschließend auf den magischen Felsen…

Mystisch – das ist das Wort für diese drei Tage: Gestern hat Sven auf dem Plateau jenseits der Cala Tarida die „Tür ins Nichts“ und die monumentale „Time and Space“-Installation besucht, die viele als die „Sonnenuhr“ oder auch das „Stonehenge von Ibiza“ kennen. Die spannende Geschichte dahinter finden Sie in unserer Reportage (hier klicken).

Durch die pittoreske Cala Corral, mit dem winzigen Hafen, lief unser Insel-Umwanderer weiter in die Cala Tarida. Die Cala Corral ist auch eine dieser weitgehend unbekannten Buchten Ibizas, die einen Besuch wert sind. Nichts für Sandstrand-Liebhaber, aber toll für Individualisten. Wir haben die Beschreibung und Lage heute in unsere Strände gelegt, in unserer Rubrik „Reiseführer“. Schauen Sie auch da gerne mal vorbei – oder klicken Sie direkt hier.

Feiner Sand erwartete Sven in der Tarida. Und das Traditions-Strandrestaurant Ses Eufabies, wo Besitzer Vicente sich gerade auf das vorbereitet, was von dieser Saison übrig bleibt. Generell ist der Weg durch die bebauten Buchten für Wanderer aber nicht besonders schön. Wir überspringen den Teil also und finden uns, nach einem Mittagessen in der Cala Vedella, im Ses Païsses wieder. Den langen Anstieg von der Bucht hier hoch, auf die Ebene oberhalb der Cala d’Hort, hat Sven sich in der Mittagshitze mit Rayo gespart. Seine ehemalige Lebensgefährtin Susi, die den Hund wieder zu Sven gebracht hatte, spielte Taxi…

Ses Païsses ist ein kleines Freilichtmuseum. Es gehört zum ethnographischen Museum Ibizas und bietet, frei zugänglich, die Reste einer uralten phönizisch-römischen Siedlung mit Fels-Gräbern, ein historischem Bauernhaus – und Wahnsinns-Blick auf die steile Fels-Insel Es Vedrà.

Die 380 Meter fast senkrecht aus dem Meer emporsteigende Insel ist einer der Anziehungspunkte Ibizas: Beeindruckend für jeden, für einige magisch. Energiepunkt, UFO-Landeplatz. Auch Sven kann sich dem nicht entziehen und erfüllt sich heute einen Traum. Dazu gleich mehr.

Zuerst ging es am gut besetzten Restaurant Es Boldado vorbei zur Cala d’Hort. Bei den Fischerboots-Garagen stieß Sven mal wieder auf alte Bekannte: Mike, Jacky und Lilly, die er vergangenen Donnerstag in der winzigen Bucht es Canaret kennenlernte. Diesen Donnerstag saßen sie zufällig hier in der Sonne… oder sind wir schon wieder beim Stalker-Thema?! Egal. Der nächste Donnerstag ist schon gemeinsam beschlossen – wenn sie sich finden. Denn wo Sven dann sein wird, weiß nichtmal er selbst. Wobei… ER vielleicht nicht. Sie…?

Nach seiner Übernachtungs-Herberge bei Gaby, wo er endlich seine Spaghetti Bolognaise bekam – die, so Sven, wirklich so sensationell waren wie angepriesen – geht es heute wieder ins Aufblas-Kayak. Von der Cala d’Hort, paddelt er um die atemberaubend steile Landzunge nach Atlantis. Viele Jahre wurde hier der Sandstein aus der Landschaft gesägt, um damit unter anderem an der Festungsstadt und dem Hafenviertel der Eivissas zu bauen. In den vergangenen Jahrzehnten haben viele Kreative diesen Ort durch Kunstwerke ergänzt. All diese Strukturen ließen eigentlich nur den einen Namen zu.

