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Mittwoch, September 23, 2020
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Wasser-Verlust. Ernst der Lage. Ibiza-Geld Poker. Plastik-frei

Fast 30 Prozent des Ibiza-Leitungswassers verschwindet

Mehr Wasser als die Entsalzungsanlage der Insel-Hauptstadt pro Jahr erzeugt verschwindet jährlich auf Ibiza. Das ist das ernüchternde Ergebnis der Analyse der „Alianza por el Agua de Ibiza y Formentera“, basierend auf den Wasserindikatoren 2019, die das „Observatorio de Sostenibilidad de Ibiza Preservation“ kürzlich herausgegeben hat.

27.94 Prozent des gesamten Süßwassers, das ins Insel-Netz gespeist wird, gingen 2019 verloren, was der Veröffentlichung nach 4,3 Kubik-Hektometern entspricht. Das Trinkwasser der Insel wird über drei große Entsalzungsanlagen sowie verschiedene Brunnen gewonnen. Besonders die intensive Brunnen-Nutzung ist kritisch, da nicht genug Grundwasser nachfließen kann und Salzwasser einsickert. Auch zahlreiche private Brunnen werden ohne Bedacht auf die Ressourcen genutzt. Deshalb werden immer tiefere Brunnen nötig. Viele alte und private liefern nur noch schlechtes Wasser.

Die Inbetriebnahme der dritten großen Insel-Anlage in Santa Eulària, sowie der inselweite Zusammenschluss des Wasser-Netzes, brachten eine deutliche Verbesserung, es werden aber weiter Brunnen genutzt – wenn auch weniger. Erst kürzlich nahm die Inselhauptstadt-Gemeinde einige Brunnen vom Versorgungs-Netz.

Der Verlust definiert sich durch die Differenz zwischen dem Wasservolumen, das ins Leitungsnetz eingespeist wird und der auf den Zählern der Kunden aufgezeichneten Wassermenge.

Der größte Teil verschwinde nach wie vor durch undichte Leitungen und Rohrbrüche. Größter Wasser-Verlierer sei Sant Josep mit 40,2 Prozent, gefolgt von Santa Eulària mit 29,4. 19,76 seien es in Sant Antoni, 19,14 in Sant Joan und 18,13 in der Hauptstadt-Gemeinde Eivissa.

Alle Gemeinden verringern ihre Verluste seit einigen Jahren. Die Rohr-Netze werden erneuert, was nicht selten mit Problemen behaftet ist. Alte Leitungen laufen oft unter Häusern hindurch, das macht den Austausch sehr kompliziert.

Fast ein Drittel des Leitungs-Wassers von Ibiza erreicht nie die Kunden. Foto: Thomas Abholte

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