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Freitag, September 25, 2020
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Trübes Wasser, Flüchtlinge, Ibiza aus dem All, Flug-Keilerei

Trübes Wasser in mehreren Buchten

Bereits seit Tagen ist das Strand-Vergnügen in der Cala Tarida, im Westen von Ibiza, wieder getrübt. Die braun-grüne Farbe des Wassers und ein öliger Film darauf sind alles andere als einladend.

Auch in anderen Buchten treten diese Eintrübungen besonders in den heißen Monaten immer wieder auf, wie in der Talamanca und in Portinatx.

Meistens, wie auch in diesem Fall, liegt das laut der Behörden an Algen: Wenn sich das Meer erwärmt und ruhig ist – also wenig Wasser-Austausch durch Strömung oder wind-bedingten Wellengang stattfindet – treten vermehrt Mikro-Algen auf, die hässliche Ansammlungen bilden. Schädlich seien sie für die Badenden nicht, so die für Umwelt zuständigen Mitarbeiter des Rathauses von Sant Josep.

Um das Dauerproblem in der an sich schönen Cala Tarida-Bucht zu lösen, wurden bereits vor Jahren Wasserpumpen installiert, die eine gewisse Strömung verursachen. Diese Umwälzung des Meeres soll die Mikro-Algen gar nicht erst entstehen lassen. Doch offensichtlich, so das Rathaus, funktionieren die Pumpen zurzeit nicht. Dafür seien aber die Restaurants und Hotels zuständig.

Rathaus und Gesundheitsamt nehmen hingegen Wasserproben und garantieren die fürs Baden zulässigen Werte.

Mehr Flüchtlingsboote auf Formentera und Ibiza

Sonntagnacht sind sieben Flüchtlinge in einem kleinen Boot direkt im Hafen von Eivissa und nachmittags 15 Personen in s’Estufador auf Formentera angelandet. Alle stammen aus Algerien.

Mit der Ankunft im Hafen der Inselhauptstadt von Ibiza war erstmals die National-Polizei (Policía Nacional) zuständig. Kommen Flüchtlinge an Stränden an, oder werden im Meer abgefangen, ist dies der Verantwortungsbereich der Guardia Civil.

Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag sind zwei Boote an der Platja d‘Escupinà auf Formentera abgefangen worden. Auch diese 14 Flüchtlinge stammen wohl aus Algerien.

Das Patrouillenboot der Guardia Civil „Rio Segura” kreuzt vor den Inseln und beobachtet die Situation. Die algerischen Behörden wurden aufgefordert, ihre Strände zu überwachen und das Auslaufen der kleinen Boote zu verhindern. Viele Algerier flüchten vor der sozialen und wirtschaftlichen Not in ihrem Land. Oft über das Meer.

In diesem Jahr rechnet Spanien mit besonders vielen, denn es kommen mehrere Faktoren zusammen: Die ruhige See und das gute Wetter, die wegen Corona geschlossenen Auffangstationen (CIE) und die geschlossenen See-Grenzen, die eine Rückführung erschweren.

Das bedeutet, dass die Polizei die Flüchtlinge, die auf die spanischen Inseln gelangen, nur vorübergehend festnimmt. Sie werden einem PCR-Test unterzogen und wenn der negativ ausfällt, sind sie frei und können Hilfe bei Verwandten oder ONG suchen.

Zwei der 14 am Strand d‘Escupinà Festgenommenen sind positiv auf Corona getestet. Sie müssen in Quarantäne, die anderen, die sie begleiteten, stehen unter Beobachtung.

Bis zu 500 Boote werden von den Polizei-Behörden in den kommenden Tagen an den spanischen Küsten erwartet.

Ibiza und Formentera im Weltraum-Kalender

Die Pityusen sind im August virtuelles Kalenderblatt der Europäischen Weltraum-Agentur ESA. Aus 700 Kilometer Höhe haben die Sentinel-Satelliten Ibiza und Formentera messerscharf abgelichtet.

„Beide Inseln sind wegen ihrer Strände und ihres Nachtlebens für den Tourismus bekannt. Ibizawurde von der UNESCO wegen seiner einzigartigen historischen Bauten und vielseitigen Ökosysteme ins Kulturerbe der Menschheit aufgenommen“, kommentiert die ESA.

Die Weltraum-Agentur erstellt jedes Jahr ihren Weltraum-Kalender. 2020 ist den bedeutenden Inseln der EU gewidmet. Die Sentinel-Satelliten haben während der Ausgangssperre auch den rapiden Rückgang der Luftverschmutzung gemessen.

Den Kalender finden Sie, wenn Sie hier klicken.

Bild: ESA

Schlägerei auf dem Flug nach Ibiza

Eine Schlägerei in einem Flugzeug, das von Amsterdam auf dem Weg nach Ibiza war, wurde am Wochenende viral. Zwei angetrunkene Männer, die nach Auskunft der Fluggesellschaft KLM keine Niederländer waren, weigerten sich, Gesichtsmasken anzulegen und benahmen sich aggressiv.

Es kam zu einem Handgemenge mit anderen Passagieren, wobei auch ihnen die Masken verrutschten. Einer der beiden Angetrunkenen wurde letztendlich auf dem Boden ruhiggestellt.

Bei der Ankunft auf Ibiza nahm die Polizei die beiden Männer in Empfang. Gefahr für die Passagiere und den Flug habe nicht bestanden, so KLM.

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