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Montag, September 28, 2020
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Tanzen im Sitzen? Keine Boots-Ausflüge? Saubere Insel

Sitz-Tanzen als neuer Trend?

Die Verhandlungen der Balearen-Regierung mit dem Geschäftsverband für das Nachtleben um die Teil-Eröffnung der Clubs und Musik-Lokale laufen weiter auf Hochtouren.

Dabei kommen auch teilweise obskure Formulierungen auf. So ist das Tanzen in Innenräumen verboten „außer im Sitzen“ – „no se podrá bailar, salvo sentado“. Vielleicht bringt Corona also eine ganz neue Tanzkultur hervor… Die Kreativität der Menschen ist bekanntlich groß.

Aktueller Zwischenstand ist außerdem:

Musik-Lokale mit einer zulässigen Gesamtkapazität von unter 300 Personen dürfen ungefähr 1/3 ihrer normalerweise erlaubten Gäste einlassen. Tanzflächen werden abgesperrt oder mit Tischen und Stühlen bestückt. Trinken an der Bar ist nicht erlaubt.

Auf Ibiza sind die Lokale im Party-Bereich „West End“ von Sant Antoni von der Genehmigung ausgenommen. Marcos Serra Colomar, der Bürgermeister der Gemeinde, sieht in dem Verbot, ausschließlich an diesem Ort auf der gesamten Insel, eine ungerechtfertigte Diskriminierung. Der Verdacht, COVID-19 zu nutzen, um den Feier-Tourismus generell zukünftig einzudämmen, wird laut geäußert.

Strittig sind die Öffnungszeiten. Zurzeit ist 2 Uhr morgens als Sperrstunde benannt. Eine Ausweitung auf 3.30 oder 4 Uhr steht als Forderung dagegen.

Auch die Strand-Lokale werden auf Partys und Tanzflächen verzichten. Groß-Discos müssen generell geschlossen bleiben.

Der Beschluss ist noch nicht verabschiedet. Und ist er in Kraft, soll ungefähr alle zwei Wochen geprüft werden, ob Änderungen möglich beziehungsweise nötig sind.

Schiffsausflug-Anbieter fürchten ums Geschäft

Der Verband „Can Bossa Navega“ bangt – stellvertretend für alle Schiffsausflug-Anbieter – um die Möglichkeit, dieses Jahr arbeiten zu können. Schiffsausflüge haben auf Ibiza mehr als 50 Jahre Tradition. Dem Verband sind sieben Unternehmen mit rund 300 Arbeitsplätzen angeschlossen, die sich für faire und umweltbewusste Bootstouren einsetzen.

Die derzeitigen Corona-Vorschriften verbieten den Ausschank und die Bewirtung auf kommerziellen Schiffen, was sie zu einem reinen Transportservice machen würde. Die sowieso geringe Kundenzahl, bedingt durch generell viel weniger Urlauber in dieser Saison, würde sich nochmals verringern, was jede Tätigkeit sinnlos mache.

Die Betreiber hoffen nun auf Sonder-Regelungen.

Saubere Energie für Ibiza

Gestern startete eine Konferenz, die den Fahrplan für die Energie-Wende und ein Ibiza mit sauberer Energie festlegen soll. 40 Personen nehmen daran teil, darunter Vertreter von Umweltunternehmen, aus der Wirtschaft, öffentlichen Verwaltungen, sowie Experten für erneuerbare Energien.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Generaldirektor für Energie und Klimawandel der Balearen-Regierung, Aitor Urresti, und dem Minister für Umweltmanagement, Vicent Roig. Konferiert wird corona-bedingt per Video-Gruppenschaltung. Sie ist Teil des EU-Projektes „Saubere Energie für die EU-Inseln“, für die 20 Inseln der EU ausgewählt wurden.

An Tag 1 wurde unter anderem die Energie-Diagnose präsentiert, sowie der Entwurf für ein Ibiza 2050, das emissionsfrei mit rein erneuerbaren Energien auskommt.

Ein Teil sei auch die Tourismusentwicklung, mit einem Modell, das die begrenzten Ressourcen berücksichtigt und umweltbewusste Angebote in den Vordergrund stellt.

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