Abends wird übergesetzt zur Vedrà. Als wenn das nicht schon mystisch genug ist: Morgen, am 20. ist Sommersonnenwende, am 21. Neumond…

So verbringt Sven heute Nacht auf der Insel. Und morgen wird er das Zelt hoch auf den Klippen vor ihr aufschlagen. Sorry – da ist der Anlass wichtiger als der Wanderweg. Wir dürfen uns auf jeden Fall auf tolle Fotos freuen.

Aus Atlantis müssen wir nicht auf Nachrichten warten. Da gibt es keinen Empfang. Die Verbindung auf Es Vedrà – vielleicht mit Außerirdischen… Irdische Mobilfunksignale? Wir werden sehen. Aber Sven soll das in erster Linie für sich genießen. Ist ja seine Tour, das dürfen wir nicht vergessen. Und Rayos. Wenn er denn auch Seehund ist. Ansonsten warten halt Kissen und Kraulen…

Bis morgen – Ihr Thomas Abholte

Sven on Tour, Tag 20 – Hitchcock auf Ibiza

Ein Morgen für Cineasten. So schnell wird aus einer Wander-Tour eine wissenschaftliche Exkursion: Film-Legende Sir Alfred Hitchcock war auf Ibiza. Auch wenn in seiner Biographie nichts darüber steht. Mehr noch. Der Meister des Thriller war sogar auf Es Vedrà. Muss so sein. Sven hat den Beweis im Video. Die Idee zu „Die Vögel“ kann nur von dort stammen…
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Natürlich ist das Quatsch. Aber ich konnte einfach nicht widerstehen. Und irgendwie hat Sven sich auch inspiriert gefühlt, öfter als sonst bewegte Bilder sprechen zu lassen. Vier Videos hat er seit gestern geschickt.

Der Tag begann mit Rayo in der Cala d’Hort. Und obwohl der Labrador alles tat um zu beweisen, dass er ein Seehund ist, musste er letztendlich doch an Land bleiben, als Sven lospaddelte. Bei ruhigem Sonnenwetter ging es zu den spannenden Strukturen von Atlantis, anschließend hieß es „Kurs Vedrà“!

Dort erschloss sich Sven schnell, warum in der Siedlungsgeschichte der Fels-Insel nur der Einsiedler-Pater Francisco Palau auftaucht. Die Möwen haben Es Vedrà klar zu ihrem Eigentum erklärt. Mit ausgeprägtem Territorialverhalten machen sie das unmissverständlich deutlich. Egal, wie groß der Eindringling ist. Sven möchte an dieser Stelle betonen, dass er sehr vorsichtig die Felsen hinaufgestiegen ist und keine Nester in der Nähe waren.

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Den Vögeln war das allerdings wurscht. Erst als Sven das Feld auf der erhöhten Position der Insel räumte und sie irgendwann feststellten, dass er wasser-näher nicht weiter zu vertreiben war, stellten sie die Attacken ein und beschränkten sich aufs Dauer-Geschrei. Bis auch die letzten zu müde wurden.

Und das ist ein weiterer Grund, warum kaum jemand freiwillig lange auf Es Vedrà bleibt. Es gibt so gut wie keine ebene Fläche. Zwischen den Felsen fand Sven schließlich ein Fleckchen, an dem das Zelt zumindest einigermaßen gerade stand.

Und wofür das alles? Für diese Stimmungen, die diese Bilder zumindest erahnen lassen.

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Sven ist inzwischen zurück in die Cala d’Hort gepaddelt. Eigentlich war geplant, heute Abend das Zelt mit Blick auf Es Vedrà aufstellen – zur Sommersonnenwende, mit der kommenden Neumond-Nacht. Doch dieser Weg wäre wirklich sehr kurz gewesen. Deshalb läuft er weiter Richtung Es Cubells. Wir dürfen gespannt sein, wie weit er dieses Mal kommt. An den vergangenen Tagen hat er reichlich Strecke hinter sich gelassen. Und Rayo bremst ihn auch heute nicht. Der hat die Option „Hundebett und Kraulen“ bei Svens Kollegen Ben gewählt…

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