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Mehr Hilfe für Suizid-Gefährdete auf den Balearen

Rettungs-Hubschrauber am Krankenhaus Can Misses von Ibiza

Manche Menschen sehen keinen Ausweg. Die Balearenregierung verstärkt ihre Bemühungen, Verzweifelten zu helfen. Symbolfoto: Thomas Abholte

Spanienweit ist Selbstmord die häufigste nicht natürliche Todesursache, noch vor Verkehrsunfällen und Gewaltverbrechen. 
Seit 2018 spezielle Abteilungen für die Vorbeugung und Erfassung von Suiziden (Observatorio de Suicidio) gegründet wurden, sinkt die Zahl der Selbsttötungen auf den Balearen. Hier lag die Suizid-Rate 2016 bis 2018 bei 8.5 Fällen pro 100.000 Einwohner, in den drei Jahren danach ist sie auf 7,5 zurückgegangen. 
Besonders die Zahl junger Menschen, die versuchten aus dem Leben zu scheiden, hat jedoch während der Pandemie zugenommen. Bei 15- bis 29-Jährigen sterben in Spanien nur durch Tumore mehr Männer. Zu den normalen Existenzkrisen Heranwachsender – und auch bei Kindern – kam während der Isolierung und Bedrohung durch COVID-19 weiteres Leid hinzu, das nicht immer rechtzeitig erkannt wurde. 
Auf die Sensibilisierung der Gesellschaft, die Hellhörigkeit an Schulen und Arbeitsplätzen, Koordination mit Krankenhäusern und Schulung von Notfallpersonal baut ein Plan auf, den die Gesundheitsministerin der Inseln, Patricia Gómez, nun vorgestellt hat. Er sieht Vorbeugungsmaßnahmen, aber auch die Hilfe für Hinterbliebene vor, verstärkt die Ausbildung von Spezialisten und die Zahl der Psychologen im Gesundheitssystem. 
Hilfe steht den Menschen der Inseln rund um die Uhr unter der Telefonnummer 061 (und künftig 024) zur Verfügung. Wie Psychologen betonen, sehen verzweifelte Personen oft nicht, dass ihre Probleme temporal sind. Bereits das Verbalisieren im Gespräch und eine professionelle Orientierung können Leben retten.

Gelder für das historische Erbe der Pityusen 

Subventionen für die Museen der Balearen

Die Museen der Balearen bringen Einheimischen und Inselbesuchern die Geschichte nah. Der Erhalt des Erbes wird mit Millionen gefördert. Ibiza bekommt Geld für das Archäologische Museum, Formentera für das Historische Archiv. Foto: GOIB

Das Kulturministerium der Balearen stellt acht Millionen Euro für Baumaßnahmen an Museen auf den Inseln zur Verfügung. 
Mit 1,2 Millionen Euro wird aufSie müssen sich anmelden, um diesen Inhalt zu sehen. Sie besitzen noch keinen Zugang? Dann hier jetzt günstig buchen!

Formentera mit Großprojekt gegen Carpobrotus 

Carpobrotus gilt als invasive Pflanze auf Formentera

Carpobrotus breitet sich auf fast jedem Untergrund aus. Um die heimische Flora zu schützen, geht Formenteras Inselregierung nun strategisch gegen die invasive Pflanze vor, die einst zur Zierde genutzt wurde. Foto: GOIB

IbizaHEUTE berichtete zuletzt am 7. Februar über die Aktion gegen invasive Pflanzen im Naturpark der Salinen von Formentera. Vier Tonnen Agaven und das Mittagsblumengewächs „Carpobrotus“ wurden ausgerupft, um die Natur von den nicht-heimischen Pflanzen zu befreien. 
Der gelb- und rosablühende Carpobrotus, der früher zu vielen Hotelanlagen gehörte, weil er so unverwüstlich ist, setzt sich an Formenteras Stränden und auf dem kargen Land durch. Die fleischige Pflanze wächst schnell, überlebt Trockenheit und verdrängt bei ihrer Verbreitung einheimische Gewächse. Deshalb gilt ihr ein strategisches Großprojekt, das die Insel-Regierung (Consell) mit Hilfe des Konsortiums für die Erholung der Fauna der Balearen (Cofib) durchführt. Zwischen 2021 und 2024 stehen dafür 141.500 Euro zur Verfügung. 
Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Lageplan der Pflanzen auf Formentera skizziert, auf dem lediglich noch einige schwer zugängliche Felsen und Steilküsten fehlen. Im Januar sind 3,5 Tonnen Carpobrotus auf zwei Quadratkilometern eliminiert worden: in La Savina (867 m²), Cala en Baster (567 m²), Platja de Tramuntana (188 m²), Costa d’Es Carnatge (250 m²) und Penyal d’es Vi (129 m²). 
Zu der Kampagne gehört auch Material, das Grund- und Gartenbesitzer aufklärt, dass die Pflanze ein invasives Gewächs ist, das die heimische Fauna bedroht, und deshalb verschwinden sollte. 

Spanien verstärkt den Tierschutz

Hunde auf Ibiza

Das Tierwohl in Spanien wird nun im Zivilrecht, Strafrecht und einem landesweit einheitlichen Tierschutzgesetz verankert. Foto: Thomas Abholte

Im Tierschutz tut sich etwas in Spanien und auf den Balearen: Anfang des Jahres wurde das geteilte Sorgerecht für Haustiere im Scheidungsfall im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert (IbizaHEUTE 16. Januar 2022), jetzt wird das Strafgesetz geändert. Die Misshandlung von Tieren mit Todesfolge wird nicht mehr mit 12 Monaten, sondern kann mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Neu ist auch, dass nicht mehr nur Haustiere, sondern alle Wirbeltiere Schutz genießen. Die Verbreitung von Tierquälerei in der Öffentlichkeit, besonders den Sozialen Netzwerken, wirkt strafverschärfend.
Die spanische Regierung hat auch den Gesetzesentwurf für ein landesweites Tierschutzgesetz verabschiedet, das dem „Bienestar animal“ (Wohlergehen des Tieres) gilt. Bislang hat jede Region ihr eigenes Gesetz. Der spanienweite Entwurf geht nach fünf Monaten interner Diskussion nun ins Parlament.
Geregelt werden unter anderem folgende Aspekte:Sie müssen sich anmelden, um diesen Inhalt zu sehen. Sie besitzen noch keinen Zugang? Dann hier jetzt günstig buchen!

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