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Sonntag, Oktober 25, 2020
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Überschüsse weg? Ibiza-Strände top. Corona-Tests. Gewalt

Überschuss-Zahlung an Madrid in der nächsten Verhandlungs-Runde

Mit Spannung wird die Sitzung zwischen Zentralregierung und dem Verband der Gemeinde- und Provinzverwaltungen (Femp) erwartet. Es geht um den Überschuss der Kommunen, die der Staat beansprucht, um sie selbst einzusetzen und zu verteilen.

Im mittlerweile dritten Vorschlag, über den am heutigen Donnerstag abgestimmt wird, habe der Staat einen „kreativen“ Vorschlag entwickelt, wie es Finanzministerin María Jesús Montero ausdrückt (IbizaHEUTE berichtete online).

Kreativität im Zusammenhang mit Finanzen ist keine glückliche Wendung und so sehen es auch die Rathäuser, Inselräte und Provinzverwaltungen. Unter ihnen Ibiza mit Inselrats-Präsident Vicent Marí, der 200 Millionen Euro Ersparnisse verteidigt und der Zentralregierung Erpressung vorwirft.

Im Kern des neuen Vorschlags bleibt es dabei, dass die Gemeinden ihre Ersparnisse im Gesamtwert von 15 Milliarden Euro dem Staat zinslos überlassen. Der zahlt ihnen sofort zwei Milliarden Euro zurück, 2021 drei Milliarden Euro und den Rest innerhalb von zehn Jahren.

Das sei der einzige Weg, dass die Kommunen diese Überschüsse ausgeben können, ohne ins Defizit zu rutschen, argumentiert Madrid. Das ist ihnen nämlich verboten.

Sie könnten mit dem Geld die Folgen der Corona-Krise durch soziale Maßnahmen lindern, können nachhaltige Arbeitsplätze schaffen und städteplanerisch für das Wohl der Bürger sorgen.

Die zweite Vizepräsidentin von Femp und Bürgermeisterin von Toledo, die Sozialistin Milagros Tolón sieht das in der Tat positiv: dank dieser Formel können die Gemeinden die Überschüsse endlich ausgeben. Denn ohne mit Madrid zusammenzuarbeiten dürfen sie das nicht. Dann ist das Ersparte eingefroren.

Platja d’en Bossa, Ibiza – bei Instagram spanienweit ganz vorne. Unter anderem wegen der Weite, der Musik und des Services. Foto: Rüdiger Eichhorn

Ibiza-Strände top bei Instagram

Gleich dreimal ist Ibiza vertreten beim Ranking der beliebtesten Strände Spaniens. Das Portal für Ferien-Vermietungen Holidu hat die Zahl von Hashtags auf Instagram ausgewertet.

Nach Barceloneta (Barcelonas Stadt-Strand) und Playa del Inglés (Kanaren) steht die Platja d’en Bossa von Ibiza an dritter Stelle. Weil der Strand so lang ist, sei es einfach, den Sicherheitsabstand einzuhalten, gute Musik und Super-Service seien weitere Pluspunkte. Perfekt für den Urlaub.

Auf Platz acht steht die Cala Bassa. Hier wird die Sicherheit durch Kameras hervorgehoben, sowie das saubere Wasser nebst feinem Sand.

Auf dem zehnten Platz der Top Ten findet sich die Cala Salada. Dort seien Bade-Vergnügen im Meer und herrlicher Blick garantiert. Die Polizei reguliert tagsüber den Zustrom, damit es nicht zu voll wird in der Bucht.

Formentera ohne Coronatest-Auswertung

Auf Formentera können keine PCR-Tests ausgewertet werden. Das soll sich ändern, wenn es nach dem Wunsch des Parteibündnisses Unió geht.

Im Krankenhaus der kleinen Pityusen-Insel kann das Gesundheits-Personal  zwar Tests durchführen, zur Auswertung müssen diese aber nach Ibiza oder Mallorca. Das bedeute Verzögerungen, obwohl eine rasche Erkennung positiver Corona-Ansteckungen doch wesentlich sei, so Unió.

Das Gesundheitswesen der Pityusen hält dagegen, dass die Ergebnisse aus Ibiza umgehend vorliegen. Für die Auswertung brauche es geschultes Personal und besondere Geräte. Beides sei im öffentlichen Krankenhaus Can Misses auf Ibiza vorhanden, könne aber nicht auf Formentera bereitgestellt werden.

Im ersten Quartal mehr Häusliche Gewalt auf Ibiza

Zwischen Januar und März 2020 sind die angezeigten Fälle Häuslicher Gewalt auf Ibiza um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Beim für Gewalt gegen Frauen zuständigen Gericht auf Ibiza gingen in diesem Zeitraum 146 Anzeigen ein. Seit 2015 war die Zahl nicht mehr so hoch. Die Zahlen legt der Oberste Justizrat (CGPJ) vor.

Während der Ausgangssperre und des Alarmzustands, vom 14. März bis zum 21. Juni, war die Zahl laut offizieller Angaben hingegen ähnlich wie im Vorjahr geblieben (IbizaHEUTE berichtete online). Allerdings habe die Schwere der Misshandlungen zugenommen.

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